Tierquälerei in NRW

Schockierender Fund im Ruhrgebiet: Hund in voller Badewanne angeleint – grausamer Verdacht

Ein Streifenwagen der Polizei im Einsatz
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Die Polizei in Hamm (NRW) hat einen schrecklichen Fund gemacht.

Einen schockierenden Fund machte die Polizei am Freitag (19. März) in Hamm (NRW). Doch bei nur einem Vorfall sollte es nicht bleiben.

Hamm - Die Polizei wurde am vergangenen Freitag (19. März) gegen 19 Uhr zu einem dramatischen Einsatz gerufen. Als die Beamten am Einsatzort in Hamm-Herringen im Ruhrgebiet eintrafen, erwartete sie ein trauriger Anblick.

StadtHamm
BundeslandNRW
Einwohner179.916 (2019)

Hund in voller Badewanne angeleint: Polizei hat grausamen Verdacht nach Fund in NRW

Die Anwohner eines Mehrfamilienhauses riefen die Polizisten. Sie gaben an, aus einer Wohnung seit mehreren Tagen ein Hundejaulen gehört zu haben. Zusätzlich sollte Wasser aus der Wohnung in den Gemeinschaftskeller tropfen, hieß es. Um die Wohnung zu öffnen, rückte die Feuerwehr zur Unterstützung an.

Als die Beamten die Tür öffneten, bot sich ihnen ein schrecklicher Anblick: Ein Husky war mit einem Strick an einem der Heizkörper in der verwahrlosten Wohnung festgebunden. Im Badezimmer nebenan war zudem ein Schäferhund in einer überschwemmten Badewanne an der Armatur festgebunden. Das heiße, laufende Wasser sorgte für die Überschwemmung.

Laut den Angaben der Polizei sei unklar, ob der Schäferhund in der Not den Wasserhahn vielleicht selbst aufgedreht haben könnte. In einem dritten Raum in der Wohnung fanden die Polizisten außerdem eine Katze.

Polizei Hamm (NRW): Nach Fund von zwei Hunden – wo sind die Welpen der Hündin?

Beide Hunde hatten starke Angst und wurden dem städtischen Tierasyl in Hamm übergeben. Die Pfleger berichteten, dass einer der beiden Hunde vor Kurzem Welpen bekommen haben muss. Doch bei den beiden Hunden und der Katze in der Wohnung blieb es nicht. Weitere Ermittlungen sollen den Aufenthaltsort der Welpen in Bockum-Hövel ergeben haben. Daraufhin wollten die Mitarbeiter des Tierheims und der Polizei Hamm am Samstag (20. März) gegen 11 Uhr die Wohnung durchsuchen. Jedoch weigerten sich Bewohner, eine 24-Jährige und ein 29-Jähriger, zuerst die Tür zu öffnen.

Als das Durchsuchungsteam endlich in die Wohnung kam, griff die 24-jährige Frau eine Polizistin an und verletzte sie leicht. In der Wohnung fand das Team schließlich acht Hundewelpen im Alter von etwa fünf Wochen.

Einer der gefundenen Welpen aus der Wohnung in Bockum-Hövel.

Schockierender Fund von der Polizei in Hamm (NRW): Dienten die Hunde nur zur Zucht?

Bei den Ermittlungen kam den Beamten ein schrecklicher Verdacht: Es sei möglich, dass die verwahrlosten Hunde am ersten Einsatzort nur für die Fortpflanzung gedacht waren, um mit den Welpen Geld zu verdienen. Gegen den 25-jährigen Mieter der Wohnung in Hamm-Herringen wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt (alle Blaulicht-News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de).

Video: Tiervideos: Wenn Tierquälerei dahinter steckt

Im vergangenen September gab es einen Fall in Dortmund, bei dem eine Frau ihren Hund nicht gut versorgt hatte. Damals hatte der Schäferhund Buddy eine 15 Zentimeter große Wunde und musste operiert werden. Die Tierschutzorganisation Arche 90 e.V. kümmerte sich um die Versorgung des Hundes.

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