Ermittlungen laufen

Massenstreit in Essen eskaliert: Polizei rückt zum Großeinsatz aus - doch das ist noch nicht alles

Großeinsatz für die Polizei in Essen: Zwei Familien sollen in Streit geraten sein. 
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Großeinsatz für die Polizei in Essen: Zwei Familien sollen in Streit geraten sein. 

In Essen ist ein Streit mit mehreren Personen aus dem Ruder gelaufen. Es kam zu Festnahmen, Beschlagnahmung von Waffen und einem weiteren Vorfall.

  • In Essen hat es gestern (4. Juni) einen Großeinsatz der Polizei gegeben haben.
  • Bis zu 30 Personen sind im Stadtteil Katernberg in Streit geraten.
  • Während der ersten Ermittlungen kam es einen weiteren Zwischenfall.

Essen - Gleich mehrere Stunden war die Polizei am Donnerstagabend (4. Juni) in Essen (alle Artikel von RUHR24.de aus dem Ressort Ruhrgebiet) im Einsatz gewesen sein. Der Grund: Ein Streit war eskaliert. Mehrere Personen haben sich geprügelt.

Essen: Großeinsatz für die Polizei

Mehrere Anwohner hatten sich gegen 20 Uhr bei der Polizei in Essen mit dem Hinweis gemeldet, dass es unmittelbar in der Nachbarschaft in Essen-Katernberg eine Schlägerei geben würde. Rund 30 Personen sollen darin verwickelt gewesen sein, außerdem seien Gegenstände im Einsatz. 

Das veranlasste die Polizei dazu, mit mehreren Einsatzkräften, einer Hundestaffel sowie mit der Hundertschaft auszurücken. Als die Polizei am Einsatzort in der Katernbergstraße in Essen eintraf, ist die Lage zunächst unübersichtlich gewesen. Wie eine Sprecherin der Polizei Essen gegenüber RUHR24 bestätigt, hatten sich die meisten Beteiligten bereits getrennt und waren einzeln oder in Kleingruppen geflüchtet, als das Martinshorn zu hören war.

Polizei im Großeinsatz: Familienstreit in Essen-Katernberg eskaliert

Ersten Ermittlungen zufolge sollen es familiäre Bezüge zwischen den streitenden Personen geben. Ob es sich jedoch um eine Rivalität zwischen zwei Großfamilien handelt, kann die Polizei gegenüber RUHR24 nicht final bestätigen. Der Grund für Auseinandersetzung sei weiterhin noch unklar. 

Mit verstärktem Einsatz sowie mit mehreren Diensthunden hat die Polizei versucht, die Situation zu deeskalieren. Außerdem fahndeten sie im Umkreis beteiligten Personen und konnten mehrere Tatverdächtige festsetzen. Noch am selben Abend seien laut Angaben der Polizei fünf Personen festgenommen und in Gewahrsam gebracht worden.

Polizeieinsatz in Essen: Beamten beschlagnahmen Messer und Schlaggegenstände

Der Großeinsatz der Polizeibeamten in Essen dauerte mehrere Stunden. Denn im Zuge des Polizeieinsatzes in der Katernbergerstraße durchsuchten die Beamten auch ein Fahrzeug, dass im Zusammenhang mit dem Streit gestanden haben soll. Und sie wurden fündig.

Wie die Sprecherin der Polizei gegenüber RUHR24 bestätigte, wurden in dem Auto mehrere Messer im Fußraum sowie im Kofferraum des Wagens gefunden. Außerdem fanden sie einen Golfschläger und einen Teleskopschläger. Die Polizei beschlagnahmte die Waffen.

Ermittlungen der Polizei dauern nach Großeinsatz weiter an

Als ob ein Streit nicht schon genug gewesen wäre, ist es im Zeitraum der ersten Ermittlung, nur unweit des ersten Einsatzortes entfernt, zu einem weiteren Zwischenfall gekommen. An der Ecke Hanielstraße in Essen-Katernberg kam es vor einem Friseursalon zu einer weiteren Auseinandersetzung. Mehrere Personen sollen sich äußerst aufgebracht und aggressiv verhalten haben. Die Polizei sei nach eigenen Angaben zwischen die rivalisierende Gruppe gegangen und habe diesen Streit nach kurzer Zeit aufgelöst. 

Ein zweiter Einsatz hielt die Polizei in Essen nur kurze Zeit später weiterhin auf Trab.

Auch hier sei der Grund für den die Auseinandersetzung zunächst unklar gewesen, ebenso ob die beiden Vorfälle zusammenhängen. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass die beiden Konflikte aufgrund der örtlichen Nähe zusammenhängen könnten. Die Ermittlungen zu dem Einsatz in Essen-Katernberg dauern noch an. Anfang Mai ist es in Essen zuletzt zu einem Großeinsatz der Polizei gekommen, bei dem zunächst Beamte von knapp 40 Personen umzingelt worden sind. 

Die Polizei ist später mit Hunden, Pfefferspray und Schlagstöcken vorgegangen, um den eigentlich wegen Ruhestörung initiierten Einsatz unter Kontrolle zu bekommen.  

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