Rätsel für Ermittler

Zeichnung einer "arabischen Person" und "Schüsse": NRW-Polizei und Staatsschutz ermitteln

Schäden an einer AWO-Schaufensterscheibe in Oberhausen und eine dahinter befindliche Zeichnung stellen den Staatsschutz vor ein Rätsel.
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Schäden an einer AWO-Schaufensterscheibe in Oberhausen und eine dahinter befindliche Zeichnung stellen den Staatsschutz vor ein Rätsel.

Eine Zeugin hat der Polizei Oberhausen "Schüsse" auf eine Scheibe einer Flüchtlingsberatung gemeldet. Auch eine Zeichnung sorgt für Verwirrung.

  • Eine beschädigte Schaufensterscheibe an einer AWO-Geschäftsstelle in Oberhausen beschäftigt Polizei und Staatsschutz.
  • Zunächst vermeldete Schüsse konnten relativ schnell ausgeschlossen werden.
  • Obwohl es bei der Tatwaffe einen konkreten Verdacht gibt, bleiben viele Fragen offen – sie betreffen auch eine Zeichnung.

Oberhausen – In Oberhausen wandte sich am Donnerstagmorgen (23. Juli) eine Zeugin an die Polizei. Unbekannte hätten auf eine Scheibe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Styrumer Straße geschossen.

Oberhausen: Polizei kann gemeldete "Schüsse" ausschließen – offene Fragen bleiben trotzdem

Vor Ort sicherten die Beamten der Polizei Oberhausen zunächst den Tatort und unterstützen den Polizeilichen Staatsschutz der Polizei Essen sodann bei den Ermittlungen und der Spurensicherung. Die gemeldeten Schüsse scheinen ein Fehlalarm gewesen zu sein (alle Artikel aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24).

"Dass der Schaden durch das Projektil einer Schusswaffe entstanden sein könnte, ist nahezu auszuschließen", heißt es von der Polizei Oberhausen. Stattdessen sei die nur äußere Scheibe der aus Doppelglas bestehenden Schaufensterscheibe nach jetzigem Kenntnisstand durchschlagen worden.

Die Beschädigungen an der AWO-Geschäftsstelle an der Styrumer Straße in Oberhausen sind wohl auf einen Nothammer und nicht auf das Projektil einer Schusswaffe zurückzuführen.

Oberhausen: Arabische Zeichnung als Motiv für Vandalismus an der Schaufensterscheibe der AWO?

Als Tatwaffe käme laut der Beamten ein Nothammer, wie es ihn in öffentlichen Verkehrsmitteln gibt, infrage. Bleibt die Frage nach dem Motiv. Auch hier gibt es erste Hinweise, weswegen der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Hinter der Scheibe ist die Zeichnung einer arabischen Person zu erkennen. Wegen der "speziellen Beschädigung" an der Schaufensterscheibe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) könne hier ein Zusammenhang bestehen.

Nach Beschädigung einer AWO-Geschäftsstelle in Oberhausen: Staatsschutz Essen sucht nach Zeugen

Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die von Mittwochabend (22. Juli) bis Donnerstagmorgen (23. Juli) im Bereich der AWO-Geschäftsstelle an der Styrumer Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise erbittet die Polizei entweder direkt an den Essener Staatsschutz unter 0201-829-0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

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