Fremder Mann küsst Kleinkind auf den Mund - Gaffer verteidigen ihn

Oberhausen: Fremder küsst Kind
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Oberhausen: Fremder küsst Kind

In Oberhausen ist ein für Mutter und Kind fremder Mann (43) gegenüber dem Kleinkind übergriffig geworden. Gaffer forderten, ihn gehen zu lassen. Alle Infos.

In Oberhausen ist ein für Mutter und Kind fremder Mann (43) gegenüber dem Kleinkind übergriffig geworden. Er küsste das Mädchen auf den Mund.

  • Das Mädchen (1) spielte auf einem Spielplatz in Oberhausen, als sie der Fremde sie hochhob und küsste.
  • Die von der Mutter (39) alarmierte Polizei stellte den Mann.
  • Jedoch machten Gaffer dann offenbar Stimmung gegen die eingreifenden Polizisten.

Oberhausen: Übergriff auf Kleinkind

Es ist der Albtraum einer jeden Mutter: Während das eigene Kind im Sandkasten eines Spielplatzes spielt, kommt ein Fremder vorbei und wird übergriffig. So geschah es am Dienstagnachmittag (15. Oktober) auf einem Spielplatz in Oberhausen an der Westfälischen Straße, Ecke Heinestraße.

Als der ihr völlig unbekannte Mann ihr Kind hochhob und küsste, schrien die Frau und andere Besucher den Mann zunächst an. Daraufhin ließ er von dem Kind ab und setzte es wieder auf den Boden.

Gaffer verstehen Einsatz der Polizei in Oberhausen nicht

Die sofort von der Mutter alarmierte Polizei stellte den Fremden, als er über die Gildenstraße in Oberhausen fliehen wollte. Doch dann das Irritierende: Während die Beamten die Personalien des Verdächtigen feststellten, machten Gaffer laut einer Mitteilung der Polizei offenbar Stimmung gegen die Polizisten.

Immer wieder forderten sie die Beamten demnach auf, den Mann in Ruhe zu lassen. Das Argument, mit dem die Schaulustigen die Beamten nach deren Angaben aufforderten, den Mann nicht zu behelligen: Der Mann sei offensichtlich behindert.

Täter möglicherweise geistig behindert

Tatsächlich machte der Mann auf die Beamten einen psychisch auffälligen Eindruck. Er schrie immer wieder laut in einer für die Polizisten unverständlichen Sprache. Dabei zeigte er starke Stimmungsschwankungen zwischen Aggressivität und depressivem Verhalten.

Schuldunfähigkeit bei geistiger Behinderung

Laut § 20 des Strafgesetzbuches können Menschen nicht bestraft werden, die das Unrecht ihres Handelns nicht erkennen können. Das kann zum Beispiel aufgrund einer krankhaften seelischen Störung oder einer schweren geistigen Behinderung der Fall sein. Die Schuldunfähigkeit folgt dem Argument: Erkennt ein Mensch nicht, dass er jemand anderem Unecht tut, kann er sich nicht entsprechend verhalten.

Daraus folgt, dass ein schuldunfähiger Täter nicht bestraft werden kann. Dennoch kann er von einem Gericht in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen werden. Zum Beispiel dann, wenn von ihm Taten begangen werden könnten, durch die mögliche Opfer seelisch oder körperlich erheblich geschädigt werden könnten. Zu Klärung der Schuldunfähigkeits-Frage muss immer ein psychiatrisches Gutachten erhoben werden. (Nach: dejure.org)

Eine zweite, dazugerufene Streifenwagenbesatzung konnte, wie auch bei einer Massenschlägerei im Oktober, die Personen in Oberhausen beruhigen. Der Verdächtige wurde von einem Notarzt untersucht und in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingeliefert.