Zeugen riefen die Polizei

Männer husten Leute auf der Straße an und machen Witze über Coronavirus - jetzt müssen sie blechen

Eine Gruppe junger Männer hat sich in Oberhausen über das Coronavirus lustig gemacht und Zeugen angehustet - jetzt müssen sie richtig teuer zahlen. 

  • In Oberhausen haben vier junge Männer gegen Coronavirus-Regeln verstoßen. 
  • Sie verhöhnten Zeugen und sollen diese angehustet haben. 
  • Die Polizei machte vom neuen Straf- und Bußgeldkatalog des Landes NRW Gebrauch. 

Oberhausen - In Oberhausen ist am Dienstag (24. März) gegen 23 Uhr eine vermeintlich harmlose Aktion für vier Junge Männer zwischen 19 und 22 Jahren teuer zu stehen gekommen. Zu Schaden gekommen ist niemand. Doch der Kontostand der jungen Erwachsenen ist vom neuen Coronavirus-Bußgeldkatalog des Landes NRW tief in Mitleidenschaft gezogen worden. 

Oberhausen: Männer machen Witze über Coronavirus

Nach Informationen der Polizei Oberhausen haben sich die vier jungen Männer am Mittwochabend auf dem Park-and-Ride-Parkplatz an der Werthfelder Straße / Bottroper Straße aufgehalten. Sie haben sich in einer Gruppe aufgehalten. Aufgrund der Lautstärke, in der sich die Männer unterhalten haben, zogen sie Aufmerksamkeit auf sich. 

Daraufhin seien Zeugen auf die Gruppe zugegangen und hätten sie auf die neuen Coronavirus-Regelungen hingewiesen. Aktuell gilt in Deutschland das sogenannte Kontakt- und Ansammlungsverbot. Eine Gruppe von vier Personen ist aktuell verboten.

Einen ähnlichen Fall gab es auch in Herne, wo Jugendliche eine Frau anhusteten und sagten, sie hätten das Coronavirus. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Coronavirus-Regeln: Männer verhöhnen Zeugen und husten diese an 

Die vier Jungen Männer hätten daraufhin absichtlich in Richtung der Zeugen gehustet und sie zudem verhöhnt. Zu weiteren Handlungen kam es laut Polizei Oberhausen, die dazu gerufen wurde, nicht. 

Die Beamten schrieben eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Kontaktverbot. Aufgrund des neuen Coronavirus- Bußgeldkatalogs des Landes NRW  dürfte sich jetzt keiner der jungen Männer mehr lustig machen. Pro Person mussten die Männer 200 Euro, also insgesamt 800 Euro, zahlen.

Verstoß gegen Coronavirus-Regeln: Männer müssen 800 Euro zahlen

Der neue Strafen- und Bußgeldkatalog des Bundeslandes NRW im Kampf gegen das Coronavirus ist seit Dienstag (24. März) gültig. Eine öffentliche Ansammlung von mehr als zwei Personen kostet alleine schon 200 Euro. Eine öffentliche Ansammlung von mehr als 10 Personen gilt sogar als Straftat, kann bis zu 5000 Euro kosten und im Wiederholungsfall sogar eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen. Das könnte auch auf einige Ruhrgebiets-Kneipen zukommen, die die Coronavirus-Krise nicht ernst nahmen und hinter geschlossenen Rollläden feierten.

Das Land NRW mit Ministerpräsident Armin Laschet an der Spitze will "mit einem Null-Toleranz-Prinzip" gegen Menschen vorgehen, die sich aktuell nicht an die neuen Coronavirus-Regeln halten. Die vier jungen Männer in Oberhausen sind mit Sicherheit nicht die letzten Personen, gegen die der neue Straf- und Bußgeldkatalog eingesetzt wird. 

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa ; Collage RUHR24.de

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