Ergebnis nach 15 bis 30 Minuten

Neues Testzentrum an der Arena Oberhausen steht – Kritik wird umgehend laut

Corona-Schnelltest-Zentrum Oberhausen Empfang
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Das neue Corona-Schnelltest-Zentrum in Oberhausen hat den Betrieb aufgenommen.

Am Donnerstag (3. Dezember) hat das zweite Corona-Schnelltest-Zentrum in NRW in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen den Betrieb aufgenommen. Kritik kommt von der Kassenärztlichen Vereinigung.

Oberhausen – Nach Köln verfügt jetzt auch Oberhausen über ein Corona-Schnelltest-Zentrum. Betrieben wird es von „Mein Corona Schnelltest“ – einer Initiative der Arztpraxis Dr. Manfred Reith und zweier Praxisdienstleister. Mit den Schnelltest-Zentren will die Initiative einen Beitrag zum Kampf gegen die Corona-Pandemie leisten, wie sie selbst angibt.

MehrzweckhalleKönig-Pilsener-Arena
StadtOberhausen
AdresseArenastraße 1, 46047 Oberhausen
Plätze12.650
Eröffnet8. September 1996

Oberhausen erhält Corona-Schnelltest-Zentrum in König-Pilsener-Arena

Das Prozedere in der „KöPi-Arena“ in Oberhausen unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der anderen Testzentren. Zunächst muss online ein Termin gebucht und der Schnelltest auf das Coronavirus (SARS-CoV-2) bezahlt werden. Die Kosten von knapp 40 Euro müssen die Getesteten selbst tragen.

Ist die Bezahlung erfolgt, erhält man eine Mail mit einem QR-Code. Diesen muss man bei der Ankunft am Eingang vorzeigen. Das „Antigen-Schnelltest-Zentrum“ befindet sich in den Katakomben der Arena in Oberhausen, darüber berichtet auch wa.de. Das Arena-Team empfiehlt für die Anreise das Parkhaus 8, von wo aus der Weg zum Testzentrum ausgeschildert ist (mehr Nachrichten zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Corona-Schnelltest-Zentrum in Oberhausen: Ergebnis soll nach 30 Minuten vorliegen

Im Testzentrum angekommen entnimmt geschultes Personal unter ärztlicher Aufsicht den Rachenabstrich. Ein Arzt wertet daraufhin den Corona-Antigen-Schnelltest aus. Spätestens 30 Minuten nach dem Test soll das Ergebnis vorliegen. Darüber wird die getestete Person per Mail benachrichtigt. Wer Symptome einer Covid-19-Erkrankung vorweist, soll nicht zum Testzentrum kommen.

Die Betreiber in Oberhausen verwenden einen Schnelltest, der vom Paul-Ehrlich-Institut und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen wurde. Der Test verfügt über eine Sensitivität von 97,6 Prozent und eine Spezifität von 99,9 Prozent und kann eine Infektion mit dem Coronavirus somit mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nachweisen oder ausschließen.

Das neue Corona-Schnelltest-Zentrum in Oberhausen hat den Betrieb aufgenommen.

Die Betreiber empfehlen die Durchführung eines Schnelltests etwa vor Zusammentreffen mit Familienmitgliedern und Freunden, einem Besuch im Krankenhaus oder Altenheim oder vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hält die neue Schnelltest-Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie (alle Entwicklungen im NRW-Ticker) für nicht unproblematisch.

Neues Schnelltest-Zentrum in Oberhausen: KNVO warnt vor „pauschalem Freitesten“

Schnelltests würden aufgrund ihrer deutlich geringeren Spezifität und Sensitivität keinen vollwertigen Ersatz zu den PCR-Tests darstellen. Trotz negativem Ergebnis könne man sich nicht in Sicherheit wiegen. Sie würden damit beispielsweise nicht zum „pauschalen Freitesten für Weihnachten“ taugen, heißt es in einer Stellungnahme.

Die KVNO äußert angesichts neu entstehender Schnelltest-Zentren wie in Oberhausen und Köln zudem Bedenken mit Blick auf die Verfügbarkeit ausreichender Tests. Antigen-Schnelltests seien gegenwärtig nicht in ausreichender Zahl flächendeckend vorhanden, um mit Blick auf die bevorstehenden Weihnachtstage jeden asymptomatischen Patienten zu testen.

Video: Nach negativem Corona-Schnelltest nicht in Sicherheit wiegen

„Daher sollten die Schnelltests, solange die Kits knapp sind, nicht unter Convenience-Gesichtspunkten, sondern vorrangig unter medizinischen Gesichtspunkten zum gezielten Schutz von Praxispersonal und vulnerabler Gruppen – etwa als Indikator in Alten- und Pflegeheimen – eingesetzt werden.“

In der König-Pilsener-Arena in Oberhausen ist jetzt ein Corona-Schnelltest-Zentrum untergebracht.

Gleichwohl hält die KVNO eine breitere Verwendung der Corona-Schnelltests perspektivisch für sinnvoll. Dafür müsse sich in den kommenden Wochen und Monaten die Liefersituation aber „nachhaltig verbessern“.

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