Polizei-Hubschrauber im Einsatz

Schmuck-Raub in NRW: Einbruch bei Juwelier – Täter hinterlassen Bild des Grauens

Durch einen dreisten Schachzug gelang den Einbrechern die Flucht. Doch am Tatort hinterließen sie Spuren eines Blutbads.

Werne - Es scheint als hätten die Einbrecher eines Traditions-Juweliers in Werne (Kreis Unna) ihren Plan gut durchdacht. Zumindest für ihre Flucht nach dem Einbruch in der Nacht zu Donnerstag (21. Januar) hatten sich die Täter einen filmreifen Schachzug ausgedacht. Dennoch müssen sie von der Stabilität der Schaufenster des Juweliers überrascht worden sein. Denn dort hinterließen sie deutliche Spuren die auf die Anwendung brachialer Gewalt hindeuten.

StadtWerne
KreisUnna
RegionRuhrgebiet/NRW
BürgermeisterLothar Christ (parteilos)

Einbruch bei Juwelier: Am Tatort in Werne blieb viel Blut zurück

Am Tatort in Werne zeigte sich ein wahres Bild des Grauens: Zertrümmerte Scheiben, die messerscharfen Ränder völlig blutverschmiert. Obwohl der Einbruch bei dem Juwelier offensichtlich keine spontane, kopflose Tat war, muss sich mindestens einer der beiden Einbrecher bei seiner Tat schwer verletzt haben - diese Geschichte erzählt zumindest ein erster Blick auf den Tatort. Nicht filmreif, aber wie die Geschichte aus einem Groschenroman verlief auch dieser kuriose Unfall im Ruhrgebiet.

Was war geschehen? Nach Angaben der Polizei im Kreis Unna schlugen zwei bislang unbekannte Täter in der Nacht zu Donnerstag gegen 4 Uhr morgens mit einem Hammer die gesicherte Schaufensterfront eines Juweliers in der Steinstraße in Werne ein. Dabei verletzte sich mindestens ein Einbrecher. Ob sich der Aufwand für die beiden Täter lohnte, ist bislang unklar. Noch könnten keine Angaben zu einer möglichen Beute gemacht werden.

Einbruch bei Juwelier: Tätern in Werne gelang Flucht durch einen Trick

Denn vorerst gelang den dreisten Einbrechern die Flucht. Auf einem Motorroller sollen sich die zwei davongemacht haben, als die Polizei eintraf. Mithilfe eines cleveren Schachzugs, sollen die Einbrecher zuvor dafür gesorgt haben, dass die Einsatzkräfte aus Werne die Verfolgung nicht aufnehmen konnten (mehr News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de).

Vor dem Einbruch zerstachen die Täter offenbar die Reifen der Einsatzwagen.

Schon bevor die Einbrecher sich an der Schaufensterscheibe des Juweliers zu schaffen machten, hatten sie offenbar die Reifen der Einsatzfahrzeuge noch an der Wache zerstochen. Das bemerkten die Polizisten allerdings erst, als sie sich schon auf dem Weg zum Tatort befanden. Die weitere Fahndung musste demnach von umliegenden Wachen übernommen werden, so die Polizei. Ein ähnlich dreister Einbruch geschah ebenfalls im Kreis Unna – mitten am Tag.

Neben einem Hubschrauber sollen auch Beamte aus den umliegenden Städten, zum Beispiel aus Kamen, zur Unterstützung angerückt sein. Dennoch reichte der Vorsprung, den sich die Täter durch die zerstochenen Reifen verschafft hatten, offenbar aus. Sie konnten entkommen.

Nun hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit Hinweisen an die Wache Werne unter der Rufnummer 02389 9213420 zu wenden.

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