Nicht nur Eis im Spiel

Ruhrgebiet: Horror-Auftritt von Eismann – Polizei macht „mysteriöse Entdeckung“

Bei der Polizei in Hagen kam es zu einem mysteriösen Vorfall, bei dem Eis im Spiel war.
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Bei der Polizei in Hagen kam es zu einem mysteriösen Vorfall, bei dem Eis im Spiel war.

Für einen kuriosen Auftritt bei der Polizei hat am Sonntag (6. Juni) ein Mann aus Hagen gesorgt. Er hatte eine mysteriöse Entdeckung bei einer Portion Eis gemacht.

Hagen – Am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr brachte ein Mann in Hagen der Polizei drei Kugeln Eis vorbei – aber nicht etwa, weil er den diensthabenden Beamten eine sommerliche Freude bereiten wollte, sondern weil er eine mysteriöse Entdeckung gemacht haben will. Diese endete für den „Eismann“ allerdings fatal.

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Polizei Hagen: Eismann sorgt für unheimlichen Auftritt

Aber von Anfang an: Wie aus der Mitteilung der Polizei Hagen hervorgeht, stand der 33-Jährige am Sonntagmorgen in der Polizeiwache Hoheleye und wollte Strafanzeige erstatten. In der Hand hatte er vier Gläser, in denen sich Speiseeis befinden sollte.

Der Mann aus Hagen hatte wohl eine mysteriöse, fast schon unheimliche Entdeckung gemacht, die er unbedingt der Polizei melden wollte. Wie er den Beamten mitteilte, hatte er sich etwas Eis genehmigen wollen und dabei festgestellt, dass es einfach nicht schmilzt – auch nicht, nachdem er die Eiskugeln längere Zeit außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt hatte.

Mann bringt Polizei in Hagen Eis, das nicht schmilzt – weil er Betrug vermutet

Was für manch einen vielleicht wie bei Alice im Wunderland klingen mag, kam dem Mann äußerst komisch vor – so komisch, dass er den Vorfall der Polizei melden und Anzeige erstatten wollte. Denn er vermutete hinter dem nicht schmilzenden Eis dreisten Betrug.

Als die Polizei sich der Sorge des 33-jährigen Mannes aus Hagen annahm, konnten sie allerdings schnell eine Erklärung für den vermeintlichen Eis-Betrug feststellen. Denn bei näherer Betrachtung stellten die Beamten fest, dass nicht das Eis das Problem war, sondern der „Eismann“ selbst (mehr Blaulicht-News aus dem Ruhrgebiet).

Polizei in Hagen: Eismann entpuppt sich als Wiederholungstäter

Die Polizisten aus Hagen, die derzeit auch Angriffe auf den öffentlichen Nahverkehr untersuchen müssen, bemerkten unter anderem, dass der Mann etwas hyperaktiv zu sein schien sowie glasige Augen und zitternde Beine gehabt haben soll. Für die Beamten deutliche Anzeichen darauf, dass der Mann Drogen konsumiert haben könnte.

Da er außerdem das Eis mit dem Auto zur Polizei gebracht hatte, wurden dem Eislieferanten durch einen Arzt zwei Blutproben entnommen, wodurch sich der Verdacht erhärtet. Es handelte sich bei der mysteriösen Entdeckung also viel eher um eine Halluzination, als um ein Wunder-Eis.

Wie aus der Mitteilung der Polizei Hagen hervorgeht, soll es nicht das erste Mal gewesen sein, dass der 33-jährige Mann aus Hagen unter Einfluss von Drogen mit dem Auto unterwegs war.

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