Kripo ermittelt

Mysteriöser Knochenfund in NRW: Polizei meldet Durchbruch in altem Vermisstenfall

Die am Hauptbahnhof in Hagen gefundenen Knochen gehören einem Vermissten.
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Am Hauptbahnhof in Hagen wurden vor Jahren Knochenteile gefunden. Jetzt konnte die Polizei diese mit einem mysteriösen Vermisstenfall in Zusammenhang bringen.

Hagen – Bei Bauarbeiten hinter dem Hauptbahnhof in Hagen kamen 2016 und 2019 menschliche Knochenfragmente ans Tageslicht. Zunächst war unklar, von wem die Überreste stammten. Jetzt ist den Ermittlern offenbar der Durchbruch in einem Vermisstenfall gelungen – und stellt die Polizei vor neue Rätsel.

StadtHagen
Einwohner195.000 (2020)
OberbürgermeisterErik Olaf Schulz (parteilos)

Hagen: Knochen am Hauptbahnhof bringen Durchbruch in Vermisstenfall

Denn mittlerweile wurden die Knochenstücke wissenschaftlich untersucht. Das Ergebnis ergab einen Treffer: Die Knochen, die am Hang hinter dem Bahnhof gefunden wurden, konnten dem damals 47 Jahre alten Klaus Walter Pauli zugeordnet werden. Teilweise hingen noch Kleidungsfetzen daran.

Klaus Walter Pauli galt seit 2003 als vermisst.

Das Mysteriöse an dem Fall: Pauli wurde bereits 2003 in Menden (Sauerland) als vermisst gemeldet. Das Gutachten der Rechtsmedizin ergab zudem, dass der Vermisste einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein muss. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Hagen am Montag (7. Juni) mit (alle Blaulicht-News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24).

Knochen in Hagen gefunden: Kripo hofft auf Hinweise zu Klaus Walter Pauli

Bei einer „aufwändigen Suche“ an dem Steilhang hinter dem Hagener Hauptbahnhof entdeckten die Ermittler weitere Gegenstände des Toten. Worum es sich dabei handelt, ist noch unklar. Fraglich ist zudem, wie und wann Klaus Walter Pauli dorthin gelangt ist. Der Hauptbahnhof in Hagen liegt rund 30 Kilometer von seinem Wohnort entfernt.

Der Fall stellt die Kriminalpolizei Hagen daher vor weitere Rätsel. Deshalb suchen die Ermittler nun Menschen, die Klaus Walter Pauli noch von früher kennen. Wer Hinweise zu seinem Umfeld, seinen Gewohnheiten oder einer Anlaufadresse machen kann, soll sich unter der Telefonnummer 02331/986 2066 bei den Ermittlern oder jeder Dienststelle der Polizei melden.

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