Polizei ermittelt

Lünen: Frauen Mitte 50 essen Hanfkekse – Fehler bringt sie ins Krankenhaus

Kekse sind eigentlich ungefährlich, sofern sie nicht mit der Droge Cannabis zubereitet werden. Einige Frauen aus Lünen haben das schmerzlich erfahren.

  • In Lünen wollten einige Frauen eine neue Erfahrung sammeln.
  • Allerdings machten sie einen möglicherweise entscheidenden Fehler.
  • Jetzt ermittelt die Polizei wegen Verstößen gegen das Betäubungsgesetz.

Lünen/NRW - Mit Mitte 50 kann man noch immer Erfahrungen sammeln und etwas Neues ausprobieren - das dachten sich wohl auch zwölf Frauen aus Lünen, die gemeinsamen zum ersten Mal Cannabis konsumieren wollten. Der Abend endete mit einem Polizei- und Notarzt-Einsatz.

Frauen sitzen gesellig im Garten - dann müssen sie einen Notarzt rufen

Dabei fing der Abend scheinbar harmlos an. Wie die Polizei berichtet, sollen zwölf Frauen am Freitagabend (14. August) in einem Garten in Lünen-Brambauer zusammen gesessen haben. Bei der geselligen Runde wurde auch Alkohol getrunken. Außerdem stand ein besonderer Snack bereit: Brownies, die mit Haschisch beziehungsweise Cannabis zubereitet wurden.

Ersten Erkenntnissen der Beamten zufolge wollte die Frauenrunde die Wirkung des Rauschmittels gemeinsamen ausprobieren (mehr aktuelle Nachrichten aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de).

Cannabis-Party in Lünen: Notarzt lässt vier Frauen in ein Krankenhaus bringen

Allerdings lag in der Vermischung von Alkohol und Gebäck offenbar der Fehler: Die Kombination der Rauschmittel führte bei einigen anwesenden Frauen offenbar zu Unverträglichkeiten.

Getrocknete Cannabis-Knospen lassen sich in "Hasch-Brownies" verarbeiten. 

Übelkeit und Kreislaufbeschwerden waren bei mehreren die Folge, sodass ein Notarzt vier Frauen in ein Krankenhaus einliefern ließ. Gegen 21.15 Uhr erhielt auch die Polizei in Lünen bei Dortmund Hinweise auf die kleine Party mit mehreren verletzten Frauen zwischen 50 und 59 Jahren.

Frauen wollen Cannabis ausprobieren - jetzt ermittelt die Polizei gegen sie

Die Polizei stellte die Reste der sogenannten "Hasch-Brownies" sicher. Laut Pressestelle besteht der Verdacht, dass bei der Party in Lünen-Brambauer gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen wurde. Deswegen ermittelt nun die Kriminalpolizei, wie der Westfälische Anzeiger berichtet

Derweil fordert die Partei "Die Linke", dass die Stadt Dortmund ihr eigenes Cannabis anbaut. Der Hintergrund: Seit März 2017 dürfen Ärzte in Deutschland Cannabis in pharmazeutischer Qualität an bedürftige Patienten verschreiben. Allerdings haben deutsche Apotheken immer wieder mit Lieferengpässen zu kämpfen.

Rubriklistenbild: © Kai-Uwe Hagemann/dpa (Symbolfoto)

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