Einschränkung ab 1. April

Corona-Hammer zu Ostern: Ruhrgebiets-Stadt setzt jetzt heftige Regel um

Mitarbeiter des Ordnungsamtes
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Kurz vor Ostern setzt eine Stadt im Ruhrgebiet eine strenge Corona-Regel um.

Das Wirrwarr um die Corona-Regeln in NRW nimmt kein Ende. Die Stadt Duisburg im Ruhrgebiet hat kurz vor Ostern eine harte Entscheidung getroffen.

Duisburg – Das ist ein absoluter Corona-Hammer kurz vor dem Osterwochenende: Die Stadt Duisburg hat in einer Allgemeinverfügung vom 31. März (Mittwoch) erklärt, dass ab sofort auch eine Kontaktbeschränkung in den eigenen vier Wänden gilt (mehr Corona-News aus NRW auf RUHR24.de).

StadtDuisburg
Einwohner498.590 (2019)
Fläche232,8 km²

Corona-Hammer an Ostern: Duisburg setzt Kontaktbeschränkung im privaten Raum um

Laut der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (PDF) dürfen sich derzeit Personen eines Hausstandes mit einem weiteren Haushalt treffen. Maximal sind jedoch Zusammenkünfte von fünf Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten zudem unabhängig ihrer Wohnverhältnisse als ein Haushalt.

Diese Regelung gilt laut Verordnung für private Treffen im öffentlichen Raum. Doch die Stadt Duisburg geht nun einen Schritt weiter. Die geltende Kontaktbeschränkung setzt die Ruhrgebiets-Stadt auch im privaten Raum um – und das kurz vor Ostern. Die neue Regel gilt seit Gründonnerstag (1. April).

Duisburg trifft harte Corona-Entscheidung: Treffen mit maximal fünf Personen in der Wohnung

„Treffen im privaten Bereich sind nur noch unter Beteiligung von maximal zwei Hausständen und nur bis zu einer Gesamtzahl von fünf Personen gestattet“, heißt es in der Mitteilung von Mittwoch. Bedeutet: Ein Paar mit einem Kind darf am Osterwochenende zum Beispiel die Großeltern besuchen. Tante und Onkel müssten in diesem Fall jedoch zu Hause bleiben. Andernfalls wäre die Personenanzahl von maximal fünf überschritten.

Duisburg ist allerdings nicht die erste Stadt in NRW, die die Kontaktsperre im privaten Raum einführt. Bereits im Februar hatte Wuppertal dieselben Kontaktbeschränkungen wegen hoher Corona-Zahlen durchgesetzt.

Dass Duisburg jetzt so hart durchgreift, begründet die Stadtverwaltung mit den massiv steigenden Inzidenzwerten in den vergangenen Tagen. Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 174,5. In diesem Jahr ist das für Duisburg der bislang höchste Wert. Zum Vergleich: Am Vortag (30. März) lag die Inzidenz-Zahl bei 163,0 und vor einer Woche noch bei 150,0 (25. März).

Kontaktbeschränkung über Ostern: Duisburg mit vielen Corona-Infektionen innerhalb von Familien

Die neue Kontaktbeschränkung im privaten Bereich dürfte unter anderem auf die vielen Ansteckungen im „familiären Umfeld“ zurückzuführen sein. Der Corona-Krisenstab der Stadt Duisburg hatte zuletzt darüber informiert, dass viele Neuinfektionen in diesem Rahmen entstanden seien.

Eine große Gefahr besteht in Duisburg zudem aufgrund der Corona-Varianten. Laut den Angaben der Stadt lag der Anteil der Mutationen am Infektionsgeschehen im Zeitraum vom 22. bis 28. März bei 84,3 Prozent. Über 2.000 Menschen in Duisburg haben sich mit der britischen Corona-Mutation infiziert, weitere 53 Infektionen sind auf die südafrikanische Variante zurückzuführen (Stand 28. März).

Video: Ostern 2021: Diese Corona-Regeln gelten über die Feiertage

Inwiefern die Einhaltung der Kontaktbeschränkung in den eigenen Wohnungen und Häusern in den kommenden Tagen kontrolliert wird, dazu hat die Stadt Duisburg bisher keine Angaben gemacht. Generell sind die Menschen dazu angehalten, den Kontakt zu anderen auch über die Feiertage weiter zu reduzieren. Trotz der Notbremse gelten in NRW Corona-Regeln mit einigen Ausnahmen.

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