Essen: Explosion in Wohnung tötet zwei Menschen +++ Ursache des Brandes geklärt

Zwei Tote nach mutmaßlicher Explosion in Wohnung in Essen. Foto: dpa
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Zwei Tote nach mutmaßlicher Explosion in Wohnung in Essen. Foto: dpa

Nach einer mutmaßlichen Explosion in einer Wohnung in Essen sind am Freitag (4. Oktober) zwei Menschen gestorben. Nun kennt man die Ursache. Mehr Infos:

Nach einer mutmaßlichen Explosion in einer Wohnung in Essen sind am Freitag (4. Oktober) zwei Menschen gestorben.

  • Die Wohnung befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofs von Essen.
  • Zeugen hörten offenbar eine Explosion.
  • Die betroffene Wohnung ist unbewohnbar, weitere Bewohner betroffen.

Ursache der Explosion in Essen gefunden

Update, Mittwoch (9. Oktober), 6.23 Uhr: Die Brandsachverständigen und -ermittler der Polizei haben den Brandort in Essen mittlerweile begutachtet und eine Ursache des Brandes festgestellt. Ein 21-jähriger Mann soll in seinem Zimmer Brandbeschleuniger genutzt haben, der entzündet wurde und damit eine Verpuffung ausgelöst hat.

Diese wiederum führt dann zu dem Brand, bei dem sowohl der 21-Jährige als auch eine 20-jährige Nachbarin ums Leben kamen. Eine Obduktion ergab, dass beide durch das Feuer starben und eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden kann.

Bei zwei Unternehmen in den Niederlanden waren Mitte Februar Briefe mit Sprengstoff explodiert.

Essen: Schock bei Explosion in Wohnung - zwei Tote

Update, Samstag (5. Oktober), 15.06 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, ist die Identität der zwei Leichen inzwischen geklärt. Es handelt sich demnach um einen Mann und eine Frau. "Beide Personen waren vermutlich Mieter des Hauses", teilt die Polizei in Essen mit.

Die Staatsanwaltschaft beantragt jetzt die Anordnung der Obduktion der Leichen, um die genaue Todesursache zu klären. "Ein unabhängiger Brandsachverständiger wird in der kommenden Woche hinzugezogen, um gemeinsam mit den Brandermittlern der Polizei die Hintergründe und die Ursache des Brandgeschehens zu untersuchen", teilt die Polizei mit.

Update, Samstag (5. Oktober),12.12 Uhr: Inzwischen hat die Feuerwehr in Essen weitere Details zur Explosion von Freitag bekannt gegeben. Demnach seien durch die Explosion die Scheiben der betroffenen Wohnung nach außen gedrückt worden. Außerdem wurden mehrere Wände und Decken im Gebäude beschädigt.

Ein Bausachverständiger des Technischen Hilfswerks stellte später fest, dass das Gebäude schwere strukturelle Schäden aufweise. "Um das Gebäude zu sichern wurden die gesamte Nacht hindurch Decken im Gebäude abgestützt und die betroffene Außenwand mit einer Art Korsett gesichert", berichtet die Feuerwehr.

Der Gehweg und die Zugänge zum Objekt sind inzwischen abgesperrt. Das Gebäude ist unbewohnbar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brand- und Todesursache aufgenommen.

Erstmeldung, Freitag (4. Oktober), 19.30 Uhr: Einsatzkräfte haben nach einer mutmaßlichen Explosion zwei Tote in einer Wohnung in Essen entdeckt. Drei weitere Menschen seien am frühen Freitagabend unverletzt aus dem Gebäude geholt worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Es seien Fenster zersprungen und Rauch aufgestiegen, gebrannt habe es aber nicht. Das Haus in der Nähe des Hauptbahnhofs, in der Franz-Arens-Straße, Ecke Geisbergstraße im Südostviertel von Essen sei unbewohnbar.

Durch eine manipulierte Gasleitung hätte auch ein Haus in Dortmund explodieren können. Nur durch einen Zufall wurde das Gasleck entdeckt. In Hamm (NRW) ist es Mitte Juli zu einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Ein 26-Jähriger hat angeblich mit gefährlichen Substanzen experimentiert - Polizei und LKA ermitteln. 

Explosion in Essen: Zeugen hören Detonation

"Zeugen hatten gegen 17.15 Uhr eine Detonation gehört", sagte die Sprecherin der Feuerwehr gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Neben zahlreichen Rettungskräften sei auch die Kripo vor Ort und habe die Ermittlungen übernommen. Weitere Angaben zu den Opfern konnte die Sprecherin der Feuerwehr Essen nach der Explosion zunächst nicht machen.

Der Fall erinnert an die Explosion in einem Wohnhaus in Dortmund im Oktober vergangenen Jahres und auch an eine schwere Explosion im Kreis Recklinghausen. Insgesamt sechs Menschen und zwei Katzen wurden damals gerettet. Die Mieterin der Wohnung hatte sich schwer verletzt.

Mitte Januar kam es zu einem Brand in Dortmund im Stadtteil Lütgendortmund. Im Wohnhaus brannte der Dachstuhl. Durch das Feuer ist das Haus einsturzgefährdet

Unterdessen sucht die Polizei in NRW einen Mann, der verdächtigt wird, eine Gasleitung in einem Wohnhaus in Hamm manipuliert zu haben, um möglicherweise eine Explosion herbeizuführen.