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Im Fall des tot aufgefundenen Babys „Mia“ gibt es neue Entwicklungen. Eine Tatverdächtige wurde in ihrer Wohnung in Duisburg festgenommen. Dort fand die Polizei ein weiteres totes Baby.

Mitte November hatten Mitarbeiter einer Altkleidersammlung in Polen eine erschreckende Entdeckung gemacht. In einem Kleidercontainer fanden sie zwischen den Kleidungsstücken ein totes Baby. Das Neugeborene wurde in Duisburg abgelegt.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung konzentrierte sich die Polizei bei ihren Ermittlungen nach der Mutter des Babys auf die Rheinpreußenstraße und Umgebung. Ein Leichenspürhund hatte an einem Altkleidercontainer in genau dieser Straße Alarm geschlagen.

Suche nach Mutter von Baby „Mia“ erfolgreich

Daraufhin hängten Beamte in dieser Gegen am Freitag (30. November) mehrere Plakate auf, mit denen sie die Mutter von „Mia“, wie die Polizei das Baby nennt, finden wollen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit, dass erste Hinweise die Ermittler auf die Spur einer möglichen Tatverdächtigen aus dem Stadtteil Rumeln brachten.

In der Nacht zum Samstag (1. Dezember) durchsuchten die Kripobeamten schließlich die Wohnung der 35-Jährigen. Sie fanden umfangreiches Beweismaterial, wie zum Beispiel blutige Bettlaken. Außerdem fand man eine weitere Babyleiche.

Zweites Baby war in Laken versteckt

Das kleine Mädchen war in Laken und Plastiktüten versteckt. Die Frau gestand die Geburt des Babys. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der zuständige Richter am Samstagnachmittag Haftbefehl wegen Totschlags.

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Die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden dauern an.