Nach Brand in Duisburg: Vermisster Mieter tot im Rhein gefunden

Die Feuerwehr rückte zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus an. Bild: dpa
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Die Feuerwehr rückte zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus an. Bild: dpa

Ein Mieter wurde seit der Evakuierung in Duisburg bei einem Brand vermisst. Der Vermisste wurde später tot im Rhein aufgefunden. Hier die Infos!

Am Dienstagmorgen wurden die Polizei und Feuerwehr Duisburg zu einem Brand im Stadtteil Hochfeld gerufen. Ein Mieter wurde bei der Evakuierung vermisst. Der Vermisste wurde später tot im Rhein aufgefunden.

  • Brand in Dachgeschosswohnung am Dienstag in Duisburg-Hochfeld.
  • Ein Mieter konnte nicht in seiner Wohnung aufgefunden werden.
  • Ein Zeuge fand den Mann tot am Rheinufer auf.

Duisburg: Brand in Dachgeschosswohnung

Bei der Evakuierung des Mehrfamilienhauses am Dienstagmorgen (29. Oktober) gegen 5 Uhr in Duisburg-Hochfeld schlugen den Beamten die Flammen aus der Dachgeschosswohnung entgegen. Die Wohnung war laut Pressemitteilung der Polizei und Feuerwehr sehr vermüllt.

Bei der Begehung des Brandortes konnte der Wohnungsinhaber (60) jedoch nicht gefunden werden. Zu dem Zeitpunkt war nicht klar, ob sich der gemeldete Mieter zu dem Zeitpunkt noch in der Wohnung befand.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Duisburg wurde ein Sachverständiger für Brände angefordert, welcher Anhaltspunkte für Brandbeschleuniger fand. Die Polizei geht daher von einer (vorsätzlichen) schweren Brandstiftung aus und ermittelt.

Brand in Duisburg: Vermisster wurde im Rhein gefunden

Gegen 8 Uhr bekam die Leitstelle der Polizei die Nachricht eines Zeugen, dass sich im Bereich des Rheinufers ein Leichnam unter der Brücke der Solidarität befinde. Ermittler der Kriminalkommission 11 (KK 11) konnten den Toten schließlich aus dem Rhein bergen.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ordnete die Obduktion des Mannes an. Ein Gerichtsmediziner kam hierbei zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem Leichnam um den bis dato vermissten Wohnungsinhaber (60) aus Hochfeld, gegen den die Polizei wegen schwerer Brandstiftung ermittelte, handelte. Nach bisherigen Ergebnissen sprang der Duisburger in Suizidabsicht von der Brücke.

Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden in Messie-Wohnung

Während der Löscharbeiten wurden außerdem auch unmittelbar angrenzende Wohnungen evakuiert. Da sich aufgrund des Mülls in der Dachgeschosswohnung viele Glutnester befanden, dauerten die Löscharbeiten mehrere Stunden an.

Die betroffene Gravelottestraße und die Wanheimer Straße waren während des Einsatzes und der Löscharbeiten nur bedingt befahrbar. Durch den Brand wurde niemand verletzt.

In Köln am Rheinufer wurde eine Leiche mit einem auffälligen Tattoo gefunden. Die Polizei erhofft aufgrund er Auffälligkeit Hilfe bei den Ermittlungen.