Schutz gegen Covid-19

Mundschutz selber nähen: Hilfsaktionen gegen Coronavirus im Ruhrgebiet gestartet

Ein Vorrat an selbst genähten Masken zum Mundschutz gegen das Coronavirus im Ruhrgebiet wird vor allem in der Pflege benötigt.
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Ein Vorrat an selbst genähten Masken zum Mundschutz gegen das Coronavirus im Ruhrgebiet wird vor allem in der Pflege benötigt.

Das Coronavirus zwingt die Menschen im Ruhrgebiet zu speziellen Maßnahmen, um die Ansteckung zu verhindern. Daher werden nun Masken als Mundschutz genäht.

  • Durch die Ausbreitung des Coronavirus im Ruhrgebiet wird an vielen Stellen die Menge an Mundschutz knapp.
  • Vor allem im medizinischen Bereich fehlen Mundschutz-Masken.
  • Daher gibt es nun erste Hilfsaktionen, um Nachschub an Pflegedienste und Krankenhäuser zu liefern.

Dortmund - Wer in Zeiten des Coronavirus im Ruhrgebiet und dem Rest von NRW vor die Tür geht, muss sich entsprechend schützen. Damit vor allem Personen, die aktuell Kranke betreuen, mit einem Mundschutz versorgt sind, gibt es nun Hilfsaktionen.

Mundschutz gegen Coronavirus: Theater in Hagen näht für Krankenhaus im Ruhrgebiet

So nähen Mitarbeiter vom Theater in Hagen bereits fleißig einen Mundschutz nach dem anderen und kommen kaum mit den Anfragen hinterher.

Der Bedarf an Mundschutz soll vor allem bei Pflegestellen hoch sein, wie auch der WDR Dortmund berichtet. Auch wenn das Team des Theaters etwa 1.000 Masken pro Woche schafft, sei dies nicht genug.

Weil Mundschutz-Masken gegen das Coronavirus aktuell knapp sind, nähen Freiwillige aus dem Ruhrgebiet den Mundschutz selber.

Denn dies sei gerade mal die benötigte Menge eines Tages im Marienhospital in Schwerte, so der WDR. Und das, obwohl die OP-Masken als Mundschutz im Gegensatz zu den FFP-Atemschutzmasken nicht einmal die größte Abwehr gegen die Viren bieten.

Coronavirus: Pflegedienste im Ruhrgebiet mit Hilferuf für selbst genähten Mundschutz

Auch Pflegedienste benötigen dringend neue Bestände an Mundschutz. Daher bittet laut der Ruhr Nachrichten ein Unternehmen aus Schwerte, das auch Personen in Dortmund betreut, um Spenden. Hier sollen aktuell verschiedene Arten von Hygienemitteln knapp sein.

Über Facebook fragt Sabrina Oßke aus Dortmund, die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes ist, nach Hilfe und schildert auf Facebook, wie drastisch die Situation ist. "Wie ihr alle momentan mitbekommt, sind Mundschutz und Desinfektionsmittel aktuell Mangelware. [...] Meine Arbeitskollegen und ich arbeiten für euch in jeder schwierigen Lage." 

Daher hofft sie, dass es noch mehr Freiwillige gibt, die sich zum Anfertigen des Schutzes bereit erklären. "Wir können jede Hilfe gebrauchen und würden uns sehr freuen."

Mundschutz selber näher: Facebook-Gruppen bieten Hilfe an

Um während des Coronavirus, das sich in NRW weiterhin ausbreitet, digital zu helfen, haben sich bereits einige Facebook-Gruppen gegründet, um ehrenamtlich ihre Hilfe anzubieten. Dazu gehören die Facebook-Gruppen "Behelfsmasken nähen ehrenamtlich!!" und "Mundbedeckung Ehrenamtlich KEIN VERKAUF" mit jeweils mehreren tausend Mitgliedern.

Nicht nur auf Facebook, sondern auch von der Stadt Essen gibt es Anleitungen zum Nähen des Mundschutzes

So fertigen Mitarbeiter der Uniklinik Essen nach Angaben des WDR die Masken bereits eigenständig an, damit der Vorrat nicht ausgeht. 

Brillenträger, die endlich eine Maske ergattert haben, müssen sich dann mit einem neuen Problem herumschlagen: Mit Mundschutz beschlägt die Brille und die Sicht ist eingeschränkt. Aber dagegen gibt es einige Tipps.

Wegen Coronavirus im Ruhrgebiet: Ehrenamtliche Helfer hoffen auf Mundschutz-Spenden

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Duisburg ist laut dem WDR auf Spenden von Masken und Mundschutz angewiesen. Dort wird das momentan stark gefragte Produkt nicht nur an die Mitarbeiter, sondern vor allem an die ehrenamtlichen Helfer des Vereins verteilt.

Für sie soll der Mundschutz besonders dazu dienen, fremden Speichel mit Viren von Personal und Patienten fernzuhalten.