Bild: Patrick Pleul dpa

In Mülheim soll ein Unbekannter Anfang Mai versucht haben, zwei Schüler (9 und 10) an einer Schule mit Bonbons in sein Auto zu locken. Inzwischen steht fest: Die Geschichte scheint erfunden zu sein.

Update, Montag (13. Mai), 15.17 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, hätten die „Opfer“ der Geschichte, zwei Schulkinder aus Mülheim, noch am selben Tag gegenüber der Polizei zugegeben, dass es sich bei ihrer Geschichte um ein Märchen gehandelt habe.
Wahrscheinlich, weil sie von dem unbekannten Mann dabei erwischt wurden, wie sie auf den Gehweg urinierten.

Der 47-Jährige war demnach mit seinem fünfjährigen Sohn unterwegs, als er die beiden Jungen im Hinterhof der Bäckerei sah. Er habe die Jungen angesprochen, um zu fragen, was sie dort machten. Daraufhin seien die Jungen davongerannt. Ihren Eltern haben sie nachher die abweichende Geschichte erzählt.

Erstmeldung, Freitag (10. Mai): Die Schüler war am 2. Mai (Donnerstag) gegen 16 Uhr in Mülheim-Saarn auf dem Heimweg. Nahe des Elsenborner Wegs wurden sie nach Angaben der Polizei Essen von einem fremden Mann aus einem blauen Auto heraus angesprochen. Er bot den Jungen Bonbons an.

„Der Neunährige verhielt sich vollkommen richtig und ging nicht auf das Angebot ein, sondern lief nach Hause und erzählte seiner Mutter von dem Vorfall“, berichten die Beamten.

Mülheim: Polizei sucht Täter mit blauem Auto

Die Leiterin der unweit gelegenen Grundschule am Oemberg zeigte die versuchte Kindesentführung jedoch erst am 7. Mai an. Auch die anderen Eltern seien darüber informiert worden.

Diese Informationen haben die Beamten zu dem Gesuchten: Er soll

  • zwischen 30 und 40 Jahren alt und
  • in einem blauen Auto unterwegs

gewesen sein.

Wer zur Tatzeit einen Verdächtigen in einem blauen Auto nahe der Schule gesehen hat, soll sich unter 0201/829 0 an die Polizei Essen wenden.

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Rund um die Schule werde nun vermehrt Streife gefahren. Die Opferschutzbeauftragte stehe in Kontakt mit der Schulleitung.