Großeinsatz in Mülheim a.d. Ruhr

Nach tödlichen Schüssen im Ruhrgebiet: Polizei enthüllt düstere Details zum Täter

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In Mülheim gab es einen großen Polizeieinsatz. Es fielen Schüsse.

In Mülheim im Ruhrgebiet gab es am Mittwoch einen großen Polizeieinsatz. In einem Wohnhaus waren mehrere Schüsse gefallen. Ein Mann war bewaffnet.

Update, Donnerstag (7. Januar), 17.00 Uhr: Mülheim an der Ruhr - Nach dem polizeilichen Großeinsatz am Mittwoch (6. Januar) in Mülheim an der Ruhr, bei dem ein Mann durch Schüsse der Polizei verstarb, kommen nach und nach mehr Details über den Hintergrund des Vorfalls ans Licht.

Wie die Polizei nun bekannt gab, soll dem Einsatz ein Streit zwischen der im selben Haus in einer getrennten Wohnung lebenden Ex-Freundin (55 Jahre) und dem 65-Jährigen vorausgegangen sein. Als der Streit zu eskalieren drohte, soll sich die Frau in ihre Wohnung zurückgezogen haben. Daraufhin habe der Mann mehrfach auf die geschlossene Wohnungstür der Ex-Freundin geschossen. Aufgrund dieser Schüsse hatten Nachbarn die Polizei in Essen alarmiert.

Außerdem gab die Polizei bekannt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Verstorbene sich zu nationalsozialistischem Gedankengut hingezogen fühlte. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern aktuell weiterhin noch an.

Update, Mittwoch (6. Januar), 20.41 Uhr: In einer aktuellen Pressemitteilung beschreibt die Polizei, was in dem Wohnhaus in Mülheim-Dümpten am Mittwochnachmittag genau passiert ist.

StadtMülheim an der Ruhr
Fläche91,26 km²
Einwohner172.857 (2020)

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Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der 65-Jährige bereits vor Eintreffen der Polizei im Hausflur des Mehrfamilienhauses in der Aktienstraße geschossen haben. Als die Beamten am Tatort eintrafen, habe der Tatverdächtige unmittelbar auf die Beamten geschossen, die daraufhin die Schüsse erwiderten. Der Mann wurde dadurch getötet.

Die Sprengstoffexperten vom LKA können eine Gefährdung durch Sprengstoff mittlerweile ausschließen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen am Tatort aufgenommen, heißt es weiter. Bei einem Schusswaffengebrauch der Polizei wird routinemäßig ein Verfahren gegen den Beamten eingeleitet. Dieses Verfahren werde aus Gründen der Neutralität nun von der Staatsanwaltschaft Duisburg und der Polizei Bochum geführt. Die Ermittlungen dauern an.

Erstmeldung, Mittwoch (6. Januar), 19.40 Uhr: Bei der Polizei in Essen ging am Mittwoch (6. Januar) ein Notruf ein. Aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Mülheim a.d. Ruhr im Ruhrgebiet waren offenbar Schüsse zu hören.

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Wie die Essener Polizei mitteilt, seien im Mülheimer Stadtteil Dümpten am Nachmittag gegen 16.15 Uhr „laute Knallgeräusche“ aus einer Erdgeschosswohnung in dem Wohnhaus zu hören gewesen. Die Polizei erreichte den Einsatzort an der Aktienstraße daraufhin mit mehreren Streifenwagen.

An dem Mehrfamilienhaus angekommen, stelle sich heraus, „dass der dortige allein lebende Mann sich mit einer Langwaffe im Hausflur“ befand, heißt es von Seiten der Polizei Essen weiter.

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Und damit nicht genug: Kurz nachdem die ersten Beamten am Einsatzort in Mülheim-Dümpten eingetroffen waren, sahen sich diese offenbar gezwungen, von ihren Schusswaffen Gebrauch zu machen. Der 65-jährige Tatverdächtige wurde dadurch tödlich verletzt. Wie die Polizei mitteilt, sei der Mann noch vor Ort an seinen schweren Schlussverletzungen gestorben.

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Die Polizei sah eine mögliche Gefährdung durch Sprengstoff im Wohnhaus, weshalb zusätzlich Spezialeinheiten, unter anderem Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts (LKA), hinzugezogen wurden.

Ein Toter nach Schießerei in Mülheim - Einsatz der Polizei dauert weiter an

Der Großeinsatz der Polizei dauert weiterhin an. Die Aktienstraße ist im Bereich zwischen der Sandstraße und der Engelbertusstraße weiträumig gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, das Gebiet zu umfahren.