Polizei Dortmund ermittelt

Nach Bombendrohung: Mehrere Moscheen evakuiert - neue Drohung aufgetaucht - Durchsuchungen ergebnislos

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Drei Moscheen im Ruhrgebiet haben heute eine Droh-Mail bekommen.

Moscheen in Essen, Unna, Hagen und Bielefeld wurden per Mail bedroht. Unbekannte kündigten an, Sprengmittel in den Gebäuden einzusetzen. Die Polizei leitete Evakuierungen und Straßensperrungen ein.

  • Einige Moscheen im Ruhrgebiet und in Bielefeld erhielten am Mittwoch (12. Februar) eine Droh-Mail.
  • Unbekannte kündigten den Einsatz von Sprengmitteln an.
  • Die Durchsuchungen sind bereits abgeschlossen, die Ermittlungen der Polizei dauern aber weiterhin an.

Update, Donnerstag (13. Februar), 6.24 Uhr: Ebenso wie die Moscheen in Unna, Hagen und Essen, hat am Mittwoch (12. Februar) auch eine Moschee in Bielefeld eine Drohung erhalten. Auch in der E-Mail werde vor einer Sprengstoffexplosion in den Räumlichkeiten gewarnt. 

Moschee in Bielefeld erhält Drohung - Spürhunde durchsuchen 

Gegen 21 Uhr hatte die Moschee die Mail erhalten, woraufhin Verantwortliche sofort die Polizei informierten. Auch dieses Gebäude wurde evakuiert. Durchsuchungen mit Spürhunden der Polizei brachten jedoch keine Ergebnisse, es wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden.

Niemand kam zu Schaden. Der Staatsschutz der Polizei Bielefeld hat die Ermittlungen aufgenommen. Inwieweit ein Zusammenhang zu den Mail und Drohungen an die anderen Moscheen besteht, kann noch nicht gesagt werden. 

Moschee in Essen bedroht - Durchsuchungen abgeschlossen

Update, Mittwoch (12. Februar), 21.20 Uhr: Nach Angaben der Polizei sind die Durchsuchungen in der Moschee in der Westfalenstraße in Essen abgeschlossen. Hier stellte sich die Drohung als eine leere Warnung heraus. Es konnte kein Sprengsatz gefunden werden. Die Straßensperrungen werden nun nach und nach aufgehoben. 

Auch in den Moscheen in Unna und Hagen konnte keine verdächtigen Gegenstände gefunden werden. Die Durchsuchungen dauerten insgesamt mehrere Stunden an. Es kamen auch Sprengstoffspürhunde zum Einsatz. Die Ermittlungen, wer hinter der Droh-Mail stecken könnte, dauern allerdings noch an.  

Moscheen im Ruhrgebiet bedroht - Polizei ermittelt

Erstmeldung, Mittwoch (12. Februar), 18.50 Uhr: Gegen 15 Uhr ging bei der Polizei in Essen, Hagen und Unna die Meldung ein, dass die jeweils örtliche Moschee eine E-Mail bekommen habe, in der eine Drohung ausgesprochen wurde.

Alle drei Moscheen hatten nach ersten Polizeiangaben eine E-Mail bekommen. Der Inhalt immer ähnlich. In allen drei Fällen wurde mit dem Einsatz von Sprengmitteln innerhalb des Gebäudes gedroht.

Betroffen von der Bedrohung sind folgende Moscheen im Ruhrgebiet:

  • Moschee in der Höingstraße in Unna
  • In Hagen "Im Mühlenwert"
  • Gebäude an der Westfalenstraße in Essen

Polizei leitet Evakuierungen der Moscheen in Essen, Unna und Hagen ein

Umgehend nach der Meldung leiteten die örtlichen Polizeibehörden die Evakuierung der genannten Moscheen ein. Niemand kam zu Schaden. Außerdem wurden auch die Straßen im Umfeld der Moscheen im Ruhrgebiet abgesperrt, um auch eine mögliche Gefahr für die Bürger zu verhindern. 

Derzeit können noch keine Angaben dazu gemacht werden, wer hinter den E-Mails stecken könnte. Die Polizei Dortmund hat dazu die Ermittlungen aufgenommen und führt diese in enger Abstimmung mit der Polizei in Essen, Hagen und Unna durch. Die Ermittlungen dauern noch an. 

Nicht die erste Drohung gegen eine Moschee im Ruhrgebiet

Das ist nicht die erste Drohung, die gegen eine Moschee im Ruhrgebiet ausgesprochen wurde. Letztes Jahr ist bei der Merkez-Moschee in Duisburg eine Bombendrohung eingegangen. Ebenfalls per E-Mail. Die Polizei konnte hier nach wenigen Stunden allerdings die Entwarnung geben: Es befand sich keine Bombe in dem Gebäude. 

In Dortmund hingegen kam es am 21. Oktober 2019 tatsächlich zu einem Anschlag. Unbekannte hatten einen Brandsatz auf eine Moschee im Stadtteil Eving geworfen. Ein größerer Brand konnte allerdings auch hier verhindert werden. Die Polizei in Dortmund ermittelte im Anschluss in verschiedene Richtungen.