Bild: Stadt Bochum

Seit Jahren gibt es in Bochum die Idee einer Markthalle in der Innenstadt – seit Sommer 2018 wird aus dem Wunsch Realität. Bis 2023 bekommt Bochum die erste innerstädtische Markthalle des Ruhrgebiets. Das sind die konkreten Pläne.

Eine zentrale Markthalle, wie sie künftig in Bochum entstehen soll, gibt es im Ruhrgebiet in der Form noch nicht. Aus Weltstädten wie Barcelona, Florenz oder Kopenhagen kennt man sie aber schon. An der Markthalle in Dänemarks Hauptstadt will man sich beim Bau auch in Bochum orientieren.

Für den Ankauf der Immobilie, in der die Markthalle gebaut werden soll, hat der Rat der Stadt Bochum bereits im April 2018 gestimmt. Es handelt sich um den sogenannten Telekom-Block, gegenüber des Rathauses.

Markthalle soll täglich geöffnet

Vorgesehen ist, dass die Markthalle täglich geöffnet sein soll. Im Angebot soll es laut Stadt „frische Premiumprodukte“ und ein kleines, begleitendes gastronomisches Angebot geben. Die Bochumer Markthalle soll circa 1.500 Quadratmeter umfassen und mit einem großen Vollsortimenter vergleichbar sein.

Mit einer kleinen Rewe-Filiale hat Bochum bislang inherhalb des Rings nur einen Vollsortimenter. Erst außerhalb des Rings kommen weitere Supermärkte wie Lidl, Edeka und Co. dazu.

Bochumer haben genaue Vorstellung

Vom Angebot in der Markthalle haben die Bochumer Verantwortlichen bereits eine genaue Vorstellung: „Es muss frisch sein, die Halle muss ganz klar handels- und nicht gastronomieorientiert sein“, sagt Bochums Baudezernent Markus Bradtke. Der Betreiber müsse kaufmännisches Geschick haben.

Die Bochumer Stadtgestalter, parteilose Bürger, die für die Kommunalwahl 2014 eine Wählergruppe gebildet haben und 2015 bereits vorgeschlagen hatten, eine Markthalle in Bochum zu bauen, haben auch schon erste Pläne erarbeitet, wie der Bau künftig aussehen könnte.

So soll die Markthalle nach den Vorstellungen der Stadtgestalter bei Beibehaltung der historischen Fassade besonders zum Rathausplatz von außen sichtbar sein. Außerdem soll es laut den Plänen der Wählergruppe im Innenhof des Gebäudekomplexes Plätze zum Verweilen geben. So sieht das in einer Grafik aus:

So sollte der Telekomblock mit Markhallte künftig laut den Vorstellungen der Stadtgestalter aussehen, Grafik: Stadtgestalter
So könnte der Telekomblock mit Markhallte künftig laut den Vorstellungen der Stadtgestalter aussehen, Grafik: Stadtgestalter

Bis die Markthalle des Ruhrgebiets steht, können aber noch einige Jahre vergehen. Erst vor ein paar Monaten unterschrieb die Stadt den Kaufvertrag für das Gebäude. Weitere Meilensteine seien ein Architektenwettbewerb für die Gestaltung, die Bauplanung, das Einwerben von Fördermitteln und letztlich der Umbau des bestehenden Gebäudes.

Aktuelle Top-Themen:

„2023  könnte die Markthalle im Bau oder vielleicht schon auf ihrer Zielgerade sein“, überschlägt Dr. Markus Bradtke den denkbaren Umsetzungszeitraum.

Die Kosten kann die Stadt bislang nicht endgültig beziffern. Es sollen aber laut Stadt „erhebliche Fördermittel von Land und Bund für die Entwicklung des Areals“ fließen.

Info

Nicht nur eine Markthalle soll in das Innenstadtgebäude ziehen, sondern auch die
Stadtbücherei und Volkshochschule. Aktuell sitzen die Einrichtungen in Gebäuden ein paar Hundert Meter entfernt. Die Stadt Bochum hat dem Gebäude mit den drei Einrichtungen den Titel „Haus des Wissens“ gegeben.