Tödlicher Vorfall im Ruhrgebiet

Dortmunder (32) stirbt nach riskanter Aktion am Bahnhof Lünen

Am Bahnhof in Lünen ist ein Mann aus Dortmund tödlich verunglückt.
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Am Bahnhof in Lünen ist ein Mann aus Dortmund tödlich verunglückt.

Am Wochenende ist es in Lünen/NRW zum tragischen Tod eines 32-jährigen Mannes aus Dortmund gekommen. Die Polizei sendet nun einen Appell.

Lünen/Dortmund – Berichte von auf Zügen aufspringenden Menschen sind bei der Bundespolizei in NRW längst keine Seltenheit mehr. Während viele solcher Aktionen trotz Lebensgefahr gut enden, ist es am Wochenende im Ruhrgebiet zu einem Drama gekommen.

BehördeBundespolizei
Gründung1. Juli 2005
HauptsitzPotsdam

Mann aus Dortmund nach riskanter Aktion in Lünen/NRW tot

Ein Mann aus Dortmund ist bei einer solchen Aktion ums Leben gekommen. Er war am Samstag (31. Oktober) am Bahnhof in Lünen gegen 11 Uhr auf einen anfahrenden Zug gesprungen, wie die Bundespolizei berichtet. Zeugen hatten den Einsatzkräften davon berichtet.

Kurz darauf dann die Horror-Nachricht. Die Person, die auf den Zug gesprungen war, soll verunglückt sein. Rettungskräfte bestätigten die Meldungen, fanden den 32-jährigen Dortmunder circa 200 Meter vor dem Lüner Bahnhof. Ein Notarzt konnte bei dem Mann nur noch den Tod feststellen.

Polizei Dortmund: Mann sprang in Lünen auf Zug der Linie RB51

Wie Ermittlungen der Polizei Dortmund und der Bundespolizei ergaben, soll der Mann auf die anfahrende Regionalbahn (RB) 51 (Enschede – Dortmund), auf die Puffer zwischen zwei Waggons gesprungen sein. „Von dieser rutschte er nach wenigen Hundert Metern ab, stürzte in die Gleisanlagen und verunfallte tödlich“, so die Bundespolizei.

Video: Ist das James Bond? Mann wird im Bond-Style auf Zug erwischt

Die Polizei zeigt sich bestürzt und warnt: „Solche Aktionen bzw. das sogenannte S-Bahn-Surfen sind leichtsinnige Aktionen und IMMER lebensgefährlich!“ Tödliche Gefahren würden dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich ausgehen, sondern auch von Betriebsanlagen, wie zum Beispiel stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur. Immer wieder warnt die Polizei vor leichtsinnigen Aktion an S-Bahnhöfen, wie im Dezember 2019 an der S1-Strecke in Essen.

Ähnliche Aktion in NRW ging nach Vollbremsung in Köln gerade noch gut

Erst am vergangenen Freitag (30. November) hatte die Polizei in Nordrhein-Westfalen eine solche Leichtsinnsaktion an einer außenliegenden Kupplung des RE9 in Köln gestoppt. Kurz vor dem Bahnhof Köln-Ehrenfeld leitete der Lokführer eine Gefahrenbremsung ein.

Die Einsatzkräfte der Polizei belehrten den Mann (55) über die lebensgefährliche Leichtsinnigkeit seines Handelns und fertigten eine Strafanzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr an. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit dem Amtsgericht Köln wurde der Mann nach Zahlung einer Sicherheitsleistung vor Ort entlassen.

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