Früher war nicht alles besser

Gerettete Küken und gutes Wasser: Das sind die schönsten Ruhrgebiet-Geschichten aus dem Jahr 2019

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Auch 2019 gab es nicht nur schlechtes. Wir haben die besten Nachrichten aus der Region zusammengetragen.

Unfälle, Katastrophen, Verbrechen: Die Medien sind voll mit negativen Nachrichten. Viele Menschen denken deshalb, die Welt wird immer schlechter. Doch der Schein trügt. Deshalb ist es zum Jahreswechsel Zeit, Bilanz zu ziehen - und zwar mit den positiven Ereignissen aus dem Ruhrgebiet. 

  • Viele negative Meldungen lassen den Eindruck entstehen, es wird immer schlimmer.
  • Ein Blick auf Zahlen und Statistiken zeigt jedoch das Gegenteil.
  • Auch im Ruhrgebiet gab es 2019 viele gute Nachrichten.

Dortmund - Zuerst die schlechte Nachricht, denn die lässt sich manchmal leider nicht vermeiden. Zugegeben, die Zahl der illegalen Autorennen nimmt zu, die Klimakrise scheint wieder ein Stück näher gerückt zu sein und der ein oder andere Lebensmittelskandal hat manch einem den Appetit verdorben. Doch zum Jahresende lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen und dabei stellt man fest, es gibt auch eine ganze Reihe guter Nachrichten. Auch im Ruhrgebiet gab es einiges, das unsere Herzen höher schlagen ließ.

Gute Nachrichten zum Ende des Jahres aus Dortmund und dem Ruhrgebiet 

Nun zu der guten Nachricht oder nein, zu den guten Nachrichten. Denn im Ruhrgebiet gibt es einige erfreuliche Entwicklungen. Unter anderem hat sich die Gesamtlänge der überregionalen Radwege im Ruhrgebiet in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Tendenz steigend. Und nicht nur das Fahrradfahren wird besser, auch das Autofahren. Denn laut dem Statistischen Bundesamt hat die Zahl der Verkehrstoten in NRW auch in diesem Jahr wieder deutlich abgenommen. Bereits im ersten Halbjahr 2019 gab es 33 weniger Unfalltote.

Und nicht nur auf den Straßen wird es sicherer, auch zu Hause - die Zahl der Diebstähle und Einbrüche ist im Ruhrgebiet auch in diesem Jahr deutlich gesunken. Zwar darf man neue Formen der Kriminalität wie zum Beispiel den Cyber-Betrug nicht außer Acht lassen, aber es spricht vieles dafür, dass es im Ruhrgebiet sicherer geworden ist. 

Gute Nachrichten: Kriminalität in Dortmund nimmt ab

Vor allem die Polizei Dortmund hat allen Grund sich zu freuen. Ihre Bemühungen haben sich in diesem Jahr besonders ausgezahlt und die Bilanz zeigt: Die Gesamtzahl der Straftaten in Dortmund ist im Vergleich zum vergangenen Jahr um weitere sechs Prozent gesunken. Und auch die Wohnungseinbrüche gingen in Dortmund konstant zurück. Im Vergleich zu 2015 hat sich die Zahl um ganze 65 Prozent verringert. Ähnlich gute Zahlen hat der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange auch im Bereich der Straßen- und Gewaltkriminalität vorzuweisen. In beiden Fällen sind die Zahlen mit mehr als 20 Prozent rückläufig. Es wird also nicht alles schlimmer, auch wenn die Nachrichten manchmal diesen Eindruck vermitteln.

Doch nicht nur die Zahl der Einbrüche, Überfalle und sonstigen Straftaten ging zurück. Auch die Arbeitslosenquote liegt 2019 auf dem Tiefstand, wie der Regionalverband Ruhr mitteilte. 2019 sank die Zahl der Arbeitslosen im Lauf des Jahres von anfänglich rund 245000 auf 225000 am Jahresende. 

Tierisch gute Neuigkeiten aus dem Ruhrgebiet

Und auch aus der Tierwelt gibt es einiges Gutes zu berichten: Im Zoo Dortmund hat so manches süße Ding das Licht der Welt erblickt und so den Fortbestand seiner Art gesichert. Der Zoo in Gelsenkirchen hat hingegen ganz andere Maßnahmen ergriffen, um seinen Tieren Gutes zu tun. Pünktlich zum 1. Januar 2020 gilt im Zoo absolutes Rauchverbot. 

Und wenn wir schon beim Tierschutz sind: Die Polizei sorgt nicht nur für mehr Sicherheit auf den Straßen, sie rettete in diesem Jahr auch das ein oder andere Tierleben. Zum Beispiel holten sie in Duisburg einen Hund aus dem Auto und retteten ihn bei den absoluten Rekordtemperaturen in diesem Sommer vor dem Hitzetod. An anderer Stelle brachte die Polizei sechs Küken vor einfahrenden Zügen in Dortmund in Sicherheit.

Außerdem ließ uns ein Ereignis in Dortmund in diesem Jahr besonders aufatmen. Das Unwetter "Mortimer" hatte mit starken Regenfällen eine Weide mit 350 Schafen unter Wasser gesetzt - und einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Die waren mehrere Stunden im Einsatz und konnten 330 der Tiere retten. 

Gute Nachrichten gibt es viele

Die Liste der guten Taten und Ereignisse in Dortmund und dem Ruhrgebiet ließe sich noch eine ganz Weile fortführen. Zum Beispiel hat Stiftung Warentest das Trinkwasser in Dortmund untersucht und kam zu folgendem Ergebnis: Die Qualität ist hoch. 

Und neben zahlreichen Neueröffnungen auf dem Westenhellweg in Dortmund, gibt es auch für die Bochumer Innenstadt gute Nachrichten: Bochum bekommt eine Markthalle - und somit die erste im Ruhrgebiet. 

Gute Nachrichten aus aller Welt

Und wer jetzt immer noch glaubt, früher war alles besser, der sollte noch einen Blick außerhalb des Ruhrgebiets wagen. Denn weltweit gab es erstaunlich viele gute Nachrichten und es ist gar nicht immer alles so schlimm, wie es scheint. RUHR24 hat ein paar für euch zusammengestellt:

  • Trotz aller Warnungen vor einer Klimakatastrophe, hat sich das Ozonloch über der Antarktis in diesem Jahr schneller als erwartet geschlossen. Das ist doch mal ein gutes Omen aus dem Bereich des Klimaschutzes. 
  • Der Bestand der Buckelwale hat sich erholt - mit rund 25.000 Tieren ist die Zahl erstmals wieder so hoch, wie vor Beginn des industriellen Walfangs.
  • Wenn wir schon bei den tierisch guten Nachrichten sind: In Berlin wurden zwei Panda-Babys geboren - die ersten in einem deutschen Zoo. Und die sind wirklich zuckersüß.
  • Eine Nachricht aus dem Tierreich haben wir noch: Der Zirkus Roncalli verzichtet in Zukunft auf den Einsatz von Tieren. Damit die Zuschauer aber dennoch auf ihre Kosten kommen, setzt der Zirkus jetzt 3D-Hologramme ein.
  • Die Bundesregierung hat die Luxus-Steuer auf Menstruationsartikel für Frauen abgeschafft. Tampons und Binden werden zukünftig nur noch mit 7 statt mit 19 Prozent versteuert. 
  • Auch wenn das vielleicht nicht jeder gut findet, aber für die Umwelt sind es gute Nachrichten: Die Bundesregierung hat die Plastiktüte im Supermarkt verboten. 

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