Kein Ikea für Herne! Die nächste Absage für das Ruhrgebiet

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Eigentlich wollte Ikea eine Offensive im Ruhrgebiet starten. Das scheint wohl erst einmal auf Eis zu liegen. Foto: Tobias Hase

Doch keine Ikea-Offensive im Ruhrgebiet? Der Neubau in Essen zieht sich weiter hin und für Herne gibt es gar keinen neuen Ikea-Store. Das berichtet die waz.

Doch keine Ikea-Offensive im Ruhrgebiet? Einiges spricht dafür. Der Neubau in Essen zieht sich weiter hin und für Herne wird es gar keinen neuen Ikea-Store geben.

  • Ikea hatte 2013 eine Offensive für das Ruhrgebiet angekündigt.
  • Die Grundstückssuche in Herne ist jetzt aber wohl eingestellt und auch in Essen zieht sich die Planungsphase hin.
  • Die geplante Offensive erfolgt erst einmal nur in Berlin.

Herne weiterhin ohne Ikea - doch keine Ruhrgebiets-Offensive?

Angefangen hat alles 2013. Damals hatte der Möbelgigant die Städte Bottrop, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen und Herne im Visier. Heute ist von der ursprünglichen Planung nicht mehr viel übrig.

Vor circa einem Jahr verabschiedete sich Ikea bereits von den Standorte Bottrop und Castrop-Rauxel. Wie die WAZ berichtet, verzögert sich wohl auch der geplante Neubau in Essen.

Ein bis zwei Jahren werde es dauern, bis es eine Entscheidung oder zumindest eine Antwort zum Standort Essen geben würde, zitiert die Zeitung eine Sprecherin des Möbelgeschäfts.

Ikea verabschiedet sich von der Idee Herne

Jetzt die nächste schlechte Nachricht für Ikea-Liebhaber. Der schwedische Möbelhersteller kommt wohl auch nicht nach Herne. Die Grundstückssuche sei eingestellt, berichtet die WAZ.

+++Ikea nimmt eure gebrauchten Möbel zurück und verkauft sie weiter – das müsst ihr beachten+++

2015 hieß es in Bezug auf die Offensive im Ruhrgebiet laut Ikea noch: "Damit möchten wir in den nächsten Jahren insgesamt mindestens 250 Millionen Euro im Ruhrgebietinvestieren und rund 500 neue Arbeitsplätze schaffen." Daraus wird dann wohl nichts.

Mehr Leerstände und Rückzug aus den Städten

Warum Ikea nun doch kein so großes Interesse am Ruhrgebiet haben könnte, hat Handelsexperte Gerrit Heinemann in einem Interview erklärt.

"Je mehr die Händler übers Internet verkaufen, desto weniger Verkaufsfläche brauchen sie. Der Möbelmarkt hat den Dammbruch bereits hinter sich, auch Ikea wächst inzwischen vor allem online," erklärte er gegenüber der WAZ.

Städte müssen auf Trend reagieren

Diese Entwicklung führe dann wiederum zu Leerständen in den Innenstädten. Jetzt müssten die Städte reagieren, so Heinemann.

"Die Städte sollten sich für den Handel auf ihre besten Lagen fokussieren und in den anderen einen Rückbau ermöglichen. [...] Lieber eine schöne Schlafstadt als eine hässliche Einkaufsstadt."

Im April bekam das schwedische Möbelgeschäft Ikea schon einmal deutlich Druck vom Konkurrenten XXXLutz. Das konkurrierende Möbelgeschäft machte Ikea deutlich, dass man die Nummer eins im Möbel-Business in Deutschland werden wolle.