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Weil die Feuerwehr in Herne am Telefon eine Notfall-Situation falsch eingeschätzt hat, muss sie jetzt 50.000 Euro Schmerzensgeld an einen Schlaganfall-Patienten zahlen.

  • Mann klagte über ein Kribbeln im Arm und komisches Gefühl im Mund.
  • Beschwerden stellten sich später als Schlaganfall heraus.
  • Stadt Herne muss Schadensersatz zahlen.

Der Mann, ein 40-Jähriger aus Herne, hatte 2016 den Notruf angerufen und über verschiedene Symptome geklagt. So verspürte er Kribbeln im Arm und ein komisches Gefühl im Mund.

Symptome für Schlaganfall nicht richtig eingeschätzt

Wie der WDR berichtet, stellten sich diese Symptome später als Vorläufer eines Schlaganfalls heraus.

In der Notrufzentrale allerdings hatten Mitarbeiter die Situation offenbar falsch eingeschätzt, verwiesen den Mann auf den ärztlichen Notdienst, statt einen Rettungswagen zu schicken.

Mann aus Herne zu spät in Klinik gekommen

Erst eine Stunde später war ein solcher dann doch noch zum 40-jährigen Mann gefahren, der einen Schlaganfall erlitten hatte. Der Mann sei dadurch zu spät in die Klinik gekommen. Dadurch, so die Anwältin des Klägers gegenüber dem WDR, seien bleibende Schäden entstanden.

Jetzt hat der Patient vor Gericht Recht bekommen und soll von der Stadt Herne 50.000 Euro Schmerzensgeld erhalten.

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In einem vergleichbaren Fall fordert ein Schüler sogar 500.000 Euro Schmerzensgeld, weil ein Lehrer und andere Helfer nach einem Zusammenbruch beim Sportunterricht keine Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, dafür aber den Notruf gewählt hatten. Der Schüler ist heute schwerbehindert.