Wegen Schüssen aus einer Hochzeitsgesellschaft heraus wurde die Polizei am Samstag in die Innenstadt von Herne alarmiert.

  • Ein Zeuge hatte in Herne-Mitte Schüsse von einer Pistole gehört.
  • Teilnehmer der Hochzeitsgesellschaft leugneten zunächst den Vorfall.

Ein Zeuge hatte der Polizei gemeldet, dass er aus Richtung der Hochzeitsgesellschaft Schüsse vernommen hätte. Die etwa 50-köpfige Gesellschaft hatte sich im Bereich der Kreuzkirche in der Herner Innenstadt aufgehalten.

Polizei rückt häufig zu Hochzeiten aus

Zuletzt kam es in NRW immer wieder zu Einsätzen der Polizei bei Hochzeiten. In zwei Monaten mussten die Ordnungshüter in NRW rund 130 Mal ausrücken. Dabei spielten entweder Blockaden auf Autobahnen eine Rolle – oder eben Schüsse.

Als die Polizei Herne am Einsatzort eingetroffen war, hätten die Teilnehmer der Hochzeit neben ihren Fahrzeugen gestanden. Auf Anfrage der Polizei gaben die Beschuldigten an, nicht mit einer Pistole Schüsse abgegeben zu haben. Sie erklärten stattdessen, laute Musik könnte für eine Verwechslung gesorgt haben.

19-Jähriger rückte nach Schüssen Waffe an Polizei Herne heraus

Weil die Polizei das nicht glauben konnte, kündigte sie eine zeitaufwändige Durchsuchung der Autos an. Erst da zeigte sich ein 19-Jährige einsichtig und gab sich als Beschuldigter zu erkennen. Er übergab den Beamten eine Schreckschusspistole sowie eine Schachtel mit Platzpatronen.

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Nach der Sicherstellung der Schusswaffe sowie der Anzeigenaufnahme durfte die Hochzeitsgesellschaft die Feier in Herne fortsetzen.

Immer wieder kommt es auf Hochzeiten im Ruhrgebiet traditionsbedingt zu Freuden-Schüssen – die aber nicht erlaubt sind. Wie auch in Bochum kürzlich, können sie dazu führen, dass Anwohner verschreckt werden. In Oberhausen wurde wegen Schüssen auf einer Hochzeit sogar ein Großalarm der Polizei ausgelöst.