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Respektlose Jugendliche sorgen am Hauptbahnhof Gelsenkirchen seit Wochen für Angst und Schrecken. Polizei und Stadt verstärken jetzt ihre Kräfte vor Ort.

Eine Reihe von Jugendlichen, die im und um den Hauptbahnhof Gelsenkirchen Passanten und Reisende verbal aggressiv angehen, sorgen aktuell für Diskussionen in der Ruhrgebietsstadt. Auch Mitarbeiter der Bahn wurden bedroht, Feuerlöscher ausgeleert und wie zuletzt am 19. Januar sogar ein Stein auf einen Mitarbeiter des Nahverkehrsbetriebs Bogestra geworfen.

Die Stadt Gelsenkirchen und die Polizei wollen jetzt ihre Kräfte verstärken, um die unhaltbaren Zustände zu verbessern.

Hauptbahnhof Gelsenkirchen bekommt mehr Einsatzkräfte

Wolfgang Wurm, Präsident der für Nordrhein-Westfalen zuständigen Bundespolizeibehörde, sagt: „Wir werden das aggressive Verhalten nicht dulden und unmittelbar gegen die Problemklientel vorgehen.“

Immer wieder kommt es im Hauptbahnhof Gelsenkirchen zu Pöbeleien und verbalen Attacken von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die dort Herumhängen. Die Polizei prüft für die Störer sogenannte Betretungsverbote für den Hauptbahnhof.

Nach dem Steinwurf auf den Bogestra-Mitarbeiter hat die Polizei zudem die Ermittlungskommission „Stein“ ins Leben gerufen. Sie soll mögliche Tatverdächtige identifizieren und konsequent strafrechtlich verfolgen.

Bundespolizei hat Hauptbahnhof seit 2018 stärker im Blick

Schon seit längerem fokussieren sich Polizei und Stadt auf die Zustände im Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Seit Mitte 2018 hat die Bundespolizei ihre Kräfte vor Ort verstärkt, will das nun nochmals tun.

Aktuelle Top-Themen:

Die Stadt Gelsenkirchen will sich unterdessen verstärkt um Ordnung und Sauberkeit rund um den Hauptbahnhof bemühen. Der Ordnungsdienst der Stadt soll mit Gefährderansprachen, Verwarnungsgeldern und Platzverweisen gegen die Störer vorgehen. Auch Schulpflichtskontrollen will die Stadt verstärkt durchführen.