Hattingen (NRW): Swinger-Club bei Großeinsatz evakuiert - elf Verletzte

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Swinger-Club in Hattingen evakuiert. Foto: RUHR24

In Hattingen ist am Samstagabend ein Swinger-Club bei einem Großeinsatz der Feuerwehr evakuiert worden. Elf Personen haben sich verletzt. Hier die Infos.

Nachdem in einem Swinger-Club in Hattingen (NRW) zwei Gäste kollabiert waren, ist die Einrichtung am Samstagabend von der Feuerwehr komplett evakuiert worden. Insgesamt gibt es elf Verletzte - die Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz.

  • In einem Swinger-Club in Hattingen wurden erhöhte Kohlenmonoxid-werte gemessen.
  • Mehrere Personen klagten über Unwohlsein.
  • Nach der Evakuierung konnten sich die Gäste des Clubs in Linienbussen aufwärmen.

Swinger-Club in Hattingen: Ursache für Zusammenbrüche zunächst unklar

Wie die Feuerwehr am Sonntag (3. November) mitteilt, sind bei einer Party in einem Swinger-Club in Hattingen in NRW elf Personen verletzt worden. Gegen 21 Uhr wurde der Club evakuiert und circa 350 Gäste in Sicherheit gebracht.

Die Rettungskräfte waren zunächst zu dem Club gerufen worden, weil zwei Personen kollabiert waren. Eine von ihnen war nicht mal ansprechbar. Mit Blaulicht und notärztlicher Unterstützung kamen sie in umliegende Krankenhäuser.

Gas-Alarm im Swingerclub forderte mehrere Verletzte

Weil die Rettungskräfte eine Kohlenmonoxidvergiftung nicht ausschließen konnten, alarmierten sie noch auf dem Weg ins Krankenhaus die Feuerwehr Hattingen. Zum Glück, denn vor Ort klagte bereits eine Mitarbeiterin des Rettungsdienstes über Beschwerden.

Weil auch die Feuerwehr eine Kohlenmonoxidvergiftung bei den drei Verletzten nicht ausschließen konnte, begann sie den Swinger-Club zu evakuieren. Insgesamt waren rund 350 Personen betroffen. Das Ungünstige: Die Gäste waren allesamt nur knapp bekleidet.

Gäste des Swinger-Clubs kamen in Linienbussen unter

Teilweise nur mit Bademänteln oder Tüchern bekleidet, mussten die Gäste des Swinger-Clubs auf die Straße. Doch sie hatten Glück im Unglück: Die Rettungskräfte organisierten eine Unterbringung in Linienbussen. Zudem brachten sie warme Getränke mit, um die leicht bekleideten Menschen zu wärmen.

Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr Hattingen konnten alle Menschen rechtzeitig aus dem Gebäude gerettet werden. Allerdings klagten während des Einsatzes noch weitere Personen über Unwohlsein. Diese wurden umgehend behandelt.

160 Einsatzkräfte waren in Hattingen im Einsatz

Insgesamt waren 160 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet Hattingen und Witten im Einsatz. Die Gäste des Swinger-Clubs wurden mit Bussen zum Wasserschloss Kemnade gebracht und mussten sich dort einer medizinischen Untersuchung unterziehen.

Vier der untersuchten Personen zeigten so heftige Symptome, dass sie mit Krankenwagen in umliegende Krankenhäuser kamen. Die Zahl der verletzen Personen stieg damit auf elf.

Gas-Messungen verliefen negativ

Nachdem die Feuerwehr das Gebäude geräumt hatte, untersuchten sie, der Bezirksschornsteinfeger sowie Mitarbeiter des zuständigen Gasversorgers den Swinger-Club. Trotz des ursprünglichen Alarms verliefen jedoch alle Messungen und Kontrollen negativ.

Insgesamt dauerte der Einsatz in Hattingen rund vier Stunden - erst gegen 1.15 Uhr zogen Feuerwehr und Polizei von der Einsatzstelle ab. Während der Evakuierung und anschließenden Untersuchung des Gebäudes war die Straße Im Hammertal zwischen Buchholzer und Wittener Straße komplett gesperrt.

In Dortmund kam es erst vor kurzem zu einem kuriosen Vorfall in einem Nachtclub, als ein Mann dort nach seinem Besuch ein Taxi gestohlen hat und im Anschluss richtig aggressiv wurde.