Verfolgungsjagd in Hamm: Darum jagte ein Mini einen Honda durch die Stadt

Verfolgungsjagd in Gelsenkirchen. Foto: dpa
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Verfolgungsjagd in Gelsenkirchen. Foto: dpa

Verfolgungsjagden gibt es nicht nur in Filmen wie "The Fast and the Furious", sondern auch im echten Leben. Das zeigt ein Fall aus Hamm.

Verfolgungsjagden gibt es nicht nur in Filmen wie "The Fast and the Furious", sondern auch im echten Leben. Das zeigt ein Fall aus Hamm. Dort jagte ein Mini-Fahrer eine Honda durch die Stadt.

  • In Hamm fuhr am Sonntag (22. September) ein Honda-Fahrer gegen einen Mini.
  • Danach machte der Unfallverursacher sich aus dem Staub.
  • Der Besitzer des Mini jagte ihn daraufhin durch die Stadt.

Hamm: Unfall beim Ausparken führt zu Verfolgungsjagd

Seien wir ehrlich: Beim Ausparken kann es passieren, dass man aus versehen ein anderes Auto berührt - da kommt es schon mal zum Unfall. In dem Fall sollte man die Polizei rufen. An diese einfache Regel hat sich ein Autofahrer in Hamm nicht gehalten.

Am Sonntag (22. September) gegen 15.50 Uhr passierte ihm in der Adenauerallee das Missgeschick. Mit seinem Honda beschädigte er beim Ausparken einen Mini.

Unfallverursacher versucht zu fliehen

Doch statt anzuhalten versuchte er, sich aus dem Staub zu machen. Mit laut Polizei Hamm bis zu 80 Kilometern pro Stunde raste er über die Adenauerallee in Richtung Osten davon. Dabei fuhr er auch über Gehwege.

Der Besitzer des Minis wollte sich das nicht so einfach gefallen lassen und machte sich an die Verfolgung. Die Jagd führte daraufhin ein ganzes Stück durch Hamm - über die Artur-Dewitz-Straße, die Jürgen-Graef-Allee und schließlich in die Rietzgartenstraße. Eine ähnliche Verfolgungsjagd gab es im November 2019 in Dortmund.

Dort stellte der Rowdy sein Auto ab und flüchtete zu Fuß. Kurze Zeit später konnte ihn die Polizei Hamm aber stellen - er hatte sich in einem Kellerabgang in der Wilhelminenstraße versteckt.

Konsequenzen für das "Autorennen" in Hamm

Jetzt kommt auf den 34-Jährigen einige Unannehmlichkeiten zu. Denn nicht nur, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Einen gültigen Führerschein konnte er auch nicht vorweisen.

Die Polizei Hamm ermittelt gegen ihn jetzt wegen Unfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs und Teilnahme an einem verbotenen Autorennen. Den bei dem Unfall entstandenen Schaden beziffert die Polizei mit etwa 4.000 Euro.

Und das ist keine Seltenheit: Gerade durch unterwartete Verkehrskontrollen bekommen Fahrer, die etwas auf dem Kerbholz haben, häufig einen Schreck und starten Fluchtversuche vor der Polizei. Keine gute Idee - denn meist wird es dadurch nur noch schlimmer.