Einsatz der Polizei eskaliert

Schüsse bei SEK-Einsatz in Hamm: Kugeln treffen Mann in die Beine - weitere Waffen gefunden

In Hamm haben sich Polizisten einen Schusswechsel mit einem Mann geliefert.
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In Hamm haben sich Polizisten einen Schusswechsel mit einem Mann geliefert.

In Hamm ist am Mittwoch ein SEK-Einsatz der Polizei eskaliert. Ein Mann schoss auf die Polizisten und wurde anschließend selbst getroffen.

  • In Hamm ist am Mittwoch ein SEK-Einsatz der Polizei eskaliert.
  • Ein Mann hatte bei einer Durchsuchung auf die Beamten geschossen.
  • Anschließend wurde er selbst von Kugeln getroffen.

Update, Mittwoch (24. Juni), 16.35 Uhr:  Hamm/Dortmund - Bei dem Beschuldigten wurden weitere Waffen gefunden. Das bestätigte der zuständige Staatsanwalt Felix Giesenregen gegenüber RUHR24. Demnach hatte der Mann neben der scharfen Waffe, mit der er auf die SEK-Beamten geschossen hatte, noch drei weitere Schusswaffen und eine Machete in der Wohnung.

Hamm: Schüsse bei Einsatz der Polizei - Tatverdächtiger angeschossen

Die Waffen wurden bei der anschließenden Durchsuchung in Hamm sichergestellt und würden nun bewertet, sagte Giesenregen.

Warum der Mann geschossen hat, ist noch unklar. Sein Aussehen gehe aber "Richtung Salafisten-Szene", sagte Giesenregen. Zudem hätten sich Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung bei dem Festgenommenen ergeben. Diese würden nun untersucht. Ob es sich bei dem Mann tatsächlich um einen Extremisten handele, sei aber noch unklar.

Schüsse bei Einsatz in Hamm: Kugeln treffen Mann in die Beine

Ursprungsmeldung, Mittwoch (24. Juni), 16.20 Uhr: Im Ruhrgebiet ist erneut ein Einsatz der Polizei eskaliert. Die Beamten kamen diesmal jedoch offenbar mit dem Schrecken davon, als ein Mann bei einer Durchsuchung in Hamm auf sie schoss.

Die Polizisten sollten am frühen Mittwochmorgen (24. Juni) die Wohnung eines 42-Jährigen in Hamm durchsuchen. Die Ermittler hatten den Verdacht, dass er gegen das Waffengesetz verstoßen habe. Das teilen die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei Recklinghausen am Mittwochnachmittag in einer Presseinformation mit.

Dabei habe der Beschuldigte auf die Polizisten geschossen. Getroffen wurden diese durch die Schüsse nicht, sagte Staatsanwalt Giesenregen. Daraufhin hätten sie das Feuer erwidert: "Durch gezielte Schüsse auf die unteren Extremitäten konnte der 42-jährige Beschuldigte von weiteren Tathandlungen abgehalten und vorläufig festgenommen werden."

Welche Waffen die Ermittler bei dem Mann vermutet hatten und was in der Wohnung anschließend gefunden wurde, ist noch unklar.

Schüsse auf Polizisten in Hamm - Vorfall erinnert an Vorfall in Gelsenkirchen

Durch die Schüsse der Beamten in die Beine des Mannes wurde dieser schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr habe nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch nicht bestanden.

Gegen den Schützen wird nun unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt. Die Ermittlungen dazu dauern laut der Pressemitteilung an.

Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Einsatz im Ruhrgebiet. Bei einer Durchsuchung in Gelsenkirchen wurde ein SEK-Beamter von einem Mann angeschossen. Der Polizist erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Bei dem Tatverdächtigen wurden anschließend zahlreiche Waffen gefunden.

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