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Nachdem ein Mann im September 2018 eine Prostituierte in Hamm erwürgt hat, kann er sich nun vor dem Gericht in Dortmund nicht mehr an die Tat erinnern.

Ein 24-Jähriger soll im September 2018 in Hamm auf offener Straße eine Prostituierte erwürgt haben. Zu Beginn des Mordprozesses am Dienstag (12. März) in Dortmund beteuerte der Angeklagte, er könne sich an die Tat nicht mehr erinnern.

In den Stunden zuvor habe er zusammen mit mehreren Bekannten viel Alkohol getrunken und auch Drogen zu sich genommen, sagte der 24-Jährige.

Tat offenbar gegenüber Arbeitskollegen gestanden

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte die Tat jedoch am Tag darauf gegenüber einem Arbeitskollegen gestanden haben. Sinngemäß soll er seinem Vorarbeiter erklärt haben, dass er seine Schicht nicht zu Ende machen könne, weil er großen Mist gebaut habe. Er habe nämlich in der Nacht zuvor eine Frau erwürgt. Auch an dieses Gespräch will sich der 24-Jährige jetzt aber nicht mehr erinnern können.

Das 35-jährige Opfer war laut den Ermittlungen in Hamm als Prostituierte tätig und starb an den Folgen einer zentralen Lähmung. Der Täter muss ihr einen Unterarm um den Hals gelegt und ihr danach minutenlang die Luft abgedrückt haben.

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