Ohne Vorerkrankung

Corona-Schock nach Hochzeit: Frau stirbt in NRW an Infektion

Frau stirbt nach Corona-Hochzeit in Hamm
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Nach einer Großhochzeit im Ruhrgebiet ist eine Frau an einer Corona-Infektion gestorben.

Eine große Hochzeitsfeier hat Hamm kürzlich zum Corona-Hotspot gemacht. Es gab viele Infizierte. Eine von ihnen ist nun an Covid-19 gestorben.

Hamm - Durch eine große Hochzeit, die im September viele Corona-Infektionen nach sich zog, war Hamm zuletzt unweigerlich in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Von einem Superspreader-Event war die Rede. Nicht ohne Grund - rund 150 Teilnehmer der Feier hatten sich damals mit dem Coronavirus infiziert.

StadtHamm
Fläche226,3 km²
Einwohner179.85 (2020)

Corona-Hochzeit in Hamm: Frau stirbt nach Covid-19-Infektion

Und dabei bleib es nicht. Die Nachverfolgung der Infektionsketten durch die Stadt führte dazu, dass später über 300 Menschen in Quarantäne mussten. Des Weiteren folgte nun eine traurige Nachricht: So gab die Stadt Hamm auch einen Todesfall bekannt, der laut dem Westfälischen Anzeiger im Zusammenhang mit der Großhochzeit stehen soll.

Neben den 62 Corona-Neuinfektionen vermeldete die Stadt am Dienstagmittag (27. Oktober) außerdem den Tod einer Frau. Laut den Anagben der Stadt sei es der 41. Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gewesen. (Mehr News zur Corona-Entwicklung in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Großhochzeit in Hamm: Frau soll sich an Henna-Abend infiziert haben

Wie der WA berichtet, soll die Frau am 4. September (Freitag) Gast auf einem Henna-Abend, eine Art Junggesellinnenabschied der Braut nach türkischer Tradition teilgenommen haben. Dieser Abend war einer der Teilveranstaltungen, die im Rahmen der Großhochzeit mit vielen Teilnehmern in Hamm, Dortmund und Werl stattgefunden haben sollen.

Bei dem Henna-Abend sollen insgesamt 46 Frauen mitgefeiert haben. Eine von ihnen war demnach die laut Angaben der Stadt über 40 Jahre alte Frau. Sie soll keine Vorerkrankungen gehabt haben, musste aufgrund der Corona-Infektion jedoch mehr als zwei Wochen auf der Intensivstation behandelt werden.

Nach Großhochzeit in Hamm - verstorbene Frau soll jüngste positiv Getestete gewesen sein

Den Kampf gegen das Virus verlor sie jedoch. Bereits am Montag (26. Oktober) sei die Frau verstorben. Erschütternd ist auch, dass sie die mit Abstand jüngste Person sein soll, die in Hamm an den Folgen von Covid-19 gestorben ist.

Video: Gefährliche Corona-Cluster: Was hilft?

Alle anderen Gäste, die sich auf der Superspreader-Hochzeit in Hamm mit Corona infiziert hatten, sollen laut den Angaben der Stadt wieder genesen sein.

Aktuell hat Hamm einen Inzidenzwert von 95,6. Nach Stand von Mittwoch (28. Oktober) sind in der Stadt 206 Bürger mit Corona infiziert, drei liegen auf Intensivstationen. 1.310 Personen befinden sich außerdem in Quarantäne.

Corona-Infektion mit Todesfolge: Feiern können ein echter Infektionsherd sein

Die Corona-Hochzeit aus Hamm zeigt nur an einem Beispiel, welch enormen Ausmaße eine solche Feierlichkeit haben kann. Partys können ein echter Infektionsherd sein und die Corona-Pandemie nur noch anheizen. Laut den neuen Beschlüssen von Bund und Ländern sind sie zwar nicht offiziell verboten. Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen und privaten Einrichtungen werden allerdings als „inakzeptabel“ bezeichnet.