Polizei ermittelt

"Ihre Tochter wird sterben" - Selbsternannte Heilerin sorgt für Schock und kassiert deftig ab

In Hamm (im Bild: der Westenwall) hat eine angebliche Heilerin eine Frau betrogen.
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In Hamm (im Bild: der Westenwall) hat eine angebliche Heilerin eine Frau betrogen.

"Ihre Tochter wird sterben!" Mit dieser Aussage hat eine selbsternannte Heilerin eine Frau in Hamm extrem verunsichert. Am Ende wurde es richtig teuer.

  • In Hamm hat eine vermeintliche Heilerin eine Frau um mehr als 1000 Euro betrogen.
  • Sie behauptete, die Tochter ihres Opfers würde sterben.
  • Eine zweite Frau unterstützte die Betrügerin.

Hamm - Ausgerechnet vor der Pauluskirche am Marktplatz von Hamm hat eine vermeintliche Heilerin am Mittwoch (4. März) eine Frau mit einer schrecklichen Botschaft verunsichert. "Ihre Tochter wird sterben", prophezeite die Unbekannte der Mutter - um sie anschließend um eine beachtliche Summe zu erleichtern.

Betrug in Hamm: Angebliche Heilerin macht schlimme Vorhersage

Zuvor hatte die Frau die Hammerin gegen 11.30 Uhr angesprochen und vorgegeben, sie mit einer anderen Person zu verwechseln. Laut Polizei prognostizierte sie im darauffolgenden Gespräch schließlich den Tod der Tochter der 51-Jährigen.

Doch dieser könnte verhindert werden, versprach die angebliche Heilerin laut einer Mitteilung der Polizei  Hamm. Sie bot der Mutter an, Rituale durchzuführen, um das Leben der Tochter zu retten.

In diesem Moment soll eine zweite Frau hinzugekommen sein. Sie behauptete eine Kundin der angeblichen Heilerin zu sein und sehr lange auf einen Termin bei dieser gewartet zu haben. Die 51-Jährige habe Glück, so spontan Hilfe zu erhalten.

Geld soll Tochter retten: Betrug in Hamm

Für das nun geplante Ritual hatte die vermeintliche Kundin bereits Geld mitgebracht. Auch die 51-Jährige aus Hamm, wo kürzlich ein Mann tot in seiner Wohnung gefunden wurde, wurde aufgefordert, Geld zu holen. Dabei sei sie von der zweiten Frau begleitet worden, schreibt die Polizei.

Anschließend wickelte die "Heilerin" das Geld ihres Opfers in Tücher und band diese mit roten Fäden zu. Das Bündel gab sie dann der 51-jährigen Mutter, die es unter ein Kissen legen sollte. Doch am Abend wurde die Betrogene misstrauisch und nahm das Tuch genauer unter die Lupe. Der vierstellige Geldbetrag darin war laut Polizei durch Papierschnipsel ersetzt worden.

Nach Heilerinnen-Betrug in Hamm: Polizei sucht Zeugen

Nach dem mutmaßlichen Betrug in Hamm sucht die Polizei nach Zeugen, die Hinweise zu den beiden unbekannten Frauen geben können. Sie sollen so ausgesehen haben:

  • Die angebliche Heilerin soll etwa 1,65 Meter groß und laut Polizei "stabil" sein. Sie ist 50 bis 60 Jahre alt, hat schwarze, schulterlange Haare und ein schwarzes Muttermal unter dem rechten Auge. Zudem trug sie einen schwarzen Mantel. Sie hat dunkle Haut und soll Russisch sprechen.
  • Die vermeintliche Kundin soll ebenfalls Russisch sprechen. Sie wird als dünn beschrieben. Während des Vorfalls trug sie ein Kopftuch, eine rosa Jacke, einen grauen Pullover und eine Sonnenbrille.

Zeugen erreichen die Polizei in Hamm unter der Telefonnummer (02381) 81 60.

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