Häusliche Gewalt

Mann verprügelt Frau mit Gürtel - und schockiert mit Aussage bei der Polizei

In Hagen hat sich eine Frau nach häuslicher Gewalt an die Polizei gewandt.
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In Hagen hat sich eine Frau nach häuslicher Gewalt an die Polizei gewandt.

Ein Mann aus Hagen verprügelt immer wieder seine Frau. Als sie sich an die Polizei wendet, schockiert er mit seiner Aussage bei den Beamten.

Hagen – Jahrelang soll ein Mann aus Hagen seine Ehefrau verprügelt haben. Als die Frau sich nach einem weiteren Gewaltausbruch an die Polizei wendet, schockiert der Schläger mit seiner Aussage.

Hagen: Mann verprügelt Frau mit Gürtel und verwüstet Wohnung – Polizei schreitet ein

Der Mann aus Hagen soll am Freitag (18. September) erneut ausgerastet sein. Er habe mit einem Gürtel mehrfach auf seine Frau eingeschlagen und außerdem die gesamte Wohnung verwüstet. Das berichtete die 26-Jährige den Beamten nach der erneuten Attacke in gebrochenem Deutsch am Telefon.

Besonders schlimm: Der Ehemann soll sie regelmäßig verprügeln und demütigen. Sie leide seit Jahren an den Gewaltausbrüchen ihres Mannes, sagte sie der Polizei. Auch bei dem erneuten Angriff mit dem Gürtel wurde sie leicht verletzt.

Häusliche Gewalt in Hagen: Mann schockiert mit Aussage bei der Polizei

Die Beamten fuhren zu der Wohnung in der Innenstadt von Hagen und stellten den Schläger zur Rede. Dabei machte er eine schockierende Aussage: Er bereue seine Taten nicht, sagte er den Beamten.

"Zum Schutz seiner Ehefrau und der in der gemeinsamen Wohnung lebenden drei Kinder wurde er für zehn Tage der Wohnung verwiesen", berichtet die Polizei Hagen nach dem Vorfall. Zudem erwartet den Mann jetzt ein Strafverfahren. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Polizei NRW: Rund ein Viertel aller Frauen wird Opfer häuslicher Gewalt

Immer wieder kommt es zu häuslicher Gewalt zwischen Partnern. Laut der Polizei NRW umfasst "häusliche Gewalt alle Formen physischer, sexueller und/oder psychischer Gewalt zwischen Personen in zumeist häuslicher Gemeinschaft."

Laut der Polizei betrifft häusliche Gewalt alle Bildungs- und Einkommensschichten gleichermaßen. Sie kommt in allen Nationalitäten, Altersgruppen und Religion vor. Studien zeigen demnach, dass rund ein Viertel aller Frauen in Deutschland in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt werden.

Was tun bei häuslicher Gewalt?

Die Polizei in NRW empfiehlt mehrere Vorgehensweisen für Opfer von häuslicher Gewalt:

  • Bei akuter Gefahr: 110 wählen!
  • Straftaten bei der Polizei anzeigen.
  • Die Polizei muss auch ermitteln, wenn sie von Nachbarn wegen häuslicher Gewalt gerufen wird.
  • Wer nicht die Polizei rufen möchte, sollte sich an Vertrauenspersonen wenden.
  • Einzelheiten (Datum, Uhrzeit, was ist passiert) zu den Vorfällen notieren.
  • Verletzungen beim Arzt attestieren lassen und fotografieren sowie den Ursprung nennen.
  • Frauenhäuser bieten ebenfalls Schutz vor Bedrohung.

Die Polizei kann, wie auch im Fall oben, den Täter vorübergehend der Wohnung verweisen. Verstößt er dagegen, drohen Ordnungsgeld oder Ordnungshaft. In der Zwischenzeit kann sich das Opfer Hilfe suchen.

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Wer von seinem Partner bedroht oder angegriffen wird, kann sich auch an die Beratungs- und Interventionsstelle für häusliche Gewalt wenden. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen":

  • 08000/116 016

Das Hilfetelefon ist rund um die Uhr das ganze Jahr über kostenlos zu erreichen.