Stau, Unfälle und Verzögerungen

Schneechaos in NRW: Warum Obdachlose auf Notunterkünfte verzichten +++ 15 Kilometer Stau auf A2 bei Dortmund

Der Wintereinbruch hat NRW fest im Griff. Vielerorts sind die Straßen spiegelglatt, Busse und Bahnen fahren nur eingeschränkt. Trotz etlicher Unfälle fällt das Zwischenfazit im Ruhrgebiet mild aus.

  • In ganz NRW kommt es seit Samstag (6. Februar) zu starken Schneefällen und Glatteis.
  • Das sorgt vielerorts für Unfälle. Auch der öffentliche Nahverkehr ist so gut wie stillgelegt.
  • Die Temperaturen bewegen sich bis in den zweistelligen Minusbereich – tagsüber!

Achtung: Dieser News-Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Alle Infos rund um das Schnee-Chaos in NRW könnt ihr in unserem neuen Ticker auf RUHR24.de nachlesen.

Schneechaos auf A2 bei Dortmund: Fahrbahn blockiert - Pkw und Lkw fahren sich fest

Update, Montag (8. Februar), 22.30 Uhr: Wie der WDR meldet, gibt es aktuell auf der A2 bei Dortmund in Fahrtrichtung Oberhausen ab dem Kamener Kreuz einen Stau von 15 Kilometern Länge. Zahlreiche Pkw und Lkw haben sich in Schnee und Eis festgefahren. Auch auf der B236, die von der A2 in Richtung Dortmund führt, gibt es einen Stau aufgrund extremer Bedingungen.

Die Polizei warnt, dass Autofahrer nicht mehr auf die A2 in Fahrtrichtung Oberhausen fahren sollen. Die Fahrbahn sei spiegelglatt. Sowohl Feuerwehr als auch das Technische Hilfswerk (THW) sind im Einsatz. Angeblich sei der Verkehr, wie die Bild berichtet, seit circa 19.30 Uhr zum Erliegen gekommen.

Glück im Unglück: Zu Unfällen ist es trotz zahlreicher querstehender Lkw und Pkw nicht gekommen. Doch jetzt wartet eine andere Gefahr auf die Autofahrer. Die Temperaturen fallen in den zweistelligen Minusbereich - der Winter kommt in dieser Nacht mit klirrender Kälte. Die Feuerwehr und das THW würden die im Eis auf der A2 gefangenen Autofahrer mit Decken und Tee versorgen. Aktuell ist noch nicht klar, wie lange die Autofahrer auf der A2 bei Dortmund ausharren müssen.

Schneechaos im Winter in NRW: Obdachlose meiden Schlafplätze

Update, Montag (8. Januar), 21.20 Uhr: In den Städten in NRW meiden einige Obdachlose es aktuell, in den Notstellen zu übernachten. Trotz klirrender Kälte und Schneechaos. Das berichtet die dpa. Demnach sei die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker von RUHR24.de) aktuell sehr groß. Dabei hätten Kommunen die Möglichkeiten zum Übernachten deutlich aufgestockt.

So können Obdachlose auch in Pensionen, Jugendherbergen oder in städtischen Einrichtungen übernachten. Einige Flüchtlinge hätten Angst, eventuell aus Deutschland ausgewiesen zu werden, wenn sie in Notunterkünften registriert werden würden. Zudem gebe es auch Obdachlose, die Notunterkünfte generell ablehnen würden.

Schneechaos und Wintereinbruch in NRW: Jetzt kommt die Glätte

Update, Montag (8. Januar), 19 Uhr: Nach heftigen Schneefällen kommt jetzt die Glätte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Warnung für Glätte in mehreren Städten in NRW - darunter Dortmund, Bochum und Essen - veröffentlicht. Ein Blick auf die Temperaturen zeigt, was auf NRW zukommen könnte - in den kommenden Nächten gibt es zweistellige Minustemperaturen.

Schneechaos in NRW: In Dortmund stehen die Flugzeuge still

Update, Montag (8. Januar), 18.30 Uhr: Der Flughafen Dortmund meldet: Heute fällt der Flugbetrieb für den Rest des Tages aus. Die komplette Lande und Startbahn ist voller Schnee.

Schneechaos und Wintereinbruch: Auch am Dienstag stehen die Busse in Dortmund still

Update, Montag (8. Februar), 18 Uhr: Die DSW21 (Stadtwerke Dortmund) melden, dass auch am Dienstag die Busse in den Depots bleiben werden. Für die Menschen in Dortmund heißt das, dass der ÖPNV weiter in diesem Winterwetter eingeschränkt bleibt. Man müsse sich jeden Meter Schiene von Schnee zurückerobern, heißt es. Straßenbahnen würden im Teilbereich fahren.

Jetzt scheint sich auch das Rätsel um das im Internet kursierende Video aufgeklärt zu haben. Die DSW21 schreibt, dass es sich um eine Fahrschulbahn mit Fahrlehrer am Steuer gehandelt hat, die die Befahrbarkeit der Gleise hatte prüfen wollen. Aufgrund der vereisten Strecke sprang sie aus den Gleisen. Dabei wurde zum Glück niemand verletzt. Man würde, so die DSW21, alles dafür tun, um die Situation im Schneechaos am Dienstag zu verbessern.

Dortmund: Passanten schieben steckengebliebende Straßenbahn

Update, Montag (8. Februar), 17.15 Uhr: In Dortmund haben Passanten eine Straßenbahn angeschoben, die stecken geblieben ist. Unklar ist, warum das Fahrzeug der DSW21 auf den Gleisen feststeckte. In dem in den Sozialen Netzwerken kursierenden Video ist zu sehen, wie mehrere Menschen eine Straßenbahn anschieben.

Münsterland: Toter Radfahrer gefunden

Update, Montag (8. Februar), 17 Uhr: Die Polizei Kleve berichtet über einen Radfahrer in Rees, den Zeugen heute um circa 7.30 Uhr im Schnee gefunden haben. Notärzte konnten nur noch den Tod feststellen. Unklar ist, wie die Polizei Kleve schreibt, ob es sich um einen Sturz wegen des Wetters oder einen internistischen Notfall handelte.

Polizei und Feuerwehr Dortmund wollen Obdachlosen helfen

Update, Montag (8. Februar), 16 Uhr: Schon am Samstag (6. Februar) hat die Polizei Dortmund eine Information bei Twitter geteilt. Obdachlose Mitbürger seien besonders beim aktuellen Wetter gefährdet. Sowohl an der Unionstraße (für Männer) als auch an der Prinz-Friedrich-Straße (für Frauen) in Dortmund gibt es Übernachtungsplätze.

Wegen Schnee-Chaos: Autobahn-Verbot für Lkw in NRW ist verlängert

Update, Montag (8. Februar), 14 Uhr: Das Fahrverbot für Lkw auf den Autobahnen in NRW ist verlängert worden, wie Autobahn Westfalen mitteilt. Aufgrund der schwierigen Wetterlage war bereits ein erstes Fahrverbot bis 12 Uhr auferlegt worden.

Polizei im Kreis Unna wegen Winter-Sturm gut beschäftigt

Update, Montag (8. Februar), 13.45 Uhr: Auch im Kreis Unna beschäftigte der heftige Wintereinbruch die Polizei. In der Nacht zu Montag kam es zu fünf Unfällen in Schwerte, Holzwickede, Kamen und Fröndenberg – glücklicherweise wurde jedoch niemand verletzt. Des Weiteren rückten die Beamten zu mehreren festgefahrenen Fahrzeugen aus.

Schwerer Frost: Unwetterwarnung im Ruhrgebiet

Update, Montag (8. Februar), 13.20 Uhr: Der deutsche Wetterdienst warnt in verschiedenen Städten im Ruhrgebiet vor schwerem Frost. Darunter zählen Bochum, Essen, Duisburg, Hamm, Dortmund und Gelsenkirchen. Die Unwetterwarnung gilt von heute Abend 18 Uhr bis zum Dienstagmittag um 12 Uhr.

In der Dortmunder Innenstadt ist es am Montag ruhig. Auch hier gilt eine Unwetterwarnung vor schwerem Frost.

Wegen Schnee-Chaos: Müllabfuhr in Recklinghausen kann nicht fahren

Update, Montag (8. Februar), 12.40 Uhr: Die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) weisen darauf hin, dass es heute immer wieder zu Verzögerungen bei der Müllabfuhr kommen wird. Wie der KSR bekannt gibt, können die Mitarbeiter derzeit keine Straßen befahren. Auch in den nächsten Tagen kann es zu Verzögerungen kommen – es wird jedoch Morgen erneut versucht werden, den Müll von heute abzuholen.

Feuerwehr Münster befreit Impfzentrum von Schnee

Update, Montag (8. Februar), 12.20 Uhr: Auch in Münster geht es heute mit dem Impfzentrum los. Das Problem: Auf dem Dach liegt eine Menge Schnee – ein potenzielles Risiko für die Besucher. Daher hat sich die freiwillige Feuerwehr Münster Leiter und Schaufel geschnappt und befreit derzeit das Dach vom Schnee. Das zeigen Fotos der Feuerwehr auf Twitter.

Bielefeld: Leiche in der Innenstadt entdeckt – ist das Wetter schuld?

Update, Montag (8. Februar), 12 Uhr: In der Bielefelder Innenstadt fanden Beamten der Polizei gegen 8.30 Uhr eine Leiche. Wie owl24 berichtet*, soll es sich bei der Leiche, die in der Arthur-Ladebeck-Straße gefunden worden ist, um einen Mann handeln. Noch ist unklar, ob der Mann aufgrund der Wetterverhältnisse gestorben ist oder es andere Gründe gab.

Duisburg: Wegen Chaos-Wetter in NRW – 26 Unfälle

Update, Montag (8. Februar), 11.45 Uhr: Wie die Polizei Duisburg mitteilt, ist es in den letzten 24 Stunden zu insgesamt 26 Verkehrsunfällen aufgrund des Schneewetters. Aber auch festgefahrene Autofahrer haben sich mehrfach bei der Polizei gemeldet, erklären die Beamten.

Ähnlich wie in Dortmund, kam es auch in Duisburg am frühen Montagmorgen, mitten im Berufsverkehr, zu Straßensperrungen. Beispielsweise mussten die Auffahrten zur A59 in Wanheimerort wegen Glätte und einem querstehenden Lkw gesperrt werden.

Flughafen Dortmund stellt wegen Schneesturm den Flugverkehr ein

Update, Montag (8. Februar), 10.30 Uhr: Wie Sprecher des Flughafens Dortmund auf Twitter mitteilen, fällt der gesamte Flugverkehr aus. Grund dafür seien die schlechten Sichtverhältnisse. Der Ausfall würde zunächst bis 13 Uhr gelten – ob der Flugverkehr dann wieder aufgenommen werden kann, wird sich in ein paar Stunden zeigen.

Flugzeuge mit dem Ziel Dortmund würden nun zum Flughafen Köln/Bonn umgeleitet werden. Dort findet der Flugbetrieb ohne Einschränkungen statt, ähnlich wie am Flughafen Düsseldorf.

Polizei Dortmund warnt vor Autofahren während Schneefall

Update, Montag (8. Februar), 8.20 Uhr: Die Polizei Dortmund meldet, dass auch der Verkehr auf vielen Straßen derzeit stehen würde. „Schnee, Eis, Glätte und immer mehr Stillstand auf den Straßen in und rund um Dortmund - so lässt sich die aktuelle Verkehrssituation am besten zusammenfassen“, so die Beamten.

Auf dem Wall in Dortmund hat es deutlich geschneit. Hier kann derzeit nur langsam gefahren werden.

Daher appelliert die Polizei Dortmund an die Bevölkerung der Stadt: „Wann immer es möglich ist: Bleiben Sie zu Hause und nutzen Sie Home-Office und sonstige Möglichkeiten, nicht am Verkehr teilzunehmen! Die Verkehrsbetriebe und der Winterdienst tun, was möglich ist. Auch die Einsatzkräfte der Dortmunder Polizei sind im Einsatz, es ist aber mit Wartezeiten zu rechnen.“ Auch die Polizei Münsterland warnt vor dem Autofahren auf den schneebedeckten Straßen, berichtet msl24.de*.

Deutsche Bahn stellt in vielen Teilen von NRW den Zugverkehr ein

Update, Montag (8. Februar), 6.30 Uhr: Die starken Schneefälle in NRW haben etwas nachgelassen – die Auswirkungen sind aber auch noch am Montagmorgen zu spüren. Vor allem auf dem Weg zur Arbeit kann es nun zu Verzögerungen kommen, wie die Deutsche Bahn mitteilt.

Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln sei vor allem der Knotenpunkt Dortmund stark betroffen. Der Nahverkehr in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen bleibt vorsorglich bis 9 Uhr eingestellt. Betroffen ist der RE2, RE17, RE18, RE 42, sowie viele Regional-Bahn- und S-Bahn-Linien. Die Deutsche Bahn rät dazu, rechtzeitig vor Abfahrt zur Arbeit die Verbindung zu überprüfen.

Ruhrgebiet: Weniger Schnee-Chaos als gedacht

Update, Sonntag (7. Februar), 20:25 Uhr: Inzwischen liegen weitere Einsatzberichte zum Schnee-Chaos aus den Städten im Ruhrgebiet vor. Überwiegend ist die Lage ruhig gewesen. Lediglich vereinzelte Unfälle beschäftigten die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr.

Schnee-Chaos in NRW: Zirkuszelt in Hagen vor dem Einsturz bewahrt – Tiere gerettet

In Hagen ist es laut Polizei bis 15.30 Uhr zu insgesamt acht glättebedingten Unfällen gekommen. Dabei wurde eine Person leicht verletzt (siehe Erstmeldung von 12.30 Uhr). Der entstandene Sachschaden bei allen Verkehrsunfällen wird von den Beamten auf rund 35.000 Euro geschätzt. Weitere Einsätze hat es wegen Gefahrenstellen durch herunterhängende Äste gegeben.

Außerdem konnten Polizei und Feuerwehr Hagen ein Zirkuszelt von Schneemassen befreien und so einen Einsturz verhindern. Mehrere Tiere konnten so gerettet werden. Die Stadt warnt, dass die Straßen weiterhin glatt sind und ein hohes Unfallrisiko besteht.

In Hagen konnte ein Zirkuszelt vor dem Einsturz bewahrt werden. Mehrere Tiere wurden so gerettet.

Schnee-Chaos in NRW: Unfall auf der Ruhrtalbrücke in Essen – Pkw landet auf dem Dach

In Essen musste die Feuerwehr bis 13 Uhr zu acht witterungsbedingten Einsätzen ausrücken. Dabei handelte es sich überwiegend um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste, die durch die Einsatzkräfte beseitigt wurden. Am Samstagabend kollidierten gegen 21.30 Uhr zudem drei Autos auf der Ruhrtalbrücke. Ein Fahrzeug kam auf dem Dach zum Liegen.

Bei dem Unfall wurde eine Person verletzt und in ein Krankenhaus transportiert. Ob der starke Schneefall in NRW Grund für den Unfall war, konnte die Feuerwehr Essen nicht sagen.

Porsche-Fahrer bleibt auf der zugeschneiten A2 stecken – kein Geld für Winterreifen

In Herdecke und Wetter rückte die Feuerwehr nur zu wenigen kleinen Einsätzen aus. Überwiegend beseitigten die Einsatzkräfte durch die Schneelast umgestürzte Bäume und Äste. Dabei wurde ein Pkw beschädigt und die Straßenbeleuchtung fiel kurzzeitig aus.

Ein Streuwagen räumt die A40 in Dortmund frei.

Als kurios lässt sich ein Einsatz der Polizei Dortmund auf der A2 bei Hamm bezeichnen. Dort blieb ein Porsche-Fahrer stecken, der lediglich auf der Vorderachse Winterreifen aufgezogen hatte. Der Fahrer des Sportwagens gab an, dass er sich die Winterreifen auf beiden Achsen nicht leisten könne.

Ebenfalls auf der A2 verlor eine 60-jährige Autofahrerin zwischen Oelde und Beckum die Kontrolle über ihren Ford. Sie überschlug sich und blieb neben der Fahrbahn auf dem Dach liegen. Die Fahrerin wurde leicht verletzt. Ihr Kleinwagen musste abgeschleppt werden.

Schnee-Chaos in NRW: Schwerer Unfall auf der A42 in Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen kam es auf der A42 zwischen der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Zentrum und Gelsenkirchen-Schalke zu einem Unfall, bei dem eine Person schwer und drei Personen leicht verletzt wurden. Die Kreispolizeibehörde Recklinghausen meldete derweil insgesamt fünf Unfälle. Hierbei wurde eine Person leicht verletzt.

In Bochum blieb es am Sonntag bis 17 Uhr weitgehend ruhig. An zwei weiteren Orten mussten die Einsatzkräfte umgestürzte Bäume beseitigen. Außerdem zählte die Leitstelle der Feuerwehr bisher sieben Einsätze, bei denen Personen auf Eis oder Schnee ausgerutscht und gestürzt waren. Alle wurden durch den Rettungsdienst versorgt und in Krankenhäuser transportiert.

Update, Sonntag (7. Februar), 15.30 Uhr: Der starke Schneefall am Samstag und Sonntag hat auch die Straßen und Schienen in Dortmund nahezu dicht gemacht. Wie die DSW21 berichtet, bremst der Wintereinbruch aktuell den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt aus (Stand 15.30 Uhr).

Dortmund: Schneechaos bremst ÖPNV aus

„Seit dem späten Samstagabend geht bei DSW21 nicht mehr viel, heißt es vonseiten der Dortmunder Stadtwerke. Die großen Schneemengen hätten zunächst dazu geführt, dass die NachtExpress-Linien nicht ausrücken konnten. In der Nacht zum Sonntag gingen die Niederschläge zwischenzeitlich in Eisregen über - die Folge: Die Straßen in Dortmund sind zum Teil sehr glatt, sodass die Busse „im planmäßigen Linienverkehr den Betrieb nicht aufnehmen konnten.“

Und auch das Stadtbahn-Netz der DSW21 ist betroffen. Eis auf den Oberleitungen und festgefrorene Weichen verhinderten die Ausfahrt der U43 und U44 vom Betriebshof in Dorstfeld. Zwar konnten im Laufe des Vormittages alle Bahnlinien ihren Betrieb aufnehmen - allerdings nur sporadisch und mit teilweise erheblichen Verspätungen.

Das Schneechaos in NRW bremst auch den Bus- und Bahnverkehr in Dortmund aus.

Extreme Schneeverwehungen in Dortmund: Bahnlinien können nicht überall fahren

Außerdem sei es aufgrund von starken Schneeverwehungen nicht immer möglich, bis in die Dortmunder Außenbereiche zu fahren. „Wir arbeiten mit allen verfügbaren Kräften daran, den Bürgerinnen und Bürgern ein Mindestangebot zur Verfügung zu stellen“, so Michael Dieckhans, Leiter der Kfz-Werkstätten bei DSW21.

Erstmeldung, Sonntag (7. Februar), 12.30 Uhr: Obwohl sich die Winterdienste in Nordrhein-Westfalen auf einen der größten Einsätze seit Jahren eingestellt hatten, sorgte der starke Schneefall in der Nacht zu Sonntag (7. Februar) in NRW für vergleichsweise wenige Probleme. Besonders schwer traf es das Münsterland und Ostwestfalen. In Bielefeld musste etwa die A2 rund zwei Stunden gesperrt werden. Aber auch im Ruhrgebiet hat Eissturm „Tristan“ für Einsätze gesorgt.

Schnee-Chaos in NRW: Polizei Dortmund zieht Bilanz – über 40 Unfälle bis Sonntagmorgen

In einer ersten Bilanz spricht die Polizei Dortmund von über 40 Verkehrsunfällen in Dortmund, Lünen und auf den mehr als 1000 Autobahnkilometern im Regierungsbezirk Arnsberg bis Sonntagmorgen um 9.30 Uhr. Zwei Verkehrsteilnehmer hätten dabei schwere und drei Insassen leichte Verletzungen erlitten.

Auf der A1 bei Lichtendorf verunglückte ein Motorradfahrer, der nach ersten Erkenntnissen bei zu hohem Tempo auf Eisplatten stürzte. Er verletzte sich bei dem Unfall schwer. Ein Fahrer eines Räumfahrzeugs entdeckte den 45-jährigen Fahrer aus Heinsberg, verständigte den Rettungsdienst und leistete erste Hilfe.

Wintersturm „Tristan“ wütet im Ruhrgebiet: Busverkehr in vielen Städten eingestellt

Weitere Unfälle ereigneten sich auf der A45 bei Lüdenscheid, wo ein 26-Jähriger die Kontrolle über seinen Pkw verlor und sich überschlug sowie auf der A4 bei Drolshagen-Iseringhausen. Hier prallte ein 36-jähriger Fahrer gegen eine Betonwand. Ins Schleudern geratene Pkw sorgten außerdem für Einsätze auf der A40, der A2 und der B236. Zudem beschäftigten umgestürzte Bäume auf den Autobahnen in NRW die Feuerwehr.

In Dortmund ist der Busverkehr am Sonntag komplett eingestellt worden, nur einige Straßenbahnen verkehren. „Wir arbeiten mit allen verfügbaren Kräften daran, den Bürgerinnen und Bürgern ein Mindestangebot zur Verfügung zu stellen. Angesichts der Witterungsbedingungen empfehlen wir aber allen, die nicht zwingend raus müssen, heute lieber zu Hause zu bleiben“, so Michael Diekhans von DSW21. Ähnlich wenig geht in Sachen ÖPNV in Münster, Bielefeld, Essen, Bochum, Oberhausen und Hagen.

Winter-Einbruch in NRW: Unfälle in Unna – Gelenkbus beschäftigt Feuerwehr Bochum

Die Polizei Unna spricht derweil von einer „unauffälligen Einsatzbilanz“ trotz des Wintereinbruchs mit Schneeverwehungen in NRW. Bis zum frühen Sonntagmorgen seien zwei Verkehrsunfälle mit Sachschäden von etwa 6000 Euro in Schwerte und Fröndenberg verzeichnet worden. Weitere drei Fahrzeuge seien in Gräben beziehungsweise gegen die Leitplanke gerutscht. Verletzte habe es nicht gegeben.

In Bochum mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr lediglich zweimal ausrücken. In Dahlhausen knickte ein Gelenkbus ein und musste mit der Seilwinde eines Rüstwagens wieder auseinander gezogen werden. Zudem fiel gegen 6.40 Uhr ein Baum an der Dorstener Straße auf die Straße und beschädigte dabei auch eine Stromleitung.

Ein Gelenkbus der Bogestra musste mit der Seilwinde eines Rüstwagens wieder auseinander gezogen werden.

Ruhig blieb es auch in Essen und Mülheim an der Ruhr. „Der Wintereinbruch hat uns vor keine besonderen Herausforderungen gestellt. Wir danken allen, die vorsichtshalber zu Hause geblieben sind“, teilt die Polizei Essen auf Twitter mit.

Schnee-Chaos in NRW: Viele Zugausfälle im Regionalverkehr – Ruhrgebiet besonders getroffen

Die Stadt Hagen verzeichnete bis 4.30 Uhr lediglich drei Unfälle. Eine Person wurde leicht verletzt. Ein 18-jähriger Autofahrer kam nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund der Straßenglätte auf der Berliner Straße ins Rutschen. Er kollidierte mit einer Hauswand und wurde leichtverletzt ins Krankenhaus gebracht.

Am Hauptbahnhof in Dortmund sorgt der extreme Schneefall für Probleme.

Beim Bahnverkehr kommt es im Ruhrgebiet zu größeren Einschränkungen. Probleme gab es etwa auf den beiden wichtigen Strecken von Düsseldorf über Duisburg nach Essen sowie von Wuppertal über Hagen nach Dortmund, wie DB Regio mitteilte. „Es wird zunehmend schwierig, die Infrastruktur von Schnee und Eis freizuhalten“, sagte eine Bahnsprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ausfälle im Bahnverkehr dauern auch am Sonntag weiter an. So können die S1, S4 und S5 witterungsbedingt im Raum Dortmund aktuell nicht fahren. Weitere Informationen zu Zugausfällen im NRW-Regionalverkehr findet ihr auf dem Twitter-Account der Deutschen Bahn.

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Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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