Gewitter im Ruhrgebiet richten in kurzer Zeit Schaden an +++ Baum kippt in Bochum auf Stromleitung

Gewitter in NRW: Feuerwehrleute zersägen Bäume. Foto: Feuerwehr Bochum
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Gewitter in NRW: Feuerwehrleute zersägen Bäume. Foto: Feuerwehr Bochum

Am Freitag zog ein kurzes, aber heftiges Gewitter über das Ruhrgebiet. In Bochum stürzten mehrere Bäume um. Hier mehr lesen.

Das Gewitter, das am Freitag (18. Oktober) über das Ruhrgebiet gezogen ist, hat schweren Schaden an Bäumen angerichtet. Allein in Dortmund kippten 21 Stück um. Auch Bochum mussten wichtige Straßen gesperrt werden.

  • Über das Ruhrgebiet und weite Teile von NRW zogen am Freitag schwere Gewitter.
  • Betroffen waren Großstädte wie Dortmund, Bochum, Essen oder Köln.
  • Der DWD warnte vor herabstürzenden Ästen und Blitzschlag.

Gewitter sorgt für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr in Bochum

Update, Samstag (19. Oktober), 9.30 Uhr: Die Feuerwehr Bochum musste am Freitag 15 Mal zu Sturmeinsätzen ausrücken. Dabei wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Auf der Hattinger Straße stürzten Teile eines Baums auf eine Stromleitung der Straßenlaternen. Diese stürzte daraufhin auf eine Fahrleitung der Straßenbahn.

Die Bogestra musste den Strom abstellen den Betrieb auf der betroffenen Linie einstellen. Erst als die Feuerwehr die Äste entfernt und die Stadtwerke die kaputte Leitung entfernt hatten, konnte die Hattinger Straße wieder freigegeben werden.

Auf dem Husemannplatz stürzte ein Baum um und beschädigte die Scheiben einer Bankfiliale. Zudem stürzten in Bochum Äste und Dachziegel auf die Straße.

In Dortmund stürzten 21 Bäume um

Update, Freitag (18. Oktober), 14.37 Uhr: Allein in Dortmund hatte die Feuerwehr 27 Einsätze, bei denen entweder Bäume umgestürzt oder Äste abgebrochen sind. Ein Feuerwehrsprecher sagte gegenüber RUHR24, 21 Bäume seien in Dortmund durch das Gewitter umgefallen. Es habe aber keine Verletzten gegeben. Durch das Gewitter habe es auch Probleme auf der Linie der U43 (Dorstfeld - Wickede) gegeben.

Update, Freitag (18. Oktober), 14.22 Uhr: Inzwischen ist das Gewitter über das Ruhrgebiet gezogen und zieht weiter in Richtung Osten.

Update, Freitag (18. Oktober), 14.15 Uhr: Das Gewitter, das am Freitag über das Ruhrgebiet zog, war kurz aber kräftig. In Bochum knickten mehrere Bäume auf wichtige Straßen. Diese Straßen mussten/müssen gesperrt werden, um die Schäden zu beseitigen - und zwar:

  • Universitätsstraße, Richtung Innenstadt
  • Universitätsstraße, Auffahrt Nordhausenring (Richtung Wattenscheid)
  • Zufahrt Husemannplatz
  • Munscheider Damm, Höhe Nevelbrücke (Richtung Linden/Hattingen)
  • Hattinger Straße, Höhe 252

Erstmeldung, Freitag (18. Oktober), 12.15 Uhr: Wie der Deutsche Wetterdienst am Freitagmittag auf seiner Internetseite mitteilt, ziehen von Westen her einzelne Gewitter auf. Die Warnung gilt von 12.17 Uhr bis 13.15 Uhr. Betroffen sind viele Großstädte im Ruhrgebiet.

Schwere Gewitter im Ruhrgebiet: Diese Städte sind heute betroffen

Während der Gewitter kann es zu schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 km/h kommen. Diese Städte im Ruhrgebiet sind betroffen:

  • Hamm
  • Recklinghausen
  • Herne
  • Gelsenkirchen
  • Unna
  • Dortmund
  • Bochum
  • Teile von Essen
  • Hagen
  • Schwelm
  • Wuppertal

Städte in westliche Richtung wie Oberhausen oder Duisburg sind weniger von der Warnung betroffen. In Richtung Rheinland kann es aber ebenso wie im Ruhrgebiet zu starkem Gewitter kommen. Hier sind vor allem Städte wie Köln und Bonn betroffen. Düsseldorf eher weniger.

Mögliche Gefahren für Menschen während der Gewitter im Ruhrgebiet

Wie der DWD weiter mitteilt, kann es während der Gewitter zu Gefahren kommen. Dazu zählt unter anderem örtlich auftretender Blitzschlag mit Lebensgefahr.

Außerdem können vereinzelt Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Passanten sollten besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände achten. In jedem Fall ist es aber ratsam, das Haus nicht zu verlassen.

Unwetter legten Anfang Oktober ganz NRW lahm

Bereits Anfang Oktober hat der Deutsche Wetterdienst eine Warnung vor starkem Gewitter herausgegeben. Damals zog Sturmtief "Nils" über das Land.

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Vor allem Autofahrer wurden gebeten, mit besonderer Vorsicht zu fahren. Durch den wind könnten Lkw leichter umkippen, von der Fahrbahn abkommen und damit zur allgemeinen Gefahr für Autofahrer werden.