Nach Verkehrsunfall in Gelsenkirchen: 40 Schaulustige sorgen für Tumulte

Rathaus in Köln erhält Bombendrohung. Foto: dpa
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Rathaus in Köln erhält Bombendrohung. Foto: dpa

In Gelsenkirchen haben 40 Schaulustige die Arbeit der Polizei behindert. Nach einem Verkehrsunfall kam es zu Tumulten. Hier mehr erfahren.

Nach einem Verkehrsunfall in der Adenauer Allee in Gelsenkirchen am Sonntag (2. Juni) kam es zu teils heftigen Tumulten. Insgesamt 40 Schaulustige behinderten dabei die Arbeit der Einsatzkräfte.

40 Personen behindern Unfallaufnahme der Polizei

Bereits beim Eintreffen der Gelsenkirchener Polizei gegen 1.30 Uhr standen die ca. 40 Personen (alles zuvor Gäste einer nahen Veranstaltung) an der Unfallstelle.

Die Streifenwagenbesatzung wollte den Verkehrsunfall, bei der eine Person verletzt wurde, aufnehmen. Doch das konnten die Beamten nicht. Denn Schaulustige funkten immer wieder dazwischen.

Mehrfach mussten die Polizisten sie auffordern, die Unfallstelle zu räumen. Aber sie kamen dieser Aufforderung nicht oder nur sehr zögerlich nach.

Polizist wurde leicht verletzt

Ein 22-jähriger Gelsenkirchener fiel dabei besonders negativ auf. Er versuchte vehement zu einer Unfallbeteiligten zu gelangen.

Auf Ansprache reagierte er nur durch Beleidigungen und Drohungen und versuchte einen Beamten wegzudrängen.

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Als er daraufhin festgehalten werden sollte, wurde aus dem Kreis der Umstehenden Partei ergriffen und man versuchte die Beamten an den weiteren Maßnahmen zu hindern. Ein Polizist wurde dabei zu Boden gestoßen und verletzte sich leicht.

Polizei stellt zwei Strafanzeigen

Die Beamten konnten die Unfallaufnahme erst wesentlich später erfolgreich durchführen, als die Personengruppe durch Verstärkung der Einsatzkräfte zerstreut wurde.

Der weiterhin aggressive Störer wurde dann in Polizeigewahrsam gebracht. Auch seinen Bruder nahmen die Polizisten mit, als er aggressiv reagierte. Beide erwartet nun eine Strafanzeige.

Auch am Freitag (31. Mai) musste die Polizei zu einem heftigen Einsatz ausrücken, als ein 29-jähriger Mann aus Gelsenkirchen in einer Sauna sexuelle Handlungen an sich selbst vornahm.

Kurioses bekamen die Beamten allerdings zu sehen, als sie nach dem Kauf einer Pflanze in einem Gelsenkirchener ALDI-Markt gerufen wurden.