Vorfall in Gelsenkirchen

Passant entdeckt hilflose Welpen in überhitztem Auto - und ruft die Polizei

Die Polizei in Gelsenkirchen musste Welpen aus einem aufgeheiztem Transporter retten. Die Umstände sind erschreckend.

  • In Gelsenkirchen/Ruhrgebiet haben Passanten Welpen in einem Transporter entdeckt.
  • Die Hunde haben jaulend in einer kleinen Box ausgeharrt.
  • Sie wurden vermutlich illegal durch Deutschland geschmuggelt.

Gelsenkirchen/Ruhrgebiet - Hitze bei über 30 Grad: Eigentlich sollte es mittlerweile allgemein bekannt sein, dass man weder Kinder noch Tiere bei diesen Temperaturen im Auto lässt - auch nicht für wenige Minuten. In Gelsenkirchen mussten dennoch zwei Welpen aus einem Auto befreit werden.

Gelsenkirchen: Zeuge sichtet Welpen im Auto und ruft die Polizei

Gegen 10.40 Uhr hatte ein Zeuge am Mittwoch (12. August) die Polizei Gelsenkirchen benachrichtigt, nachdem er auf einem Parkplatz an der Wanner Straße auf eine Menschentraube vor einem Transporter aufmerksam geworden war, wie die Pressestelle mitteilt.

Der Grund für die Aufruhr: In dem aufgeheizten Auto wurden zwei Welpen der beliebten Rasse Shih Tzu eng zusammengepfercht in einer Kleintierbox gesichtet. Und das bei Temperaturen von über 30 Grad und einer teilweise schwülen Hitze!

Bei Affenhitze: Polizei Gelsenkirchen befreit Welpen aus heißem Auto

Als die Beamten der Polizei Gelsenkirchen auf dem Parkplatz eintrafen, befreiten sie die Tiere aus dem aufgeheizten Transporter. Jetzt steht ein 27-jähriger Mann aus Polen im Verdacht, illegalen Handel mit den etwa 15 Wochen alten Welpen betrieben zu haben.

Unter anderem entdeckte das Veterinäramt bei der Überprüfung der jeweiligen Tierpässe fehlerhafte Einträge. Die Hunde der Rasse Shih Tzu wurden demnach zu früh gegen Tollwut geimpft, weshalb sie eigentlich nicht nach Deutschland hätten einreisen dürfen. Zudem ist ihr Transport nicht vorschriftsmäßig erfolgt (mehr aktuelle Nachrichten aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de).

Für diese niedlichen Welpen kam die Rettung gerade richtig: Die Polizei Gelsenkirchen befreite aus einem aufheizten Transporter.

Gelsenkirchen: Veterinäramt entdeckt Fehler im Tierpass, Polizei ermittelt

Nach der Überprüfung wurden die Hunde, für deren Besitzer ab 2021 neue Regeln gelten, sichergestellt und für eine zwölfwöchige Quarantäne in das Tierheim in Gelsenkirchen übergeben. Was anschließend mit ihnen passiert, ist unklar. Außerdem leitete das Veterinäramt ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den 27-Jährigen ein. Der Tierbesitzer muss die Kosten für die Quarantäne tragen – wie die Polizei mitteilt, kommt hier eine vierstellige Summe zusammen.

Nach Angaben des Mannes sei er in Deutschland nur auf der Durchreise zwischen Frankreich und Polen unterwegs gewesen. Die Beamten der Polizei haben den Shih Tzu-Welpen somit eine Fahrt von hunderten Kilometern bei elender Hitze im Auto erspart.

Tiere können bei den aktuellen Temperaturen nicht mitteilen, wenn ihnen zu warm wird. Allerdings gibt es einige Tipps, wie man die Hitze für sein Haustier erträglich machen kann. Unter anderem helfen kühle, feuchte Waschlappen, die man auf das Haustier legt.

Rubriklistenbild: © Friso Grentsch/Polizei Gelsenkirchen/dpa; Collage: RUHR24

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