Erkenntnisse zum Spritzen-Angriff

Angriff mit Spritze in Gelsenkirchen: 13-Jährige soll Vorfall vorgetäuscht haben - doch sie bleibt bei ihrer Version

Gelsenkirchen: Ein Mädchen berichtete der Polizei am Donnerstag von einem Angriff mit einer Spritze. Doch den hat es scheinbar nie gegeben. Alle Infos:

  • Ein Mädchen in Gelsenkirchen berichtete der Polizei am Freitag von einem vermeintlichen Angriff mit einer Spritze.
  • Der Täter habe ihr eine unbekannte Substanz gespritzt.
  • Jetzt berichtet die Polizei: Das Mädchen soll sich selbst verletzt haben. 

Update: Montag (18. November), 14.55 Uhr: Nach Angaben der Polizei hält das 13-Jährige Mädchen an ihrer Version fest. Sie sei Opfer einer Straftat geworden. 

Update: Freitag (15. November), 16.34 Uhr: Wendung im Fall des vermeintlichen Spritzen-Angriffs in Gelsenkirchen. Wie die Polizei berichtet, soll sich das Mädchen den Vorfall ausgedacht haben. Ein Gutachter habe bei den Untersuchungen festgestellt, dass sich die 13-Jährige selbst verletzt habe.

Auch eine Untersuchung auf mutmaßliche Substanzen im Körper des Mädchens habe keine Ergebnisse geliefert. Inwieweit die Ausfallerscheinungen der 13-Jährigen, von der die Deutsche Presse-Agentur am Nachmittag berichtet hatte, vorgetäuscht waren, ist derzeit nicht bekannt.

Gelsenkirchen: Verletztes Mädchen nach wie vor im Krankenhaus

Update, Freitag (15. November), 15.50 Uhr: Die Ermittlungen im Fall des in Gelsenkirchen mit einer Spritze verletzten Mädchens dauern weiter an. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, befürchtet die Polizei nach wie vor, dass es weitere Opfer geben könnte. Bei den Beamten gemeldet hätten sich bisher aber keine weiteren Geschädigten.

Nach wie vor ist außerdem unklar, welchen Stoff der Unbekannte der 13-Jährigen injiziert hat. Fest steht aber: Bereits kurz nach der Attacke traten bei dem Opfer Ausfallerscheinungen auf. Welcher Art diese waren und ob sie noch anhalten ist nicht bekannt. "Die Behandlung wird sich auch noch über einen längeren Zeitraum erstrecken", zitiert die dpa einen Sprecher der Polizei.

Gelsenkirchen: Polizei gibt weitere Informationen über die Täterbeschreibung preis 

Update, Donnerstag (14. November), 11.35 Uhr: Aktuell arbeitet die Polizei Gelsenkirchen im Umkreis des Tatorts (Gelsenkirchen-Ückendorf) an präventiven Maßnahmen und informiert die Bevölkerung. Es gibt weitere Informationen über den Täter

  • schwarze Marco-Polo-Winterjacke mit Fellkapuze
  • schwarzes T-Shirt und Sweatshirt
  • schwarze Jeans
  • schwarz-weiß karierten Schal
  • schwarze Fila-Turnschuhe
  • weiße Handschuhe
  • schwarze Brusttasche

Das Mädchen ist im Krankenhaus stationär aufgenommen worden. Aus diesem Grund gilt sie aus Sicht der Polizei als "schwer verletzt" - auch wenn das Mädchen keine schweren Verletzungen im Zusammenhang mit der Benutzung des Messers oder dem Einstich der Spritze davongetragen hat. 

Der Inhalt der Injektion ist allerdings noch nicht bekannt. Die Untersuchungen dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen konnten keine Angaben dazu gemacht werden, an welchem Körperteil die Spritze angesetzt wurde. 

Es gibt aktuell keine Informationen über Ausfallerscheinungen, die die Injektion bei dem Mädchen ausgelöst hat. "Ich bin kein Arzt. Dem Mädchen geht es den Umständen entsprechend gut. Sie wird aber noch im Krankenhaus bleiben", sagt Christopher Grauwinkel (Pressesprecher der Polizei Gelsenkirchen).  

Gelsenkirchen: Mann überfällt Mädchen und spritzt ihr Substanz - Polizei äußert sich zu den Vorfällen

Update, Donnerstag (14. November), 11.20 Uhr: Das Mädchen befindet sich aktuell noch im Krankenhaus in stationärer Behandlung. Die Behandlung wird sich auch noch über einen längeren Zeitraum hinziehen. Es gibt derzeit noch keine Kenntnisse über die Identifizierung des Stoffes. 

Ungewöhnlich ist vor allen Dingen die Aussage des Täters "Nummer 6". "Diese Aussage lässt nicht ausschließen, dass es nicht auch noch weitere Opfer gibt", sagt Christopher Grauwinkel. Die Polizei habe sich entschlossen, eine Warnung auszusprechen und sich an die Bevölkerung zu wenden. 

"Wir haben bisher noch keine weiteren Opfer gefunden", so Christopher Grauwinkel. 

Pressekonferenz live: Das sagt die Polizei Gelsenkirchen zu den Vorfällen am Donnerstag (14. November)

Update, Donnerstag (14. November), 11 Uhr: Die Polizei Gelsenkirchen äußert sich aktuell live auf einer Pressekonferenz zu den schrecklichen Vorfällen. "Das Mädchen ist bisher nur vernommen und nicht verhört worden. Dementsprechend dauern die Ermittlungen an", sagt ein Sprecher der Polizei Gelsenkirchen auf der Pressekonferenz. 

Gelsenkirchen: Nach Angriff auf Mädchen! 13-Jährige nicht in Lebensgefahr

Update, Donnerstag (14. November), 20.20 Uhr: Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte ein Polizeisprecher, dass das Mädchen, das in Gelsenkirchen von dem Mann angegriffen wurde, nicht in Lebensgefahr schwebe. "Es geht ihr den Umständen entsprechend", so der Sprecher. Um welche Substanz es sich handele, werde untersucht.

Die Substanz, die der 13-Jährigen mit einer Spritze verabreicht wurde, habe jedoch eine Wirkung gezeigt. Weitere Details hierzu wurden nicht genannt.

Gelsenkirchen: Mann greift Mädchen an und bedroht sie mit Messer

Ursprungsmeldung, Donnerstag (14. November), 18.38 Uhr: Die Schülerin wurde am Donnerstagmorgen (14. November)in Gelsenkirchen, im Stadtteil Ückendorf, von einem Unbekannten angegriffen und schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilt, war das Mädchen gegen 9 Uhr auf der Munscheidstraße unterwegs, als der Täter sie in Höhe des Wissenschaftsparks ansprach.

Dort soll der Mann die 13-Jährige zunächst mit einem Messer bedroht haben. Er forderte das Mädchen dann auf, ihm zu einem Parkplatz an der Virchowstraße zu folgen. 

Gelsenkirchen: Mann gibt Mädchen Spritze mit unbekannter Substanz

"Hier holte der Unbekannte eine Spritze hervor und verabreichte der 13-Jährigen eine unbekannte Substanz", erklärt die Polizei Gelsenkirchen in einer aktuellen Pressemitteilung. Daraufhin flüchtete der Unbekannte in Richtung Wissenschaftspark. Doch vorher sagte er noch "Nummer 6" zu der verletzten Schülerin und weg war er.

Das Mädchen klingelte nach der grausamen Tat an der Tür eines noch unbekannten Anwohners und bat diesen um Hilfe. Er brachte die 13-Jährige daraufhin ins Krankenhaus, wo sie stationär aufgenommen wurde.

Polizei in Gelsenkirchen sucht nach Angriff dringend Zeugen

Zeitgleich wurde auch die Polizei in Gelsenkirchen über den Angriff in Ückendorf informiert. Die Ermittler suchen nun dringend Zeugen, die Angaben zu dem Übergriff oder dem Tatverdächtigen machen können. So soll der Täter aus Gelsenkirchen ausgesehen haben:

  • 1,80 bis 1,85 Meter groß
  • 30 bis 40 Jahre alt
  • schlanke Figur
  • große, dunkle Augen
  • dicke, buschige Augenbrauen

Unbekannter Angreifer aus Gelsenkirchen trug schwarze Kleidung

Der Mann trug nach Aussagen des Mädchens eine schwarze Marco Polo-Winterjacke mit einer Fellkapuze. Außerdem hatte er ein schwarzes T-Shirt und Sweatshirt zu einer schwarzen Jeans an. Weiter trug der Unbekannte während der Tat einen schwarz-weiß karierten Schal, schwarze Turnschuhe von Fila sowie weiße Handschuhe und eine schwarze Bauchtasche. "Er sprach akzentfrei deutsch", heißt es von der Polizei.

Nach Angriff in Gelsenkirchen: mögliche weitere Verletzte?

Die Ermittler in Gelsenkirchen können derzeit nicht ausschließen, dass der Unbekannte noch weitere Personen auf ähnliche Art und Weise verletzt hat oder verletzten wird. Daher werden auch mögliche weitere Opfer gebeten, sich umgehend bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt die Polizei Gelsenkirchen unter den Telefonnummern 0209 365-7510 (Kriminalkommissariat 15) oder 0209 365-8240 (Kriminalwache) entgegen.

Eine Vielzahl an Notrufen, versetzte zudem auch die Feuerwehr Gelsenkirchen in Alarm: Eine heftige Explosionen hatten die Anrufer aufgeschreckt - eine Kfz-Werkstatt brannte nach der Detonation lichterloh.

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