Gäste reagieren aggressiv

Ruhrgebiet: Polizei löst illegalen Gottesdienst und Party auf - Randale!

In Gelsenkirchen (NRW) hat die Polizei einen illegalen Gottesdienst und eine verbotene Party aufgelöst. Die Gäste wollten die Corona-Auflagen aber nicht akzeptieren, einige wurden aggressiv.

Gelsenkirchen – 50 Personen feiern trotz Corona-Pandemie einen Gottesdienst, bei einer Party gibt es gleich mehrere Festnahmen: Die Polizei Gelsenkirchen musste am Wochenende erneut ausrücken, weil sich mehrere Personen im Ruhrgebiet nicht an die Corona-Regeln gehalten haben (alle News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

StadtGelsenkirchen
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OberbürgermeisterinKarin Welge (SPD)

Gelsenkirchen: Polizei löst Gottesdienst und Party mit insgesamt 65 Personen auf

Am Sonntagmorgen (31. Januar) musste die Polizei Gelsenkirchen gegen 11 Uhr eine Versammlung auflösen. In einem Gebäude an der Hohenzollernstraße in Bulmke-Hüllen feierte eine Glaubensgemeinschaft demnach einen Gottesdienst. Welcher Religion sie anhängen, ist unklar.

Rund 50 Personen waren vor Ort, berichtet die Polizei am Montag (1. Februar). 44 Platzverweise und genauso viele Ordnungswidrigkeitsanzeigen waren die Folge. Zudem schrieben die Beamten 15 Strafzettel, weil die Gläubigen mit ihren Autos mehrere Wege zugeparkt hatten.

Gelsenkirchen: Illegale Party eskaliert – Polizei nimmt aggressive Gäste nach Corona-Verstößen fest

Hoch her ging es im Gegensatz dazu bei einer Feier am frühen Sonntagmorgen. Nachbarn einer Wohnung an der Kurt-Schumacher-Straße in Schalke-Nord hatten wegen lauter Musik die Polizei gerufen. Die Beamten trafen bei der Party anschließend auf 15 Personen. Was dort genau gefeiert wurde, ist unklar. Wegen der Corona-Regeln in NRW sind solche Feiern derzeit jedoch verboten.

Mit den anschließenden Platzverweisen waren die Party-Gäste jedoch äußerst unzufrieden, berichtet die Polizei Gelsenkirchen: „Den Anweisungen kamen die Feiernden zunächst nicht nach, verließen die Wohnung aber schließlich widerwillig.“ Kurz darauf drohte die Lage jedoch offenbar zu eskalieren.

Polizei löst Party in Gelsenkirchen auf: Taser-Einsatz angedroht

Weil ein Besucher (41) trotz Platzverweises ankündigte, unmittelbar zur Party zurückkehren zu wollen, wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen. Auch dagegen habe sich der Mann „massiv gewehrt“ und wurde dabei noch von anderen Partygästen unterstützt.

Bis März 2022 testen vier Polizeibehörden in NRW Taser im Streifendienst.

„Der aggressive Pulk konnte durch Androhung eines Taser-Einsatzes auf Abstand gehalten werden“, berichtet die Polizei vom nahenden Ende der Feier in Gelsenkirchen. Weil ein anderer Gast (37) weiterhin aggressiv war, wurde er fixiert.

Er und ein 16-Jähriger, der versucht hatte, die beiden anderen Gäste zu befreien, kamen ins Polizeigewahrsam. Gegen die Männer und den Jugendlichen leiteten die Beamten Strafverfahren ein.

Polizei löst immer wieder private Partys auf - Video sorgt für Aufsehen

Obwohl sich weiterhin viele Menschen mit dem Coronavirus anstecken, muss die Polizei regelmäßig solche Treffen auflösen: „Es gibt immer wieder solche Anlässe“, sagt eine Sprecherin der Polizei gegenüber RUHR24. Die Polizei wolle darauf aufmerksam machen, dass sie jedem Hinweis auf eine illegale Feier nachgehen.

Zuletzt sorgte auch ein Einsatz der Polizei Gelsenkirchen in einer Wohnung für Aufsehen. Auch dort sprach die Polizei Platzverweise aus. Die Beamten trugen jedoch selbst keinen Mundschutz.

Rubriklistenbild: © Robert Michael, Kira Hofmann/dpa; Collage: RUHR24