Frauenleiche im Kanal: Ehemann muss jahrelang ins Gefängnis

Der 44-Jährige hat vor dem neuen Landgericht Bochum die Tat gestanden. Foto: dpa
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Der 44-Jährige hat vor dem neuen Landgericht Bochum die Tat gestanden. Foto: dpa

Im Prozess um eine Frauenleiche im Dortmund-Ems-Kanal ist nun ein Urteil gefallen: Der angeklagte Ehemann muss für mehr als neun Jahre ins Gefängnis. Er hatte zugegeben, seine Frau bei einem Streit erstickt und dann in den Kanal geworfen zu haben.

Im Prozess um eine Frauenleiche im Dortmund-Ems-Kanal ist nun ein Urteil gefallen: Der angeklagte Ehemann muss für mehr als neun Jahre ins Gefängnis. Er hatte zugegeben, seine Frau bei einem Streit erstickt und dann in den Kanal geworfen zu haben.

Zunächst sprachen ihn die Richter frei, drei Jahre nach dem Fund einer Frauenleiche im Dortmund-Ems-Kanal wurde der Mann nun doch verurteilt. Das Bochumer Schwurgericht hat den Lastwagenfahrer aus Oer-Erkenschwick am Freitag (9. November) zu neun Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

In einem ersten Prozess war der Mann aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin Revision beantragt. Im zweiten Verfahren legte der 44-Jährige dann überraschend ein Geständnis ab.

Bei Streit durchgedreht

Der Mann gab zu, sich im Juni 2015 heftig mit seiner Frau gestritten zu haben. Er hatte eine Affäre, von der seine Frau gewusst habe. Sie drohte ihm jedoch, ihn zu verlassen und die gemeinsame Tochter mitzunehmen.

Anschließend sei er durchgedreht, sagte der Angeklagte, und habe den Kopf seiner Frau in ein Kissen gedrückt. Die Leiche habe er später bei Waltrop in den Dortmund-Ems-Kanal geworfen.

Mit Material der dpa.