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Flixtrain will sein Linienangebot auf der Schiene ausweiten. Unter anderem will das Unternehmen die Strecke Köln – Berlin einführen – und die führt mitten durch das Ruhrgebiet. Fallen jetzt die Preise bei der Deutschen Bahn?

Auf der Schiene sind sie der einzige Rivale der Deutschen Bahn im Fernverkehr: die grünen Züge von Flixtrain. Nach einem Jahr Regelbetrieb auf zwei Strecken will das Unternehmen nun weitere Städte anfahren. „Wir sind noch nicht am Ziel“, sagte Flixmobility-Chef André Schwämmlein der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Aktuell kann man mit dem Flixtrain von Köln nach Hamburg und von Stuttgart nach Berlin fahren. Die Strecke Köln-Hamburg führt auch durchs Ruhrgebiet mit Stopps in Duisburg und Gelsenkirchen.

Andre Schwämmlein, Unternehmer und Gründer von Flixbus. Foto: dpa

Die neue Strecke zwischen Köln und Berlin würde den Flixtrain ebenfalls durch den Pott führen. Dann sollen Essen und Dortmund als Haltestellen dienen. Einen Termin für die Premierenfahrt Berlin-Köln gibt es aber noch nicht. „Wir sind gerade dabei, das Wagenmaterial zu besorgen“, hieß es. Angedacht ist aber das Frühjahr 2019.

Flixtrain als Konkurrenz für Deutsche Bahn

Mit der Konkurrenz für die Deutsche Bahn könnten gleichzeitig die Preise auf der Strecke zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin purzeln. Flixtrain wirbt mit Tickets ab 9,99 Euro auf allen Strecken und besonders vielen Angeboten unter der Woche. Eine Fahrt von Essen nach Hamburg bekommt man (Stand Ende Februar) für 13,99 Euro.

Auf der Strecke Köln-Hamburg soll jetzt sogar noch ein dritter täglicher Zug fahren. Im vergangenen Jahr hatte Flixtrain 750.000 Fahrkarten verkauft. Zum Vergleich: Im Fernverkehr der bundeseigenen Deutschen Bahn waren es 145 Millionen.

Weitere Strecken geplant

Und das ist lange nicht das Ende.
Für nächstes Jahr sollen weitere Strecken angemeldet werden. „Wir werden das definitiv ausbauen“, kündigte Schwämmlein an. Dabei helfe es, dass die Bundesnetzagentur die Gebühr für die Schienennutzung herabgesetzt hat.

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Gescheitert ist das Unternehmen unterdessen mit dem Versuch, seine Züge auf die neue Paradestrecke der Deutschen Bahn zu bekommen, Berlin-München. „Das ist aktuell für uns gestorben mit dem bestehenden Wagenmaterial“, sagte Schwämmlein. Denn im Fuhrpark fehlt ein ICE. Die Deutsche Bahn fährt auf der Strecke mit bis zu 300 Stundenkilometern. mit dpa-Material