Verdacht des Totschlags

Oberarzt soll Patienten (47, 50) absichtlich getötet haben – Festnahme an der Uniklinik Essen

Uniklinik Essen
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An der Uniklinik Essen hat es eine Festnahme gegeben.

In der Uniklinik in Essen hat es eine Festnahme gegeben. Der Verdacht gegen einen Arzt lautet Totschlag. Zwei Patienten soll der Mann auf dem Gewissen haben.

Essen - Aufruhr in der Essener Uniklinik. Dort wird einem Oberarzt vorgeworfen, zwei Menschen absichtlich getötet zu haben. Laut der Staatsanwaltschaft Essen wurde der 44-jährige Mann wegen des Verdachts des Totschlages am Mittwoch (18. November) festgenommen.

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Festnahme an Uniklinik in Essen: Oberarzt soll zwei Patienten getötet haben

In einer aktuellen Pressemitteilung zu dem Fall heißt es, der Arzt der Uniklinik in Essen werde verdächtigt, „schwerstkranken Menschen vorsätzlich und rechtswidrig Medikamente in deren letzter Lebensphase verabreicht“ zu haben. Diese hätten dann den sofortigen Tod der beiden Patienten herbeigeführt.

Beide verstorbenen Männer seien zuvor Patienten auf der Station des Oberarztes und in einem sehr kritischen gesundheitlichen Zustand gewesen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll es sich um zwei Covid-19-Patienten handeln. Entsprechende Angaben bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Festnahme an Uniklinik in Essen: 44-jähriger Arzt sitzt in Untersuchungshaft

Dem Mediziner wird laut der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, mit dem Tod der beiden Männer (47 und 50 Jahre alt) in Verbindung zu stehen. Die Patienten seien demnach jeweils am 13. und am 17. November verstorben.

Die Polizei Essen hat bereits eine Mordkommission eingeleitet. Den Beschuldigten führte man am Donnerstag (19. November) auf Antrag der Essener Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vor. Von da aus ging es weiter in Untersuchungshaft.

Zwei Todesfälle an Uniklinik in Essen: Oberarzt wollte Leiden der Patienten beenden

Der Oberarzt soll sich zu einem der beiden Todesfälle geäußert haben. Laut seiner Aussage habe er das weitere Leiden des Patienten und seiner Angehörigen beenden wollen.

Video: Passive Sterbehilfe künftig in Deutschland erlaubt!

Hinweis: Die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland nach wie vor verboten. Dazu gehören laut dem Bundesverfassungsgericht all jene Maßnahmen, die ergriffen werden, um das Leben eines Menschen aktiv zu beenden. Beispielsweise, wenn ein Arzt einem Patienten eine tödlich wirkende Menge eines Medikaments oder eine Spritze mit Gift verabreicht.