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Explosionsgefahr im Ruhrgebiet: Gefährliche Chemikalie in Labor entdeckt – Anwohner mussten evakuiert werden

Entsorgung Chemikalie in Essen
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In Essen musste eine gefährliche Chemikalie neutralisiert werden. Die Feuerwehr hat diesen Vorgang drei Jahre geplant.

Das hätte auch anders ausgehen können. In Essen wurde in einem Labor des TÜV eine gefährliche Chemikalie entdeckt. Von ihr ging eine hohe Explosionsgefahr aus.

Essen – Am Sonntagmorgen (20. Juni) war es so weit. In Essen musste eine gefährliche Chemikalie neutralisiert werden. Die Gefahr: Das Quecksilberoxicyanid ist hochexplosiv.

StadtEssen
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner583.109 (2019)
Fläche10,3 km²

Essen: Gefährliche Chemikalie im Labor entdeckt – Verdünnung erfolgreich durchgeführt

Die quecksilberhaltige Chemikalie wurde in einem Labor des TÜV Nord im Essener Stadtteil Frillendorf entdeckt. Eine Spezialfirma musste anrücken und die Chemikalie neutralisieren. Die gefährliche Mischung wurde zuvor in einem Panzerschrank gelagert. Das Behältnis wurde anschließend von den Mitarbeitern der Spezialfirma vorsichtig geöffnet und verdünnt (alle News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Während die Chemikalie in Essen neutralisiert wurde, mussten rund 50 Anwohner ihre Häuser verlassen.

Wie die Stadt Essen mitteilt, war der Vorgang erfolgreich. So würde keine Gefahr mehr von der Chemikalie Quecksilberoxicyanid ausgehen. Diese wurde nach der Verdünnung in mehrere Behälter aufgeteilt – nur so sei ein Transport möglich. Mit den Behältern ging es anschließend weiter in eine Verbrennungsanlage, wo das Gemisch ordnungsmäßig vernichtet worden ist.

Explosionsgefahr in Essen: Anwohner dürfen wieder zurück in ihre Häuser

Das Labor des TÜV Nord in Essen sollte eigentlich aufgelöst werden. Aufgrund der hohen Explosionsgefahr wurde das Gelände in einem Umkreis von 200 Metern von der Feuerwehr evakuiert und abgeriegelt. Rund 50 Anwohner mussten dazu ihre Wohnungen verlassen. Erst am späten Nachmittag durften sie wieder zurück.

Brisant: Wie Bild-Zeitung berichtet, soll ein Unternehmenssprecher erklärt haben, dass das Quecksilberoxicyanid dort bereits seit mehreren Jahren gelagert war. Seit 1970 würde die Chemikalie nicht mehr verkauft werden. Vor drei Jahren ist das Gemisch dann entdeckt worden.

Video: Quecksilber in Energiesparlampen

Doch erst am Sonntag war ein Abtransport möglich – so lange hat die Planung gedauert. Dabei hat vor allem die Explosionsgefahr und die Seltenheit des Stoffes eine Rolle gespielt. Zur Entsorgung der Chemikalie habe man extra ein Konzept entwickeln müssen. Dieses verlief zum Glück erfolgreich.