Filmreife Aktion im Ruhrgebiet

Polizei nimmt Paar bei Waffenübergabe hoch - allerdings überrascht der Grund für den Deal

Auf dem Betriebsgelände der DB hat die Polizei Essen einen Waffendeal der besonderen Art beobachtet.
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Auf dem Betriebsgelände der DB hat die Polizei Essen einen Waffendeal der besonderen Art beobachtet.

Die Polizei hat in Essen ein Paar bei einer Waffenübergabe beobachtet. Bei der Festnahme bekamen sie einen ungewöhnlichen Grund für den Deal zu hören.

  • Die Bundespolizei hat auf dem Betriebsgelände der Deutschen Bahn eine Waffenübergabe beobachtet.
  • Der Deal wurde von einem Paar durchgeführt, die jedoch ganz anderes im Sinn hatten.
  • Dennoch endete die Aktion mit einer Festnahme und einem Strafverfahren für die beiden.

Essen - Dass die Polizei wegen des Coronavirus derzeit meist anderweitig im Einsatz ist, wollten wohl zwei Leute aus Essen ausnutzen, um einen Waffendeal durchzuziehen. Als die dabei dennoch von den Beamten erwischt wurden, 

Polizei Essen beobachtet Waffenübergabe auf Betriebsgelände der Bahn

Aber von vorne: Am Samstagnachmittag (28. März) waren gegen 15 Uhr zwei Polizisten der Bundespolizei auf dem DB-Betriebsgelände in Essen in der Burggrafenstraße unterwegs, um dort laut eigenen Angaben eine routinemäßige Streife zu gehen

Und siehe da: Sie bemerkten von Weitem zwei Personen und ein Auto, was allesamt eigentlich nichts auf dem Gelände der Bahn zu suchen hatte. Das machte die Polizei aufmerksam und sie schauten einmal genauer nach, was da vonstattenging.

Wie im Film: Polizei interveniert bei Waffendeal in Essen

Mit Erfolg. Denn die Beamten aus Essen beobachteten, wie die eine Person aus dem Kofferraum des Autos ein Gewehr entnahm, um es der anderen zu geben.

Da intervenierten die Bundespolizei sofort und forderte die beiden Personen über den Außenlautsprecher des Streifenwagens auf, die Waffe auf den Boden zu legen und sich vom Fahrzeug zu entfernen. 

Polizei Essen: Waffe war als Geschenk gedacht

Dieser Aufforderung gingen die Frau und der Mann auch anstandslos nach, sodass die Polizei den Waffendeal beenden und die beiden festnehmen konnten. Allerdings staunten die Essener Beamten der Bundespolizei nicht schlecht, als sie hörten, was angeblich hinter diesem Waffendeal steckte.

Denn so gab eine der an der Waffenübergabe beteiligten Personen, eine 33-jährige Frau aus Essen, an, dass sie das Gewehr im Internet bestellt habe. Und: Es sei als Geschenk für ihren 34-jährigen Freund gedacht gewesen. Das Betriebsgelände der Deutschen Bahn habe man sich für die Geburtstagsüberraschung ausgesucht, um dort die Waffe direkt vor Ort zu testen.

Waffenübergabe in Essen endet mit Festnahme und Strafverfahren

Ob Geburtstag hin oder her - auch wenn der Polizei bei der Entdeckung kein Mega-Schlag gegen einen Waffenring im Ruhrgebiet geglückt war, ein Auge zudrücken konnten sie wegen dieser sonderbaren Aktion dennoch nicht. Denn bei der Waffe handelte es sich um ein in Deutschland nicht zugelassenes Luftgewehr.

Zudem verfügten die beiden Personen aus Essen nicht über einen Waffenschein oder die erforderliche Berechtigung zum Besitz von Waffen. Sie wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie läuft nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. 

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