Verfolgungsjagd in Essen

Rollerfahrer startet in Essen spektakulären Fluchtversuch vor der Polizei

In Essen lieferte sich ein Rollerfahrer eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Symbolbild: dpa
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Rollerfahrer (Symbolbild)

Verfolgungsjagd statt Verkehrskontrolle: Das dachte sich zumindest ein Rollerfahrer aus Essen und floh vor der Polizei, anstatt anzuhalten. Dabei blieb sein Fluchtversuch jedoch nicht das einzige Vergehen. 

  • Die Polizei stoppte am Sonntag (24. November) einen Rollerfahrer nach einer Verfolgungsjagd.
  • Dieser war zuvor vor einer Verkehrskontrolle in Essen geflohen.
  • Bei seiner Flucht fuhr er über Rot - doch das war noch nicht alles.

Rollerfahrer ignoriert Verkehrskontrolle der Polizei Essen

Eigentlich wollten die Polizei am Sonntag (24. November) nur eine ganz alltägliche, allgemeine Verkehrskontrolle in Essen durchführen. Darauf hatte ein 27-jähriger Rollerfahrer jedoch wenig Lust. Und das aus gutem Grund, wie sich später herausstellen sollte. Doch zurück auf Anfang.

Gegen 15.39 Uhr wollten die Beamten den Rollerfahrer anhalten. Sie hatten ihm zuvor an einer roten Ampel an der Huyssenallee signalisiert, dass er in Höhe des Fernbusbahnhofs stoppen sollte. Das ignorierte der Fahrer des Zweirads jedoch. Ein Grund für die Polizei, die Verfolgung aufzunehmen - und zwar mit Blaulicht und Martinshorn. 

Polizei Essen nimmt Verfolgungsjagd auf

Das setzte den Rollerfahrer wohl gehörig unter Druck - doch Anhalten schien noch immer keine Option. Also starte er einen rasanten Fluchtversuch durch Essen. Und ignorierte dabei gleich mehrere rote Ampeln. Als er in die Unterführung Bernestraße abbog, konnten die Polizei den 27-Jährigen schließlich überholen. Doch damit sollte die Verfolgungsjagd noch nicht vorbei sein.

Denn der Rollerfahrer machte auf dem Absatz kehrt und setzte seine Flucht in die gegengesetzte Fahrtrichtung fort - geradezu in Richtung A40, um dort die Abfahrt Zentrum-Ost zu nehmen, wie es in einer Mitteilung der Polizei heißt

Auch in Lünen erlebte die Polizei kürzlich einen ähnlichen Fall: Der 23-jährige Fahrer eines Autos ignorierte ebenfalls die Anhaltezeichen der Beamten und machte sich mit Vollgas aus dem Staub. Auch hier gelang der Polizei schließlich die Festnahme, bei der sie Kurioses feststellte.

Rollerfahrer startet Geisterfahrt auf der Autobahn in Essen

Eine Geisterfahrt wollte die Polizei Essen aber um jeden Preis verhindern. Also nutzen sie das durch die Steigung bedingte langsame Tempo des Rollerfahrers und versuchten ihn in Richtung der Fahrbahnbegrenzung zu drängen und zum Anhalten zu zwingen. Doch der 27-Jährige wollte einfach nicht aufgaben. Er startet einen letzten Fluchtversuch und setzte seine Fahrt einfach weiter fort - bis das nasse Laub am Straßenrand ihm einen Strich durch die Rechnung machte und er stürzte.

Zwar rappelte er sich noch einmal auf und versuchte zu Fuß zu fliehen, doch diesmal gelang den Beamten die Festnahme. Sie brachten den jungen Mann daraufhin auf die Wache und stellten dort fest, dass die roten Ampel das kleinste Problem des Rollerfahrers waren.

Polizei Essen stellt fest: Rollerfahrer ohne Führerschein unterwegs

Der 27-jährige Rollerfahrer war weder im Besitz eines gültigen Führerscheins, noch konnte er nachweisen, der Besitzer des Zweirads zu sein. Denn die angebrachten Kennzeichen gehörten nicht zu dem Motorroller, wie die Polizei feststellte. Außerdem bestand für das Fahrzeug kein Versicherungsschutz. 

Der Rollerfahrer hatte also einiges auf dem Kerbholz, weshalb er wohl auch den spektakulären Fluchtversuch durch Essen startete. Nach Ende der polizeilichen Maßnahmen wurde er jedoch entlassen - mit einer Anzeige, aber dafür ohne Roller.

Fluchtversuche vor der Polizei sind keine Seltenheit: Gerade durch unterwartete Verkehrskontrollen bekommen Fahrer, die etwas auf dem Kerbholz haben, häufig einen Schreck und versuchen sich aus dem Staub zu machen. Keine gute Idee - denn meist wird es dadurch nur noch schlimmer.