Polizei ermittelt

Zweite Massenschlägerei innerhalb weniger Tage: Messerstiche auf offener Straße in Essen

Die Polizei in Essen ermittelt im Falle zweier Massenschlägereien im Stadtteil Horst.
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Die Polizei in Essen ermittelt im Falle zweier Massenschlägereien im Stadtteil Horst.

In Essen ist es innerhalb weniger Tage zu zwei großen Schlägereien gekommen. Zwischen den Gruppen schwelt seit längerem ein Konflikt. Es kam zu Messerstichen.

  • Die Polizei ermittelt im Falle zweier größere Schlägereien in Essen-Horst.
  • Die Vorfälle sollen Bezüge zur Clan-Kriminalität haben.
  • Ermittler stellten Waffen sich und nahmen mehrere Menschen in Gewahrsam.

Essen - In Essen-Horst ist es am Freitag (1. Mai) zur zweiten großen Schlägerei zwischen zwei Gruppen innerhalb weniger Tage gekommen. Wie die Polizei Essen mitteilt, sei es dabei zu Attacken mit Hieb- und Stichwaffen gekommen.

Essen-Horst: Schlägerei mit Stichwaffen auf offener Straße

Ursache der Attacken sei laut den Ermittlern ein seit längerem schwelender Konflikt. Dieser wird nun offenbar auf offener Straße ausgefochten. In diesem Fall ist der Von-Ossietzky-Ring an der Stadtgrenzen zu Bochum der Austragungsort.

Am Freitag trafen die verfeindeten Gruppen am Nachmittag aufeinander. Laut Polizeiangaben sollen an der Schlägerei zwischenzeitlich mehr als 20 Personen beteiligt gewesen sein. Drei Personen (27/32/37) seien dabei leicht verletzt worden, zwei von ihnen kamen in ein Krankenhaus und wurden danach vorläufig festgenommen.

Essen: Polizei ermittelt nach Bedrohungen und Attacken zwischen Gruppen

Bei der Auseinandersetzung auf offener Straßen sollen sich die Beteiligten gegenseitig bedroht haben. Außerdem seien sie mit Waffen aufeinander losgegangen.

Die Polizei in Essen ermittelt im Falle zweier Massenschlägereien im Stadtteil Horst.

Der Schlägerei vom 1. Mai vorausgegangen war ein weiterer Vorfall mit mehreren Personen am 27. April dieses Jahres. Ebenfalls am Von-Ossietzky-Ring in Essen-Horst - jenem Stadtteil von Essen, in dem jüngst ein 14-jähriger Junge erstochen und damit getötet wurde - waren mehrere Menschen - laut Polizei acht - aufeinander losgegangen. Zwischenzeitlich hatte sich laut Polizeiangaben eine größere Gruppe Schaulustiger um das Geschehen positioniert.

Die Polizei - ein Randalierer hustete am Busbahnhof in Essen vorsätzlich zwei Beamte der Bundespolizei an - konnte in der Folge verhindern, dass sich die Beteiligten ernsthaft verletzten. Nicht verhindern konnten die Einsatzkräfte, dass Beteiligte der Schlägerei die Windschutzscheibe eines Autos einschlugen und die Reifen eines anderen Pkws zerstachen.

Nach Schlägerei: Polizei Essen nimmt vier Personen mit zur Wache

Vier Personen (23, 27, 32, 40) wurden zur Wache mitgenommen und nach Ende der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Polizei stellte vor Ort zudem mehrere Hieb- und Stichwaffen sicher.

Der Gewaltausbruch stehe wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem Konflikt zwischen Syrern und Libanesen in der Hochhaus-Siedlung Hörsterfeld, berichtet Radio Essen. Es gäbe wohl auch Bezüge zur Clan-Kriminalität.

Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Seit dem 1. Mai hat zudem die BAO (Besondere Aufbauorganisation) Aktionsplan Clan der Polizei Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs aufgenommen. Am Samstag (2. Mai) wurden zudem auf richterliche Anordnung drei Wohnungen durchsucht, um Beweismaterial zu sichern.

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