Essen: Nach Streit findet Zombiewalk heute doch statt - durch diesen Trick

Der Zombiewalk in Essen darf nun doch statfinden. Foto: dpa
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Der Zombiewalk in Essen darf nun doch statfinden. Foto: dpa

Nach wochenlangem Streit steht endlich fest: Der Zombiewalk in Essen darf an Halloween doch stattfinden - getarnt als Demonstration. Hier die Infos.

Die Untoten dürfen aufatmen: Der Zombiewalk in Essen darf heute (31. Oktober) stattfinden - allerdings in einer etwas außergewöhnlichen Form. Zuvor hatte es einen heftigen Streit gegeben und es drohte das Aus für die Veranstaltung an Halloween.

  • Die Zombies dürfen heute nun doch durch Essen ziehen.
  • Um diese Frage gab es einen großen Streit zwischen Essen Marketing und dem Veranstalter des Zombiewalks.
  • Nun findet das Event als Demonstration statt - angemeldet von Grünen und Linken.

Zombiewalk in Essen sorgt für Streit

Der Zombiewalk in Essen hat schon beinahe Tradition. Seit 13 Jahren ziehen an Halloween die Untoten durch die Stadt im Ruhrgebiet. Doch in diesem Jahr drohte der Veranstaltung fast das Aus.

Auch in den Jahren davor hatte der Umzug, bei dem zahlreiche als Zombies verkleidete Menschen durch Essen ziehen, für Aufregung gesorgt - aber nicht wegen der gruseligen Kostüme. 2017 sollen mehrere Teilnehmer des Events aneinander geraten sein. Ein Jahr später wollen Zeugen sexuelle Übergriffe nach dem Zombiewalk beobachtet haben.

Zombiewalk in Essen vs. Lichterfestival

Der Grund für die Auseinandersetzung in diesem Jahr war jedoch ein anderer. Parallel zum Zombiewalk findet in Essen nämlich das "Light Festival" statt, bei dem aufwendige Installationen und imposante Lichtkunst die Innenstadt beleuchten.

Die Essen Marketing GmbH, der Initiator des mehrtägigen Lichtspektakels, hatte nun Sorge, dass sich Besucher der kunstvollen Lichter von den Zombies gestört fühlen und wollte den Umzug untersagen.

Zombiewalk als Demonstration für mehr Subkultur in Essen

Dirk Bußler, der Veranstalter des Umzugs und Essen Marketing hatten deshalb in den Wochen vor Halloween heftig diskutiert, ob der Zombiewalk in die Innenstadt passe oder nicht. Weil Bußler ahnte, dass der Konflikt ungünstig für die Untoten ausgehen könnte, meldete er einfach eine Demonstration an.

Unter dem Motto "Die Stadt gehört allen Bürgern" wollte er sich gegen kommerzielle Veranstaltungen und für mehr Subkultur im Essener Zentrum einsetzen. Die Demo lehnte die Polizei jedoch zunächst ab und es sah ganz so aus, als ob der 13. Zombiewalk nicht stattfinden würde - bis sich in den Streit dann auch noch die Politik einschaltete.

Grüne und Linke melden statt Zombiewalk eine Demonstration in Essen an

Um dem ganzen Hin und Her um den Zombiewalk ein Ende zu setzen, meldeten dann die Essener Ratsmitglieder Daniel Kerekes (Die Linke) und Elke Zeeb (Die Grünen) kurzerhand ebenfalls eine Demonstration an.

Und für diesen Schritt durch das Hintertürchen gab es dann am Dienstag (29. Oktober) grünes Licht. "Die Stadt gehört uns allen" heißt die Veranstaltung nun offiziell. Bei ihr will man sich für freie Mitgestaltung der Bürger im öffentlichen Raum einsetzen. Menschen, die sich als Zombies verkleiden, sind dabei ausdrücklich eingeladen.

Zombiewalk in Essen: Das sind die Details rund um das Event

"Zombies kann man nicht besiegen - man kann nur versuchen, zu überleben" heißt es auf der Facebook-Seite des Veranstalters. Und damit sollte er wohl Recht behalten: Denn heute um 17 Uhr startet der Zombiewalk in Essen, getarnt als Demonstration. Das sind die Details zu der Veranstaltung.

  • Aufstellung um 16.30 Uhr am Hirschplatz in Essen.
  • Beginn der Demo: 17 Uhr
  • Der Zug bewegt sich an folgenden Punkten vorbei: III. Hagen, Lindenallee, Viehofer Straße vorbei an Kreuzeskirche, Weberplatz und Salzmarkt.
  • Zwischenkundgebung am Pferdemarkt
  • Der Zombiewalk endet um 21 Uhr ebenfalls am Hirschplatz.