SEK in Essen im Einsatz - Betrügerin bezieht jahrelang Sozialleistungen und gönnt sich Luxusgüter

Das SEK war in Essen im Einsatz
+
Das SEK war in Essen im Einsatz

Am frühen Morgen stürmten Beamte des SEK die Wohnung einer Frau (33) in Essen. Der Verdacht: Betrug des Sozialamts. In der Garage: Ihr dicker Benz.

Am frühen Freitagmorgen (11. Oktober) stürmten Beamte des SEK die Wohnung einer Frau (33) in Essen. Der Verdacht: Betrug des Sozialamts.

  • Frau bezog seit Jahren Sozialleistungen.
  • In einer Tiefgarage stand jedoch ihr Mercedes-Benz CL 500.
  • Auch in ihrer Wohnung fanden die Beamte teure Luxusgüter.

Essen: SEK findet dicken Mercedes

Was eine Abzocke! Über Jahre hinweg bezog eine 33-jährige Frau aus Essen-Altenessen Geld von Sozialamt. Dabei hatte sie die Sozialleistungen kaum nötig - denn in ihrer Wohnung fanden die Beamten teuren Schmuck und Luxus-Handtaschen. Zudem stand in einer nahe gelegenen Tiefgarage ihr Auto - ein schicker Mercedes-Benz in auffälliger, kupfer-goldenen Metalliclackierung, wie die Polizei am Freitag mitteilt.

Die junge Frau war erstmals aufgefallen, als sie vor einigen Monaten in eine Polizeikontrolle geraten war. Damals hatte sie die Beamten schwer beleidigt. Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Frau erhärtete sich dann der Verdacht des Sozialbetrugs.

SEK durchsucht Wohnung in Essen

Stutzig wurden die Polizisten, da die Frau schon bei dem ersten Polizeieinsatz teure Luxusgüter trug. Die teuren Anziehsachen, Taschen und der Schmuck - da waren sich die Beamten einig - tragen Bezieher von Sozialleistungen üblicherweise aber nicht.

Der Verdacht auf gewerbsmäßigen Betrug des Sozialamts mündete in der Durchsuchung am heutigen Freitagmorgen (11. Oktober) der Wohnung an der Gladbecker Straße in Essen.

Sozialhilfebetrug auch in Dortmund

In Dortmund trieben mehrere Betrüger den Sozialamtsbetrug sogar soweit, dass sie damit Millionen von Euro kassierten. Ihr perfide Masche: Die Menschenhändler brachten Männer und Frauen aus Rumänien ins Ruhrgebiet, um deren Sozialhilfe einzukassieren.

In Essen vermutete die Polizei zudem, dass sich gewaltbereite und bewaffnete Personen in der Wohnung der Verdächtigen aufhalten könnten. Daher wurde der Einsatz durch SEK-Beamte durchgeführt. Die Beamten fanden dann auch neben den Luxusgütern zwei Macheten, einen verbotenen Schlagring und eine Schutzweste in der Wohnung der Frau.

Die Frau musste mit auf das Polizeipräsidium in Essen, konnte aber nach Erfassung ihrer Identität wieder entlassen.