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In der Essener Nordstadt verfolgte ein Dönerverkäufer einen Kunden quer durch die Fußgängerzone. Wenig später sticht er mit einem Messer auf sein Opfer ein. Der Kunde verletzte sich schwer.

Dieser Vorfall ereignete sich bereits Ende September. Seit Freitag (8. März) steht der Angeklagte vor dem Essener Landgericht. Ihm wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Das berichtet die WAZ.

Der Auslöser des Streits war eine harmlose Bitte des Kunden gewesen. „Mach mal mehr Fleisch auf den Döner“, habe er gesagt, berichtet das 23-jährige Opfer vor Gericht.

Kameras zeichneten den Streit auf

Laut DerWesten kam es im Anschluss zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Kunden und dem Verkäufer. Kameras hätten den Vorfall aufgezeichnet.

Die Auseinandersetzung hätte sich sodann nach draußen vor den Imbiss verlegt. Dann forderte der Verkäufer den 23-Jährigen dazu auf, den Ort zu verlassen. Das tat er, doch er kam nicht weit.

Der 27-jährige Angeklagte rannte ihm mit einem Messer hinter ihm her. Auf der Viehofer Straße stach er dann mit der 20 Zentimeter langen Klinge auf den Kunden ein.

Messer blieb in Arm des Opfers stecken

Der 23-Jährige hob schützend seine Arme über den Kopf. Er hatte Glück: Das Messer blieb „nur“ in seinem Arm stecken. Lebensgefahr bestand nicht.

Der Verkäufer hätte nur schlechte Laune gehabt, ist sich der 23-Jährige heute sicher. „Dabei haben wir nur nach mehr Fleisch gefragt.“

Polizei setzte vor Ort Pfefferspray ein

Die Polizei rückte damals mit einem Großaufgebot zum Einsatzort aus. Weil anwesende Kunden immer wieder versuchten in den Imbiss zu gelangen, setzte die Polizei Pfefferspray ein, um sie daran zu hindern.

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Der Tatverdächtige floh nach der Tat. Die Polizei konnte ihn in seiner Wohnung in Velbert festnehmen. Danach kam er wieder auf freiem Fuß.

Erst mehrere Aussagen von Zeugen führten dazu, dass der Fall als versuchter Totschlag eingestuft wurde. Ein Haftrichter ordnete schließlich einen Haftbefehl an.