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Am Montagmorgen (15. April) ist in Essen-Frohnhausen eine Bombe entdeckt worden. Der Blindgänger lag auf dem Gelände der Bertha-Krupp-Realschule (Kerckhoffstraße 43) und wurde am Montag entschärft. Einige Anwohner weigerten sich, ihre Wohnungen zu verlassen und müssen nun mit einem Bußgeld rechnen.

Update, Dienstag (16. April), 13.44 Uhr: Wie der WDR berichtet, weigerten sich einige Anwohner im Stadtteil Frohnhausen, ihre Wohnungen zu verlassen. Damit behinderten sie die Evakuierung.

Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei hätten es erst mit Nachdruck geschafft, die Bewohner zum Verlassen ihrer Wohnungen zu überzeugen. Dadurch seien höhere Kosten entstanden.

Anwohner weigern sich Wohnungen zu verlassen und müssen nun ein Bußgeld zahlen

Die Anwohner müssen nun ein Bußgeld zwischen 100 und 200 Euro zahlen – zuzüglich Bearbeitungsgebühr. Es ist nach Informationen der Stadt Essen der erste Fall, in dem ein Bußgeld bezahlt werden muss

Update, Montag (15. April), 13.27 Uhr: Die Fliegerbombe in Essen konnte erfolgreich entschärft werden. „Die Einsatzkräfte werden die Straßensperrungen jetzt nach und nach aufheben. Alle Anwohner können nun in ihre Wohnungen zurück bzw. können diese wieder verlassen“, hieß es von der Feuerwehr Essen kurz nach der Entschärfung.

Dennoch kann es noch zu Einschränkungen im Nahverkehr kommen. Bis 16 Uhr sollen aber wieder alle Züge nach Plan fahren.

Blindgänger in Essen wird entschärft

Update, Montag (15. April), 13.56 Uhr: Die Entschärfung des Blindgängers hat begonnen.

Update, Montag (15. April), 12.26 Uhr: Wegen der Entschärfung der Fliegerbombe kommt es im Bahnverkehr zu erheblichen Einschränkungen. Bis zirka 14 Uhr kann die betroffene Bahnstrecke nicht befahren werden, weshalb Verbindungen des RE 2 teilweise Ausfallen. Die Linie RE 42 sowie RE 1 und RE 6 werden umgeleitet, die S-Bahn-Verbindungen S 1, S 3 und S 9 fahren nur eingeschränkt und Enden teilweise vorzeitig.

Bei der Ruhrbahn werden bis zum Ende der Entschärfung sämtliche Haltestellen im Sperrgebiet nicht angefahren.

Update, Montag (15. April), 12.26 Uhr: Die Evakuierung der Gebäude in einem Radius von 250 Metern um den Fundort der Bombe dauert weiter an. Laut Stadt Essen wird nun damit begonnen, die inneren Sperstellen zuzuziehen.

Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet, musste zudem die Polizei einschreiten, weil ein Anwohner seine Wohnung nicht verlassen wollte. Die angrenzenden Bahngleise müssen laut Stadt Essen während der Entschärfung gesperrt werden. Auch die Ruhrbahn kann währenddessen nicht in den Bereich fahren.

Hier wurde die Bombe gefunden

Update, Montag (15. April), 12.02 Uhr: Die Stadt Essen veröffentlichte nun ein Foto der Grube, wo die Fliegerbombe ausgegraben werden soll. Sie soll etwa vier Meter unter der Erde liegen.

Update, Montag (15. April), 11.30 Uhr: Mittlerweile sind rund 160 Einsatzkräfte vor Ort, wo sie für die Evakuierung sorgen und die Entschärfung der Bombe vorbereiten. Für Anwohner, die nicht bei Bekannten oder Verwandten unterkommen können, wurde in der Gehörlosenschule Rheinische-Westfälisches Berufskolleg (Kerckhoffstraße 100) eine Betreuungsstelle eingerichtet.

Die Bombe wurde laut Stadt Essen bei Bauarbeiten in einer vier Meter tiefen Grube entdeckt. Mit ihrer Entschärfung kann erst begonnen haben, wenn alle Anwohner den Sperrbereich verlassen haben.

Ursprungsmeldung, Montag (15. April), 10.06 Uhr: Der Fundort der Fünf-Zentner-Bombe liegt in unmittelbarer Nähe zu Bahngleisen, auf denen unter anderem die quer durch das Ruhrgebiet führende S1 verkehrt. Von der Deutschen Bahn selbst gibt es noch keine Informationen über etwaige Einschränkungen. Die Stadt Essen gibt auf ihrer Homepage aber an, dass mit Behinderungen zu rechnen sei.

Hier liegt die Bombe:

Es ist noch nicht bekannt ,wann die Bombe entschärft wird. Anwohner im Umkreis von 250 Metern um die Fundstelle müssen bis zum Ende der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen.


Bombe Essen Frohnhausen. Quelle: Stadt Essen

Betroffen sind hiervon auch mehrere Schulen. Im Umkreis von 250 bis 500 Metern sollen sich Anwohner während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe abgewandt liegen oder den Keller aufsuchen.

Immer wieder Bombenfunde in Essen

Erst am Donnerstag war bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Realschule in Essen-Frohnhausen eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt worden. Zu deren Entschärfung mussten Anwohner im Umkreis von 250 Metern ihre Wohnungen verlassen. Außerdem durften keine Züge auf der angrenzenden Bahnstrecke fahren.

Aktuelle Top-Themen:

Für dringende Fragen hat die Stadt Essen eine Bürger-Hotline zum Bombenfund eingerichtet. Diese ist unter 0201/123 88 88 erreichbar.