Deckel drauf

Sensation im Ruhrgebiet: A40 in Essen soll 2032 Olympisches Dorf werden

Ein wahnwitziger Plan? Ausgerechnet die stark befahrene A40 in Essen soll zum Olympischen Dorf werden - mithilfe eines gewagten Bauvorhabens.

Essen - Lärmend, stark befahren, schlechte Luft: So kennen Menschen aus dem Ruhrgebiet die Hauptverkehrsader A40. Jeden morgen stehen etliche Pendler in Essen auf der Autobahn im Stau, die nun zum Standort des Olympischen Dorfes werden soll - falls die Olympischen Spiele 2032 im Rhein-Ruhr-Gebiet stattfinden sollten.

VeranstaltungOlympische Sommerspiele 2032
BewerberDeutschland/Rhein-Ruhr, Australien/Brisbane, Katar, Indonesien/Jakarta
Zuschlag erteiltspätestens 2025

A40 in Essen: Athletendorf für die Olympische Spiele

Michael Mronz, der Gründer der Initiative Rhein-Ruhr-City, will die Olympischen Spiele ins Rhein-Ruhrgebiet holen. Denn darin sieht der Unternehmer die Chance auf ein „kleines Wirtschaftswunder“ für die Region. Doch die Olympischen Spiele kann es in NRW nur geben, wenn es auch ein zentral gelegenes Olympisches Dorf geben kann. Bislang ist laut einem Bericht des WDR die Frage nach einem geeigneten Standort für die rund 17.500 Sportler, Trainer und Betreuer noch offen.

Doch nun hat Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, seine Stadt als Standort für das Olympische Dorf mit einer extravaganten Idee ins Rennen gebracht: Er schlägt ausgerechnet die A40 als den Ort vor, auf dem das Olympische Dorf entstehen könnte. Dazu soll die A40, die eine Vollsperrung kaum verkraften könnte, einen Deckel bekommen. Oben drauf könnten dann die Sportler schlafen.

Autos wohin man sieht: die A40 in Essen

A40 in Essen soll für Olympisches Dorf überdacht werden

Wie die WAZ berichtet, hat Kufen ganz konkret den Abschnitt der A40 zwischen Frohnhausen und Holsterhausen als Standort eines Olympischen Dorfes für die Sommerspiele an Rhein und Ruhr 2032 ins Spiel gebracht. Denn auch Kufen hat die Sommerspiele als wirtschaftliche Chance für die Region erkannt. Die Idee auf der A40 zu bauen, hat Essens Oberbürgermeister am Mittwoch (7. Oktober) beim Zukunftskongress #neuland in Duisburg erstmals vorgestellt.

Die A40 hält er dabei für durchaus geeignet, um dort das Olympische Dorf zu installieren. Zudem sei die Idee, die A40 durch einen Tunnel zu führen oder zumindest mit einem „Deckel“, wie es Kufen nennt, zu versehen, nicht neu. Schon seit den 1980er Jahren würde über eine solche Überdachung der Stadtautobahn nachgedacht.

Essen: A40 nicht der einzige Standort im Gespärch um Olympia Dorf

Auf dem „Deckel“ der A40 könnte dann auch das Olympische Dorf stehen. Und ganz nebenbei könnte so auch endlich die Luftqualität rund um die A40 in Essen verbessert werden. Doch noch müssen sich die Kommunen, die Interesse daran haben dem Olympischen Dorf in ihren Städten Platz zu bieten, noch bewerben (mehr Nachrichten aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24.de).  

Städten wie Bochum, Duisburg, Düsseldorf oder Köln – insgesamt sind es 14 Städte der Region – beteiligen sich ebenso wie Essen an dem Plan, Olympia 2032 in die Rhein-Ruhr-Region zu holen und bewerben sich als Standort für das Olympia-Dorf. Wer am Ende das Rennen macht und ob die A40 ein Dach bekommt, ist so lange noch völlig offen.

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